Archive for the 'Uncategorized' Category

01
Nov
17

„Asgardsrei“ – Neonazi-Festival in der Ukraine – mit deutscher Beteiligung

Mitte Dezember soll im ukrainischen Kiew unter dem Titel „Asgardsrei fest(ival) 2017“ ein Konzert mit diversen Bands aus dem neonazistischen Spektrum des Black Metal Genres stattfinden. Auf dem Line-up des bereits zum sechsten Mal durchgeführten Festivals stehen diesmal „M8L8TH“ (Russland), „Goatmoon“ (Finnland), „Peste Noire“ (Frankreich), „Near Mataron“ (Griechenland), „Burshtyn“ (Ukraine) und erstmals auch eine Band aus dem deutschsprachigen Raum – die szeneintern populäre Band „Absurd“ aus Deutschland. Die Veranstalter des braunen Black Metal-Konzerts können sich über regen Zuspruch und über eine Internationalisierung des Festivals freuen. Während die ersten Konzerte vor einigen hundert BesucherInnen stattfanden und nur Bands aus dem osteuropäischen Raum auftraten, kann das Festival seit 2015 in einem großzügig angelegten Club im Zentrum von Kiew („Sentrum“) stattfinden, in dem ansonsten unauffällige Konzerte durchgeführt werden. Nun sind sind auch westeuropäische Bands vertreten und stieg die BesucherInnenzahl auf mehr als eintausend. Für das Konzert 2017 wurde die Anzahl der Konzert-Tickets auf 1.200 (!) begrenzt, nachdem der Veranstaltungsort im Jahr davor überfüllt gewesen war. Die bei derartigen Konzerten häufig angewandte Praxis, den Veranstaltungsort geheim zu halten und erst kurz vor dem Konzertbeginn bekannt zu geben, haben die Veranstalter des „Asgardsrei Festes“ offenbar nicht nötig. Als Veranstalter des Festivals dürften seit spätestens 2015 Mitglieder der Band „M8L8TH“, die auch unter dem Label „Wotan Jugend“ bzw. „Militant Zone“ auftritt, agieren.

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Fans von „M8L8TH“ bei deren Auftritt im „Sentrum“, 2016

Bei den letzten drei „Asgardsrei Festival“ traten folgende Bands auf:

2016: Nokturnal Mortum, Peste Noire, M8L8TH, Kroda im Club „Sentrum“, Kiew („Sentrum“)

2015: M8L8TH (Russland), Sokyra Peruna (Ukraine), Arya Varta (Ukraine), Wehrwolf (Belarus), Kiew („Sentrum“)

2012: Шёпот Рун, Osterweg, Dagaz, Orchid, Кодекс Чести, Moskau

asgardsrei2„Asgardsrei“ Festival, Moskau 2012

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05
Nov
14

Nachtrag „Hot Shower 3“

Wenig überraschend konnte das neonazistische „Hot Shower“-Black Metal-Konzert in Italien ohne Probleme über die Bühne gehen. Italien bleibt weiterhin ein sicherer Rückzugshafen für die europäische, auch deutschsprachige, Neonazi-Szene. (Mit-)Organisatoren des Konzerts, bei dem Bands wie „Goatmoon“ oder „Infernal War“ angekündigt waren, waren „Il Colonnello“, Sänger von „Frangar“ und „Lord Astaroth“, Sänger der italienischen Band „Kurgaall“.

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Proponenten der europäischen NS-Black Metal-Szene: Hendrik Möbus, „Il Colonnello“, Christian Schöndorfer

Frangar traten beim zweiten „Hot Shower“-Konzert selbst auf

01
Nov
14

Konzerte der finnischen NS-Black Metal-Band „Satanic Warmaster“

Im Juli 2014 musste die finnische Neonazi-Black Metal-Band „Satanic Warmaster“ einen Auftritt bei einem Konzert in den Niederlanden absagen, wie auf der bandeigenen Facebook-Seite beklagt wurde. Antifaschistischer Druck auf die Organisatoren des Konzerts wurde als Absage-Grund genannt. In dem Statement versucht man, sich aus dem braunen Dunstkreis nationalsozialistischer Black Metal-Gruppen heraus zu lavieren, von einer Distanzierung von Rassismus und Neonazismus ist keine Rede. Noch im selben Monat absolvierte die Band im Rahmen einer „World Tour“ einige Konzerte in Mexiko, Anfang November sollen Auftritte in Japan erfolgen. Für den Dezember wird ein Auftritt im italienischen Brescia, Club „Circolo Colony“, angekündigt, wo auch die deutsche Band „Darkened Nocturn Slaughtercult“ sowie die italienischen „Necrodeath“, „Handful of Hate“, „The true endless“ und „Stigmhate“ auf dem Programm stehen. Als Veranstalter des Konzerts tritt „Hiems“ auf, der als Schlagzeuger auch bei „The true endless“ sowie als Bassist bei „Forgotten Tomb“ und als Sänger bei „Dead?“ aktiv ist.

29
Okt
14

Drittes „Hot Shower“-NS-Black Metal-Konzert in Italien

Bereits im dritten Jahr in Folge findet Anfang November ein neonazistisches Black Metal-Konzert der Reihe „Hot Shower“ in Italien statt. Auf dem Programm stehen diesmal die Gruppen „Goatpenis“, „Goatmoon“, „Infernal War“, „Ornaments of Sin“, „Sturmtiger“, „Sigillum Dei Ameth“ und „Morbid Pest“.

Die ersten vier genannten Bands sind Vertreter des nationalsozialistischen Black Metal. Die polnische Gruppe „Infernal War“ ist etwa auch unter dem Namen „Infernal SS“ bekannt. Die Brasilianischen „Goatpenis“ zählen ein Lied mit dem Titel „Zyklon B“ zu ihrem Repertoire, das offenbar ein Loblied auf den Holocaust darstellen soll. Auch „Goatmoon“ aus Finnland machen mit Liedtiteln wie „Aryan beauty“ oder „Aryan evil“ ihre neonazistische Orientierung deutlich. Sie standen schon beim zweiten „Hot Shower“-Konzert am 13. April 2013 gemeinsam mit den Gruppen „Selbstmord“, „Frangar“ und „Menegroth“ auf dem Programm. Beim ersten Konzert am 25. Februar 2012 waren „Der Stürmer“, „Dark Fury“, „Wolfenhords“ und „Army of Helvete“ für den Club „Carlito’s Way“ in Retorbido angekündigt.

"Goatmoon" beim zweiten "Hot Shower"-Konzert 2013 in Mailand

„Goatmoon“ beim zweiten „Hot Shower“-Konzert 2013 in Mailand

„Ornaments of Sin“ aus Frankreich, die für das aktuelle Konzert angekündigt sind, huldigen in ihrem Lied „Inhale Zyklon B“ offenbar dem Giftgas, das in der NS-Zeit zum Massenmord verwendet wurde. Die Gruppe veröffentlichte ihr aktuelles Album im Jahr 2013 bei dem Label „Hammerbund Kunstschmiede“ von Denis Schoner aus Gera. Dieser ist Mitglied der deutschen NS-Black Metal-Band „Totenburg“.

Cover eines Live-Albums von "Goatmoon", 2013

Cover eines Live-Albums von „Goatmoon“, 2013

Die dänischen „Sturmtiger“ beschäftigen sich thematisch mit dem Ersten und Zweiten Weltkrieg, traten bisher aber noch nicht im rechtsextremen Kontext in Erscheinung. Auch die italienischen „Morbid Pest“ und „Sigillum Dei Ameth“ sind als eher „unpolitisch“ einzustufen.

Die Bewerbung des „Hot shower Part 3“-Konzerts, das offenbar in enger Kooperation mit der Gruppierung „Hammerskins“ veranstaltet wird – erfolgt u.a. über eine Facebook-Seite, auf der 1200 Personen eingeladen wurden und rund 400 bis 600 Personen ihr Kommen angekündigt haben. Das Konzert soll in der Gegend von Trezzano sul Naviglio in der Provinz Mailand stattfinden. Zwischen dem Veranstaltungsort und dem Hotel für BesucherInnen, dem „Hotel Europa“ in Rosate, verkehrt ein Festivaltaxi. Das Hotel ist über eine Telefonnummer oder eine eigens eingerichtete Emailadresse, die das Kürzel „88“ enthält, erreichbar. Der Kartenvorverkauf im deutschsprachigen Raum erfolgte wie schon beim letzten Konzert über Hendrik Möbus und seinen Internetversand „Merchant of Death“.

Die Konzertveranstaltung wird von zahlreichen BesucherInnen aus dem deutschsprachigen Raum besucht werden. „Gibt es jemand, der aus Karlsruhe/Stuttgart dem Auto fahrt?“, fragt etwa eine „Alessia“ auf der Facebook-Konzertseite nach. Christoph M. erkundigt sich, ob es einen Bus aus Deutschland gibt. „Wolfsgeist“ aus Wien bietet freie Plätze für die Mitfahrt ab dem Bahnhof Wien-Schwechat an. Eine junge Frau, die eine Mitfahrgelegenheit ab Graz anbietet, beschwert sich auf ihrer Facebook-Seite über Einsparungen im Bereich der Behinderten-Betreuung: „(…) dabei entwickeln wir uns wieder in Richtung NS-Zeit.“

01
Nov
13

Rechtsextremes Fireblade Force-Festival abgesagt

Wenige Tage, bevor morgen, 2. November, im Rahmen des „Fireblade Force Festivals“ im Landkreis Barnim (Brandenburg) mehrere rechtsextreme Black Metal Bands auf der Bühne stehen sollten, wurde das Konzert nun abgesagt. Die Veranstaltung hätte auf einem Gelände im brandenburgischen Finowfurt, das im Besitz der Familie Mann ist, stattfinden sollen. Klaus und Sibylle Mann sowie ihr Sohn Enrico sind seit Jahren in der Neonazi-Szene aktiv. Seit Jahren finden auf ihrem Besitz regelmäßig einschlägige Konzerte statt – die braune Kontinuität bekommt jedoch allmählich Risse:

Nachdem ein für Ende September geplantes Konzert der rechtsextremen Band „Kategorie C“ verboten worden war, wurde nun auch das Black Metal Festival verhindert: „Dank untragbarer Auflagen der Polizei und der Stadt, welche von einem kleinem Festival wie dem unseren aus finanziellen Gründen nicht erfüllbar“ seien, müsse man das Konzert an einen anderen Ort verlegen, hatte Veranstalter Björn Eichhorn noch am 26. Oktober auf Facebook bekannt gegeben. Als Ausweichort wurde in einschlägigen Foren „Nordsachsen“ kolportiert. Drei Tage später folgte jedoch die erste Bandabsage: Die niederländische Gruppe „Funeral Winds“ stornierte ihren Auftritt, weil man vom Veranstalter nicht über den Status quo des Festivals informiert worden sei. Nicht einmal auf Nachfrage habe man eine Antwort erhalten. Einen Tag später sagten auch „Leichenzug“ rund um Frontmann Paul Morgenstern ab. Ende Oktober wurde nun schließlich die endgültige Absage des Festivals bekannt gegeben. Die Polizei habe angekündigt, auch „eventuelle Ersatzveranstaltungen“ „bedingungslos“ aufzulösen. Man habe das Möglichste getan, um die Veranstaltung zu retten. Die „demokratischen Mächte unseres Landes“ hätten den Bemühungen jedoch „einen Strich durch die Rechnung“ gemacht.

Die Verhinderung des Festivals dürfte für Veranstalter Björn Eichhorn eine schwere Niederlage bedeuten: Das Konzert wäre der Versuch gewesen, die seit 2010 stillgelegte Festival-Reihe zu reaktivieren. Bis zum Jahr 2010 hatten insgesamt vier Veranstaltungen unter dem Titel „Fireblade Force Festival“ stattgefunden, bei denen stets rechtsextreme und/ oder neonazistische Bands des Genres am Programm standen.

17
Okt
13

Black-Metal-Festival mit Neonazi-Bands in Finnland

Zahlreiche Bands stehen auf dem Programm des „Black Flames of Blasphemy“-Festivals, das im November im Club „Nosturi“ in Helsinki/ Finnland stattfinden soll. Einige davon gehören dem neonazistischen Flügel der Black Metal-Szene an: „Satanic Warmaster“ (Finnland), „Acherontas“ (Griechenland) und „Inferno“ sind immer wieder bei einschlägigen Neonazi-Konzerten anzutreffen. Auch „Akitsa“ (Kanada) und „Funeral Winds“ (Niederlande) haben Verbindungen in die rechtsextreme Szene. Neben diesen Underground-Bands wird auch die bekannte Band „Marduk“ angekündigt. Die kommerziell erfolgreiche Gruppe tritt neben großen Metal-Veranstaltungen auch bei einschlägig rechten Veranstaltungen auf und hat Kontakte in die rechte Szene. Im Jahr 2010 absolvierte man etwa gemeinsam mit der NS-Black Metal-Band „Ad Hominem“ eine Konzert-Tour in Brasilien. „Marduk“-Schlagzeuger Lars Broddesson und der Frontmann von „Ad Hominem“, „Kaiser Wodhanaz“, veröffentlichten 2012 mit ihrer gemeinsamen Band „The Ascendant“ eine CD. Der dritte im Bunde bei „The Ascendant“ ist Daniel Abrahamsson, der in der Vergangenheit u.a. bei der Neonazi-Band „Blut“ spielte. „Marduk“ haben, wie es scheint, keinerlei Probleme mit rechter Ideologie: Im Frühjahr 2013 traten sie im thüringischen Göllnitz bei dem u.a. von dem Neonazi Sven Zimper veranstalteten „Deathkult Open Air“ neben mehreren rechtsextremen Acts (darunter waren auch hier bereits „Acherontas“) auf. Ende November und im Dezember wollen „Marduk“ schließlich eine Europa-Tour durchführen, die  Auftritte in mehreren Clubs, u.a. in Deutschland und der Schweiz, umfassen soll.

12
Okt
13

Hausdurchsuchung bei Supremacy Through Intolerance

Artikel des antifaschistischen Info-Büros Rhein-Main über eine Hausdurchsuchung bei dem Gießener Black-Metal-Label „Supremacy Through Intolerance“, bei dem in der Vergangenheit u.a. die NS-Black Metal-Band „Eisenwinter“ (Alben „Verkommen, Entartet und Verreckt“ und „Armee der arischen Untoten“) Tonträger veröffentlicht hat: Link




Auf dieser Seite gehts darum, rechtsextreme und neonazistische Aktivitäten in der Metal- und Neofolk-Szene sowie in anderen Subkulturen aufzuzeigen und über einschlägige Bands, Labels usw. aber auch über antifaschistische Gegenaktivitäten zu informieren.

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