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Konzert mit rechten Bands in Winterthur (Schweiz)

Vergangenen Samstag, 12. Jänner, fand – offenbar in der Diskothek „Lightfire“ – im Schweizerischen Winterthur ein von dem Label „Zerstörungskraft Propaganda (ZKP)“ veranstaltetes Black Metal-Konzert mit den Bands „Uthark“, „Wacht“ und „Hån“ statt. Die Veranstaltung wurde zwar offen beworben, nicht ohne Grund wurde der Veranstaltungsort jedoch bis wenige Stunden vor dem Konzert geheim gehalten. „Steynsberg“, Sänger des Zwei-Mann-Projekts „Wacht“, ist als Bassist auch bei dem neonazistischen Black-Metal-Projekt „Menegroth“ aktiv, bis 2012 spielte er bei der ebenso braun orientierten Gruppe „Freitod“. Zahlreiche Tonträger von „Wacht“ wurden von ZKP veröffentlicht, die jüngste Veröffentlichung erschien bei dem Neonazi-Label und -Versand „Bergstolz“ aus dem Schweizerischen Hinwil. Aus gegebenem Anlass wollen wir „Bergstolz“ einige Zeilen widmen: Die Homepage des Labels ist auf den Namen Lukas Surbeck registriert. Interessanterweise wird die Postfachadresse von „Bergstolz“ auch von einem regionalen „Haustechnik-Verband“ als Kontaktmöglichkeit angegeben. Eine Person, die möglicherweise mit dem Labelbetreiber ident ist, scheint auch als stellvertretender Geschäftsführer und Betriebsleiter eines Maschinenherstellers in Hinwil auf. Mit seinem dem Label angeschlossenen Internetversand „Bergstolz“ hat sich Surbeck auf den Vertrieb von bekannten neonazistischen Black-Metal-Bands wie „Der Stürmer“, „Absurd“, „Eisenwinter“ und „Ad Hominem“ spezialisiert und praktiziert dies seit Jahren offenbar völlig ungestört. Im Februar 2010 sollte ein von Surbecks Label organisiertes Konzert mit der französischen NS-Black Metal-Band „Ad Hominem“ in einem Jugendzentrum in Biel stattfinden, dieses konnte jedoch – zumindest an diesem Ort – verhindert werden.

Die ebenfalls für den vergangenes Wochenende stattgefundenen Konzertabend in Winterthur angekündigte deutsche Gruppe „Uthark“ bezeichnet ihre Musik selbst als „War Black Metal“ und will mit Rassismus und Fremdenhass nichts zu tun haben. Bereits im Jahr 2008 war sie jedoch für ein gemeinsames Konzert mit einer neonazistischen Band angekündigt, die Veranstaltung wurde damals verhindert. Die neuerliche Beteiligung an einer Konzertveranstaltung mit einschlägig bekannten Musikern lässt „Uthark“ in einem noch dubioseren Licht erscheinen und lässt den Schluss zu, dass es sich zumindest um eine der zahlreichen Grauzonen-Bands aus dem Spektrum des Black Metal handelt.


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