Archiv für September 2012

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Waffenträger Luzifers (D) – Bandbeschreibung

Die deutsche Band „Waffenträger Luzifers“ wurde 2007 gegründet, ihre beiden Mitglieder nennen sich „Totenwache“ und „Holocaust“. Weitere Bands, in denen die beiden aktiv sind, heißen „Fatal Prophecy“, „Prosatanos“ und „Redreom“. Ihren ersten Tonträger nahmen „Waffenträger Luzifers“ unter dem Titel „Pure Black Metal Holocaust“ gemeinsam mit „Prosatanos“ und „Redreom“ auf. Ein Lied der letztgenannten Band auf der CD hieß etwa „Meine Vision – Totaler Krieg“. Auch „Waffenträger Luzifers“ liebäugeln mit dem braunen Flügel der Black-Metal-Szene. Für den 3. März 2012 war die Gruppe etwa bei einem Konzert im Neonazi-Lokal „Zur Deutschen Eiche“ in Rothenburg angekündigt. Ebenfalls auf dem Programm standen die einschlägigen Bands „Infernal War“ und „Racial Purity“ – Veranstalter war der Neonazi Hendrik Möbus bzw. seine Konzertagentur „Totentanz Konzerte“ (siehe Flyer).

Am 26. Mai 2012 stand die Band auf dem Programm eines Konzerts in Wasungen – gemeinsam mit der NS-Black Metal-Bands „Permafrost“.

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05
Sep
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Rechtsextreme Black-Metal-Band „Horna“ auf Europa-Tour

Im September des Jahres befindet sich die rechtsextreme finnische Black Metal-Band „Horna“ wieder auf Europa-Tournee. Die Konzertreise soll diesmal u.a. durch Deutschland, Belgien, Frankreich und Slowenien führen. „Horna“ zählen zum extrem rechten Rand der Black Metal-Subkultur. Frontmann Ville Pystynen alias „Shatraug“ bekannte sich in der Vergangenheit zur nationalsozialistischen Ideologie, grüßte mit rechtsextremen Codes, spielt(e) in in verschiedenen neonazistischen Musikgruppen und vertreibt/ produziert über sein Label „Grievantee Productions“ einschlägige Tonträger. Im Jahr 2010 wurden nach antifaschistischen Protesten mehrere Auftritte von „Horna“ im deutschsprachigen Raum abgesagt.

Die aktuelle Tour wird von „W.T.C. Productions“, dem Label des Schlagzeugers der NS-Black Metal-Band „Absurd“, Sven Zimper und „MetalKommand Concerts“ organisiert. „W.T.C.“ ist das Label der auftretenden Bands „Horna“ sowie „Tortorum“. Der Schlagzeuger der im Jahr 2010 gegründeten Gruppe „Tortorum“ spielte zuvor in zahlreichen neonazistischen Bands wie „Thunderbolt“, „Veles“ und „Swastyka“. Auftritte der Bands sollen u.a. im „Slaughterhouse“ Berlin, „From Hell“ Erfurt, „Helvete“ Oberhausen (D), „Zaal Dizie“ Roeselare (Belgien), „Floride“ Nantes (F), Glazart“ Paris, „Carlitos Way“ Retorbido (Italien), „Novo Gorica“ Mostovna (Slowenien), „VFRR Clubhaus“ Großerlach (D) und „Matrix“ in Prag stattfinden.

05
Sep
12

Konzert mit NS-Black-Metal-Bands in Linz (Oberösterreich)

Nachdem erst kürzlich der Auftritt mehrerer rechtsextremer Black Metal-Bands bei einem Konzert in Oberösterreich verhindert wurde, ist nun bereits die nächste einschlägige Veranstaltung – diesmal mit offen neonazistischen Gruppen im selben Bundesland geplant. Unter dem Motto „Triumphant Return of Blackness“ sollen Anfang Dezember im „Cembrankeller“ in Linz neben mehreren unpolitischen Gruppen auch zwei NS-Black Metal-Bands auf dem Lineup stehen. Es handelt sich um die ukrainischen Bands „Khors“ und „Reusmarkt“ (siehe dazu im Folgenden). Einer der Veranstalter, „Boronian Sturmfels“, betreibt unter dem Namen „Garden of Grief“ selbst ein Black-Metal-Soloprojekt, das ebenfalls auftreten soll. Mit diesem Soloprojekt coverte „Boronian Sturmfels“ auch Lieder von mehreren Neonazi-Bands. (1a) Der „Cembrankeller“, in dem die Veranstaltung stattfinden soll, liegt in einer Stollenanlage, die 1944/45 von Häftlingen des Außenlagers Linz II des Konzentrationslagers Mauthausen zu Luftschutzkellern ausgebaut wurde. (1b)

Die aus der Ukraine stammende Band „Khors“ hat enge Kontakte in die neonazistische Black Metal-Szene. In einem Interview im Jahr 2011 mit der rechtslastigen Szene-Postille „A-Blaze“ zu ihren Verbindungen zu [National Socialist Black Metal-]Bands wie „Nokturnal Mortum“ und „Hate Forest“ befragt, gibt die Gruppe an: „Als Khors 2004 gegründet wurde, hatte niemand von uns eine Verbindung zu den von dir erwähnten Bands. Aber mittlerweile hast du recht, was die sogenannte „Künstlergemeinschaft“ betrifft, weil die Burschen von diesen Bands wirklich alte Freunde von uns sind, speziell jene von Drudkh/Hate Forest, Nokturnal Mortum und Reusmarkt. Wir treffen sie regelmäßig in der Musik und im normalen Leben.“ (1c) „Khors“ selbst betonen in Interviews, dass sie keinen Bezug zu politischem Extremismus haben und behaupten, eine „unpolitische“ Band zu sein. Der Großteil der Bandmitglieder blickt jedoch auf eine Vergangenheit in einschlägigen Musikgruppen zurück, auch die Verbindungen zum braunen Flügel der Black Metal-Szene wurden – wie im aktuellen und oben zitierten Interview nachzulesen, nicht beendet. Der Schlagzeuger von „Khors“ spielte mehrere Jahre lang bei der Neonazi-Band „Hate Forest“. Darüber hinaus war er – wie auch der Bassist von „Khors“, bei einer Band mit dem Namen „Astrofaes“ aktiv. (2) „Astrofaes“ sind neben neonazistischen Bands wie „Der Stürmer“ oder „Aryan Terrorism“ auf einem im Jahr 2000 veröffentlichten Sampler mit dem Titel „N.S. Black Metal – Der Sieg ist unser“ vertreten. (3) Der Gitarrist von „Khors“ wirkte bei der NS-Black Metal-Band „Runes of Dianceht“ mit (4), die ebenso auf dem erwähnten Sampler zu finden ist. (5) Bei zahlreichen Veröffentlichungen von „Khors“ half Alexei Gorbov, der auch bei der bereits erwähnten Gruppe „Astrofaes“ und den Neonazi-Bands „Nokturnal Mortum“ sowie„Aryan Terrorism“ [hier unter dem Pseudonym „SS“] mitwirkte, aus. (6) 2005, 2006, 2009 und 2010 erfolgten Auftritte von „Khors“ beim neonazistischen „Kolovorot“-Festival in Kharkiv/ Ukraine, das laut der rechtsextremen Online-Seite „metapedia.org“ ein „Black Metal, Pagan Metal und NSBM Musik-Festival“ ist. (7)

Auf ihrer „Myspace“-Seite erzählt die ebenfalls aus der Ukraine stammende Band „Reusmarkt“ über ihre Geschichte: „[1998] nahm die Band ihr erstes Album […] auf. Es erschien nur im MC Format bei dem nun inaktiven Label ‚Arian Sturm‘ [Sic, eigentlich: „Aryan Sturm Prod.“ – „Arischer Sturm Produktionen“].“ (8) In den Jahren 2007, 2008, 2009 und 2010 traten „Reusmarkt“ beim bereits erwähnten „Kolovorot Fest“ auf. (9) Seit 2001 treten bei dieser Veranstaltung alljährlich szene-intern bekannte Neonazi-Bands aus dem Spektrum des „Black“ und „Pagan Metal“ auf. „Reusmarkt“ sind ebenso auf dem erwähnten NSBM-Sampler „Der Sieg ist unser“ vertreten. (10)

In einem Interview im Jahr 2008 nach seiner Meinung über die Notwendigkeit von Politik in der Musik bzw. zur ihrem Verhältnis zur NSBM (Nationalsozialistischer Black Metal)-Szene befragt, antwortet der „Reusmarkt“-Frontmann: „Es gibt sicher einen politischen Einfluss auf unsere Weltanschauung, jedoch findet man ihn nicht in unseren Liedtexten. Vielleicht werden wir uns zukünftig entscheiden, ihn einzubeziehen. […] Ich halte NSBM für eine enorme Notwendigkeit. Für manche ist es so essentiell wie Brot und Wasser und es gibt einige, die seine Schaffung sichern müssen. Jedem das Seine. In jeglicher Form ist NSBM nur ein weiterer Schlag in der Schlacht für das Individuum, und ich bin dafür.“ (11)

1a. „The Vampyric Tyrant“ von „Satanic Warmaster“, „Glemselens Elv“ von „Burzum, „The Art of Schizophrenia“ von „Ad Hominem“
1b. http://www.linz09.at/de/kulturhauptstadt/news/archiv/artikel/1885827/mauthausen.html
1c. khors.info/en/band/interview/:189/
2. http://www.metal-archives.com/artists/Khaoth; http://www.metal-archives.com/artists/Khorus/24182
3. wotanmituns.blogspot.co.at/2010/10/der-sieg-ist-unser-vol-1-compilation.html
4. http://www.metal-archives.com/artists/Helg/33725
5. wotanmituns.blogspot.co.at/2010/10/der-sieg-ist-unser-vol-1-compilation.html
6. http://www.metal-archives.com/artists/Saturious/408
7. en.metapedia.org/wiki/Kolovorot_Fest
8. http://www.myspace.com/reusmarkt
9. en.metapedia.org/wiki/Kolovorot_Fest
10. wotanmituns.blogspot.co.at/2010/10/der-sieg-ist-unser-vol-1-compilation.html
11. breidablik-zine.narod.ru/interviews/reusmarkt_eng.html