Archiv für September 2010

11
Sep
10

NS-Black Metal-Konzerte in Tschechien und Deutschland

Mehrere Konzerte mit NS-Black Metal-Bands in Deutschland und Tschechien werden für den Herbst angekündigt – als Veranstalter tritt jeweils der Neonazi Hendrik Möbus  (ehemaliger Schlagzeuger der NSBM-Band “Absurd”) bzw. seine Eventagentur “Totentanz Konzerte” auf.

Im September sollen in der Neonazi-„Erlebnisscheune“ in Kirchheim (Thüringen) die NSBM-Bands „Sekhmet“ und „Inferno“ sowie die Gruppen „Koltum“ und „Askeregn“ auftreten. Die Live-Besetzung der letzten Band besteht aus Mitgliedern diverser Neonazi-Bands wie „Permafrost“, „Annihilation 666“ und „Sekhmet“. Im Oktober folgt ein weiteres Konzert mit der Neonazi-Band „Acherontas“ (vormals „Stutthof“) sowie den Gruppen „Huldrefolk“ und „Infernal Kingdom“.

Ebenfalls im Oktober sollen an zwei nacheinander folgenden Tagen Neonazi-Konzerte im Restaurant „Lidovy Dum“ in Zatec stattfinden. Bereits 2009 gingen dort einschlägige Veranstaltungen über die Bühne. Im Mai 2009 traten „Ad Hominem“ auf, für ein Konzert im November 2009 waren u. a. die Gruppen „Goatmoon“ und „Sekhmet“ angekündigt. Auch diesmal stehen bekannte Vertreter des braunen Black Metals auf dem Programm: Die polnische Band „Dark Fury“, die zum ersten Mal live auftreten soll, gehört der „Pagan Front“, einem Zusammenschluss neonazistischer Black Metal-Bands und -Labels, an. Die Band-Mitglieder sind/waren in anderen einschlägigen Gruppen wie „Thor’s Hammer“, „Ohtar“ und „Thunderbolt“ aktiv. Mit der Abbildung eines Hakenkreuzes und eines „White Power“-Symbols am Cover eines gemeinsam mit der Gruppe „Thor’s Hammer“ veröffentlichten Tonträgers bekannten sich „Dark Fury“ bereits im Jahr 2000 offen zum Nationalsozialismus.

Cover des im Jahr 2000 veröffentlichten Split-Tonträgers von “Dark Fury” und “Thor’s Hammer”

Liedtitel wie „Aryan glory“ und „Final solution“ deuten ebenfalls auf den neonazistischen Charakter der Band hin. Die tschechische Band „Slunovrat“ sollte bereits im Mai 2009 mit „Ad Hominem“ in Zatec auftreten, sie spielten dann jedoch nicht. Nun soll dies offenbar nachgeholt werden. Die tschechischen „Dark Earth“ – ebenfalls der „Pagan Front“ nahestehend – spielten offenbar im April 2010 gemeinsam mit den RAC-Bands „Aryan Hope“ und „Nordglanz“ im sächsischen Geheege.

Einen Tag nach dem Konzert von „Dark Fury“ und den anderen genannten Bands sollen die hinlänglich bekannten „Nokturnal Mortum“ ebenfalls in Zatec auftreten. Unterstützt wird die Gruppe durch die ungarische NS-Band „Heldentod“, die französischen „Mortifera“ (https://fightfascism.wordpress.com/2009/01/18/neonazi-band-bei-konzert-in-speyer/) (laut Eigenaussage „keine tolerante und humanistische Black Metal Band“ sondern „(…) anti-amerikanistisch, homophob, rassistisch, intolerant (…)” und die finnischen „Total Selfhatred“.




Auf dieser Seite gehts darum, rechtsextreme und neonazistische Aktivitäten in der Metal- und Neofolk-Szene sowie in anderen Subkulturen aufzuzeigen und über einschlägige Bands, Labels usw. aber auch über antifaschistische Gegenaktivitäten zu informieren.

Follow me on Twitter

Blog Stats

  • 788,160 hits

RSS dokumentationsarchiv

  • Parteibüro der Grünen attackiert
    Das Büro der grünen Abgeordneten Clara Herrmann in Friedrichshain ist in der Nacht zu Montag attackiert worden. Die Scheiben des Büros wurden mit Gegenständen beworfen und beschädigt, teilte die Polizei mit. Der Staatsschutz ermittelt. Clara Herrmann, 1985 geboren, war bis 2011 jüngste Abgeordnete im Landesparlament. Sie engagiert sich für Kinder und Jugendl […]
  • Grabstein von Luise Albertz in Oberhausen geschändet
    Unbekannte haben Hakenkreuze auf den Grabstein der ehemaligen Oberhausener Oberbürgermeisterin Luise Albertz geschmiert. Der Staatsschutz ermittelt. Drei Hakenkreuze sind auf dem Grabstein der Ruhestätte von Luise Albertz auf dem Liricher Westfriedhof zu sehen. Ein Leser entdeckte die Kreide-Schmierereien, die auch der Regen am zweiten Pfingstfeiertag nicht […]

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 27 Followern an