Archiv für März 2010

14
Mär
10

Misserfolgs-Serie für Hendrik Möbus

Es läuft nicht gut für Hendrik Möbus und seine Konzertagentur „Totentanz Konzerte“ – dabei hatte das Jahr 2009 so gut geendet. Zwei Konzerte im November und Dezember – jeweils mit extrem rechten Black Metal Bands – konnten in der Nazischeune in Kirchheim problemlos über die Bühne gehen. Weil es so gut klappte, kündigte Möbus fürs neue Jahr gleich drei weitere Konzerte an (siehe hier). Jedoch schon das erste Konzert im Jänner 2010 mit der französischen NSBM-Band „Ad Hominem“, die unter dem Projektnamen „The Call“ auftreten sollte, wurde von der Polizei verhindert. Um dies bei den beiden für Februar und März angekündigten Konzerten nicht auch zu erleiden, kündigte Möbus die Konzerte als „geschlossene Veranstaltungen“, für die man eine persönliche Einladung benötigte, an. Das Konzert im Februar – die polnische Band „North“ sollte auftreten, wurde offenbar aufgrund von „Schwierigkeiten bei der Suche nach Bands“ und „mangelnde[m] Interesse bei den Fans“ abgesagt. Und gestern Abend, 13. März, wurde nun auch das Konzert mit den polnischen Bands „Infernal War“, „Iperyt“ und „Ignis Uranium“ von der Polizei verhindert. Im Forum des rechtsextremen Labels „Christhunt Productions“ ist man ziemlich angepisst: „So langsam gehen mir die Bullen tierrisch auf den Sack, am Ortseingang wird man rausgewunken denkt an nichts böses(normale kontrolle wie immer halt) und bekommt sofort nen Platzverweis mit den Hinweis die Veranstaltung findet nicht statt…..“[Fehler im Original].

08
Mär
10

Extrem rechte BM-Bands “Horna” und “Angantyr” auf Europa-Tour

Die finnische Band „Horna“ befindet sich im März 2010 auf Europa-Tour. Auch in Deutschland und Österreich sind mehrere Auftritte geplant. Obwohl bereits hinlänglich bekannt sein dürfte, dass die Band sich im rechtsextremen/ neonazistischen Flügel der Black Metal-Szene bewegt, stellt dies für die Verantwortlichen der veranstaltenden Clubs offenbar kein Problem dar. Ville Pystynen, Frontmann der Band, ist bekennender „Nationalsozialist“ und vertreibt und produziert mit seinem Label „Grievantee Productions“ neonazistische Tonträger. Dazu kommen zahlreiche Plattenproduktionen von „Horna“ bei einschlägigen Labels oder gemeinsam mit neonazistischen Musikgruppen, z. B. mit „Legion of Doom“ und „Sacrificia Mortuorum“.

T-Shirt der Band “Legion of Doom” – Spielgefährten von “Horna”

Auftritte von „Horna“ sind am 18. März in der „Markthalle“/“Marx“ in Hamburg, am 19. März im „Helvete“ in Oberhausen, am 24. März im „N8“ in Osnabrück, am 25. März im „Metropolis“ in München, am 26. März im „Club Wind“ in Zwönitz und am 29. März im Club „Szene“ in Wien geplant.

In der Vergangenheit wurden Konzerte mit “Horna” bereits abgesagt, nachdem die VeranstalterInnen über die Hintergründe der Band informiert wurden, so z. B. bei einer “Horna”-Tour im Jahr 2006 zwei Konzerte in Littau (Schweiz) und Bremen.

Unterstützt bei der aktuellen Tour werden „Horna“ von der dänischen Band „Angantyr“. Auch der Frontmann dieser Band fiel in der Vergangenheit durch seine menschenverachtende und antisemitische Ideologie auf: In einem Interview auf seine Zukunftvisionen angesprochen, gab er zur Antwort, dass jeder sehen könne, wohin sich die Welt entwickle, “mit all den Juden-kontrollierten multirassischen multinationalen Firmen, die den letzten Tropfen reinen Blutes aus der Welt saugen”. Man habe jetzt dagegen aufzustehen. Auch der Frontmann der Band “Taake”, Ørjan Stedjeberg, die ebenfalls bei den Konzerten auftreten soll, scheint dubiose Ansichten zu haben. Nachdem er 2007 bei einem Konzert in Essen mit einem auf die Brust aufgemalten Hakenkreuz aufgetreten war, was zu einem entsprechenden Aufschrei in der Metal-Szene führte, distanzierte er sich wortreich vom Neonazismus. Nun geht seine Band gemeinsam mit extrem rechtslastigen Bands auf Europatour.




Auf dieser Seite gehts darum, rechtsextreme und neonazistische Aktivitäten in der Metal- und Neofolk-Szene sowie in anderen Subkulturen aufzuzeigen und über einschlägige Bands, Labels usw. aber auch über antifaschistische Gegenaktivitäten zu informieren.

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