Archiv für Mai 2010

29
Mai
10

Heute: Neonazi-Konzert im Großraum Riesa (Sachsen)

Laut uns vorliegenden Informationen soll heute Abend im Großraum Riesa ein Neonazi-Konzert mit den Bands „Confident of Victory“, „Burn Down“, „Sachsonia“ und „Priorität 18“ stattfinden. Der Treffpunkt für das Konzert wird unter einer Info-Nummer bekanntgegeben: Der Treffpunkt der Nazis ist offenbar der Parkplatz der Kriegsgräberstätte/ des Heidefriedhofes in Dresden, zwischen 19.30 und 20 Uhr.

„Confident of Victory“ mit den Olsen-Twins des Grauens „Prussian Blue“ beim neonazistischen „Hammerfest“ 2005 (Bild-Quelle: Turnitdown.de)

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22
Mai
10

Konzert mit Neonazi-Band „Totenburg“ in „Mitteldeutschland“

„Ein Tanz in die Endzeit“ lautet der Titel eines konspirativ beworbenen Neonazi-Konzertes, das am 29. Mai in „Mitteldeutschland“ stattfinden soll. Auf dem Programm stehen die Bands „Totenburg“ (Thüringen), „Stolthet“ (Sachsen), „Heldgard“ (Schmalkalden, Thüringen) und „Isolfur“ (Thüringen).

Der Headliner des Abends, die Neonazi-Band „Totenburg“, wird unter dem Titel des 2009 bei „Nebelfee Klangwerke“ veröffentlichten Albums „Endzeit“ angekündigt. Die Gruppen „Isolfur“ und „Heldgard“ traten in der Vergangenheit schon mehrmals in Zusammenhang mit Neonazi-Konzerten in Erscheinung. Am 07. Februar 2009 spielten „Isolfur“ etwa in der „Alten Skatklause“ in Zeitz zusammen mit den NS-Bands „Todfeind“ und „Annihilation 666“. Anfang Juni 2009 war ein Konzert von „Isolfur“ gemeinam mit „Nordglanz“ und „Blutrache“ – wieder in der „Alten Skatklause“ in Zeitz – angekündigt. Am 26. Juni 2009 folgte ein Konzert im „Gleis 3“ (Annaberg-Buchholz) zusammen mit der Band „Sekhmet“, die ebenfalls neonazistische Gruppe „Kroda“ hatte kurzfristig absagen müssen.

Die Gruppe „Heldgard“ spielte am 31. Jänner 2010 in der Nazi-„Erlebnisscheune“ in Kirchheim, die NS-Black Metal-Band „The Call“ (Ad Hominem) durfte bei dem von Hendrik Möbus organisierten Konzert nicht wie geplant auftreten. Am 09. August 2009 traten „Heldgard“ gemeinsam mit den NS-Bands „Leichenzug“ und „Permafrost“ im „Gleis 3“ in Annaberg-Buchholz auf. Die Band „Stolthet“ trat bisher kaum öffentlich in Erscheinung. Auf dem Ankündigungsflyer wurden die „Schwarzen Sonnen“ aus den Fahnen, die das Bandlogo ergänzen, vorsichtshalber entfernt. Die Gestaltung von Tonträger-Covers und Liedtiteln der Band ist klar am Nationalsozialismus orientiert: So heissen zwei Lieder „Zäh wie Leder“ und „Für ein reines Reich“.

Bandlogo von „Stolthet“

Posieren mit Springerstiefeln – „Stolthet“

Cover eines Demo-Tonträgers – in Nazi-Ästhetik

Um Probleme mit Behörden schon vorab zu vermeiden, versucht man sich mit folgendem Absatz in der Einladung abzusichern: „ACHTUNG: ES HANDELT SICH HIER UM EINE GESCHLOSSENE FEIER UND KEINE ÖFFENTLICHE VERANSTALTUNG,SOMIT WERDEN DIE PFORTEN DER UNTERWELT VERSCHLOSSEN BLEIBEN,WENN IHR KEINE PERSÖNLICHE EINLADUNG VORLEGEN KÖNNT,DA GIBT ES KEIN WENN UND ABER !!!“ Die Einladungen werden erst am Tag des Konzertes per Email versendet.

03
Mai
10

Sänger von „Hauptkampflinie“: Ausstieg aus der Neonazi-Szene

Der ehemalige Sänger der 1996 gegründeten und 2009 aufgelösten Neonazi-Band „Hauptkampflinie“, Oliver Podjaski, ist laut Oire Szene aus der rechtsextremen Szene ausgestiegen. Podjaski warnt in seiner Stellungnahme junge Menschen ausdrücklich davor, den selben falschen Weg wie er einzuschlagen. Weiterlesen