Archiv für Januar 2010

28
Jan
10

Rechte Black Metaller rächen sich an Abtrünnigem

Selten gab es soviel Aufregung im Forum des rechten Black Metal-Versandes „Christhunt Productions“: Einer der ihren hat es gewagt, sich von ihnen abzuwenden. Es geht um Philipp S., Sänger der Pagan Metal Band „Varg“. S. trat in der Vergangenheit als Veranstalter des nicht unumstrittenen Black Metal/ Pagan Metal-Festivals „Wolfszeit“ auf. Für das diesjährige „Wolfszeit“-Festival hat S. Regeln ausgegeben, die ihn im braunen Flügel der Szene schwer in Verruf gebracht haben. So fordert er „keine Toleranz gegenüber Nazis“ und nennt auf der Homepage des Festivals eine ganze Liste von Neonazi-Bands, deren T-Shirts und Musik bei dem Festival nicht geduldet werden. Dies war Stein des Anstoßes für zahlreiche Forenmitglieder im CHP-Forum, zu einem groß angelegten Boykott der Band aufzurufen. Zahlreiche Metal-Foren wurden mit Einträgen versehen und sogar mehrere Blogs entsprechend gestaltet, um die Band „Varg“ in Verruf zu bringen. Auch gegen die verhasste kommerzielle Metal-Szene, die sich großteils von den Neonazis distanziert, wird heftigst gefeuert. Man bedient sich sogar den angeblichen Methoden der ebenfalls verhassten „Antifa“ und bezichtigt Philip S., ein Neonazi zu sein. Auch der Versuch, antifaschistische Initiativen vor den Karren der braunen Boykottaufrufer zu spannen, wurde unternommen. Ganz abgesehen davon, ob die Anschuldigungen tatsächlich den Tatsachen entsprechen, zeigt sich an diesem Beispiel sehr deutlich, wie die braune Szene mit Abtrünnigen umgeht: Wer es wagt, sich von der ewig gestrigen Ideologie zu verabschieden, wird mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpft. Die rechten Recken sind entsetzt ob solcher Dreistigkeit und fordern Rache: „Tja jeder bekommt irgendwann das was er verdient! Und die haben mehr als nur nen lausigen Artikel verdient. (…) Ich kenn das Arschloch noch von angeblichen NSBM konzerten usw. ich bin gespannt evtl. sieht man sich ja mal wieder…dann kann er mal gegen Rechts kämpfen“, meint etwa „Porcus“, Frontmann der Neonazi-Band „Permafrost“ über Philipp S. Auch andere wollen sich gewaltsam rächen: „Auf jeden Fall sollten den Worten Taten folgen, wenn man die Bande mal zu fassen kriegt“, schreibt ein anderes Foren-Mitglied. Neonazi-Versandhausbetreiber Hendrik Möbus – bekannter unter dem Titel „Satansmörder von Sondershausen“ – trauert offenbar alten Zeiten nach: „Was waren das noch für Zeiten, als im Black Metal ein Disput mit einem Messerkampf im Treppenhaus entschieden wurde…“

17
Jan
10

Russische NSBM-Band „Temnozor“ spielt bei „Blood and Honour“-Konzert

Entgegen der ursprünglichen Ankündigung trat die russische NS-Black-Metal-Band am Samstag, 16. Jänner, nicht im Club „Pitch Black“ in Niederkrüchten (NRW) auf, sondern spielte gemeinsam mit mehreren Neonazi-Bands bei einem von „Blood and Honour Vlaanderen“ organisierten Konzert. Dies unterstreicht einmal mehr die offen neonazistische Orientierung der Band, die in den letzten Wochen von vielen strikt geleugnet wurde. Neben „Temnozor“ traten die Bands „Blind Justice“ (Italien), „Libertin“ (Deutschland), Strijdgeest (NSBM, Niederlande) und „Project Chaos“ auf.

Flyer für „B & H“-Konzert – u.a. mit „Temnozor“

In den letzten Wochen konnte die NS-Black Metal-Band „Temnozor“ mehrere erfolgreiche Konzerte absolvieren: in Ungarn, Polen und Tschechien. Ein geplanter Auftritt in der Slovakei wurde ebenso wie das Konzert in den Niederlanden verhindert, der Auftritt in Ungarn musste vom ursprünglichen Veranstaltungsort (einem Punk-Club) in einen anderen Club verlegt werden. Einen Tag vor dem Auftritt beim „Blood and Honour“-Konzert war auch ein Auftritt in Annaberg-Buchholz, Deutschland, geplant.

Links zum Thema:

15
Jan
10

Zwei Konzerte der NSBM-Band „Temnozor“ in Deutschland

Update 17.01.10: Das Konzert am Samstag fand nicht – wie ursprünglich angekündigt – in Niederkrüchten statt. Informationen zu einem Treffpunkt vor dem Konzert konnten vorab über eine Emailadresse erfragt werden. Der Auftritt von „Temnozor“ wurde mit einem von „Blood and Honour“ Vlaanderen organisierten RAC- bzw. NSBM-Konzert zusammengelegt. Einmal mehr unterstreicht dies die offen neonazistische Einstellung der Gruppe „Temnozor“, die in den letzten Wochen von zahlreichen Personen (u. a. vom Konzertveranstalter in Roermond) geleugnet wurde. Bei dem „Blood and Honour“-Konzert traten auch die Bands „Blind Justice“ (Italien), „Libertin“ (Deutschland), Strijdgeest (NSBM, Niederlande), „Project Chaos“ auf.

Gleich zwei mal wird die NS-Black-Metal-Band „Temnozor“ in den nächsten Tagen in Deutschland auftreten: Heute abend ist ein Auftritt im Club „Gleis 3“  (Annaberg-Buchholz, Sachsen) von Stev Lippold und Björn Eichhorn geplant.  Das Konzert dürfte wieder einmal problemlos stattfinden können – im „Gleis 3“ stellt sich in den letzten Monaten mehr und mehr eine Regelmässigkeit ein, was die Auftritte von szene-intern bekannten Neonazi-Bands betrifft.

Morgen abend soll ein Konzert im Club „Pitch Black“ in Niederkrüchten (Nordrhein-Westfalen) nahe der holländischen Grenze stattfinden. Ursprünglich war für diesen Termin ein Konzert im nur 20 km von Niederkrüchten entfernten Roermond (Niederlande) geplant, dieses wurde jedoch vom Veranstaltungsort (einem Kulturzentrum) abgesagt, nachdem der Bürgermeister der Gemeinde eine Prüfung der Band durch den örtlichen Staatsschutz angeordnet hatte. Dem vorangegangen war eine breite mediale Berichterstattung, die in Deutschland – wo derlei Konzerte alltäglich sind und meist totgeschwiegen werden – wohl unvorstellbar wäre. Die Konzerte sind Teil einer Europa-Tour der Band „Temnozor“, die in zahlreichen Neonazi-Foren angekündigt wurde.

11
Jan
10

Von Toten-Tänzen, Erlebnisscheunen und anderem braunen Mief

Update, 01. Februar 2010: Nach dem Misserfolg vom Wochenende versucht Hendrik Möbus nun bei zukünftigen Veranstaltungen in der Nazischeune in Kirchheim vorsichtiger vorzugehen: Für die beiden Konzerte im Februar und März – bei einem soll etwa die NS-Black Metal-Band „Infernal War“ auftreten (siehe Text unten) – kündigt er an, dass es sich um eine „geschlossene Veranstaltung für geladene Gäste“ handele. Wie sich eine geschlossene Veranstaltung mit einer für jeden zugänglichen öffentlichen Ankündigung bzw. Bewerbung auf zahlreichen Internetseiten und in ebensovielen Foren vereinbaren lässt, lässt Möbus offen.

Update, 31. Jänner 2010: Misserfolg für Hendrik Möbus: Der Auftritt von „Kaiser Wodhanaz“, Frontmann der Neonazi-Band „Ad Hominem“, der in Kirchheim unter dem Projektnamen „The Call“ erfolgen sollte, wurde von der Polizei durch kurzfristige Auflagen verhindert. Somit fiel der Headliner weg, übrig blieben  nur noch die deutschen Bands „Svarog“ und „Heldgard“.

Hendrik Möbus, der „Satansmörder von Sondershausen“ und ehemalige Schlagzeuger der NS-Black Metal-Band „Absurd“ hat gefunden, wonach er wohl lange gesucht hat: Einen Ort, an dem er regelmäßig und ungestört seine – ausschließlich für braunes Auditorium vorgesehenen – Black Metal-Konzerte veranstalten kann. Es handelt sich um die „Erlebnisscheune“ in der 59-EinwohnerInnen-Gemeinde Kirchheim im Ilm-Kreis, Thüringen. 2009 sollen dort zumindest zehn Neonazi-Veranstaltungen stattgefunden haben. Mindestens zwei davon führte Möbus – unter dem Pseudonym „Totentanz Konzerte“ – durch. Es handelte sich jeweils um Konzerte mit rechtsextremen Musikgruppen.

Am 7. November 2009 spielten die Gruppen „Sekhmet“, „Goatmoon“ und „Sturmkaiser“. Der Sänger der letztgenannten Band, die sich selbst als „unpolitisch“ definiert, trug bei dem Auftritt ein T-Shirt mit mehreren SS-Runen. Am 19. Dezember trat die französische Band „Celestia“ mit Unterstützung der deutschen Gruppen „Moredhel“ und „Dark Armageddon“ auf. Beide Konzerte konnten ohne Probleme über die Bühne gehen – für Möbus keine Selbstverständlichkeit. Das vermutlich erste – nach seiner Haftentlassung 2007 – von ihm geplante Konzert schlug fehl: Der Auftritt der französischen Band „Frangar“ in einem Club in Prenzlau Ende November 2008 konnte nicht stattfinden. Hingegen konnte im Mai 2009 ein Konzert mit mehreren braunen Szenegrößen wie „Eisenwinter“, „Menegroth“, „Dead?“ („Ad Hominem“) und „Sekhmet“ in Sachsen problemlos durchgeführt werden. Auch kürzlich musste Möbus wieder einen herben Rückschlag einstecken: Rund zwölf Tausend rechtsextreme CDs und Schallplatten aus seinem „Merchant of Death“-Versand bzw. „Darker than Black“-Label wurden im Oktober 2009 polizeilich beschlagnahmt.

„Sturmkaiser“-Sänger mit SS-Runen

Im neuen Jahr möchte Möbus offenbar kräftig durchstarten: Gleich drei Konzerte in der „Erlebnisscheune“ kündigt er für das Frühjahr 2010 auf seiner „Myspace“-Seite an: Bei dem ersten Konzert im Jänner soll die französische Band „The Call“ rund um den Frontmann „Kaiser Wodhanaz“ des Neonazi-Projektes „Ad Hominem“ auftreten. „Kaiser Wodhanaz“ kreierte für sein Projekt „Ad Hominem“ etwa das Lied „Auschwitz rules“ (übersetzt etwa: „Auschwitz ist klasse“). Unterstützt wird die Band von der deutschen Gruppe „Svarog“.

Für das zweite Konzert im Februar ist bis dato nur die polnische Gruppe „North“ angekündigt. Diese veröffentlichte 2007 gemeinsam mit den Neonazi-Bands „Graveland“, „Temnozor“ und „Nokturnal Mortum“ einen Split-Tonträger. Sänger und Gitarrist „Sirkis“ kreierte für die befreundete Band „Graveland“ das Bandlogo und ein T-Shirt. Mit seinem Soloprojekt „Fight“ versuchte er sich 1994 offenbar auch kurz im NS-Black Metal.

Das dritte, von Möbus für März angekündigte Konzert bietet die polnische NS-Black Metal-Band „Infernal War“, die sich in der Vergangenheit in Anlehnung an die nationalsozialistische Schutzstaffel auch als „Infernal SS“ bezeichnete und in einem Interview mit „Sieg Heil“ grüßte. Auch die Band „Iperyt“, die zum Teil aus Bandmitgliedern von „Infernal War“ besteht, soll auftreten. Zu schlechter Letzt soll noch die deutsche Gruppe „Ignis Uranium“ auftreten. Diese produzierte z. B. 2005 einen Tonträger bei dem Neonazi-Label „Blutvergiessen“.

Die polnische Band „Iperyt“

04
Jan
10

Nazi-Blogs melden!

Das Internet ist bekanntlich ein beliebtes Propaganda-Instrument von Ewiggestrigen: Während Neonazis früher vorwiegend Homepages auf eigenen Servern betrieben, nutzen sie heute moderne Angebote von Server-BetreiberInnen, die kostenlos Foren, Blogs, Chatprogramme usw. zur Verfügung stellen. Nicht nur auf „Youtube“ und „Myspace“ findet mensch tausende von braunen Musikgruppen, Liedern und Videos, auch bei Blogbetreibern wie „Blogspot.com“ und „Wordpress.com“ versuchen Neonazis, Fuß zu fassen und diese Angebote zur Verbreitung ihrer menschenverachtenden Mordideologie zu nutzen. Die Initiative fightfascism hat in der Vergangenheit bereits einige kleinere Schritte gesetzt, um die Verbreitung von einschlägigem Gedankengut bei vermeintlich unpolitischen Online-Anbietern wie „Youtube“ und „Blogspot“ aufzuzeigen. Vielfach zeigte der Protest kaum Wirkung, teilweise ist dies auf ein höchst merkwürdiges Verständnis von „Meinungsfreiheit“ zurück zu führen. Es zeigte sich jedoch auch, dass der Protest durchaus fruchtbar sein kann, wenn viele Menschen diesen direkt bei den AnbieterInnen von Online-Produkten ausdrücken. Unser Plan ist es nun, den Protest gegen den braunen Müll noch etwas mehr zu intensivieren, daher möchten wir an dieser Stelle zukünftig Links und Emailadressen anbieten, bei denen direkt und einfach Nazi-Links an die entsprechenden BetreiberInnen von Online-Seiten gemeldet werden können.  JedeR kann etwa gegen den braunen Müll tun!

Blogspot.com:

Links zu Nazi-Musik löschen lassen

Die „Filehoster“ (zB „Rapidshare“), bei denen Neonazi-Musik hochgeladen wird, bieten jeweils eigene Kontaktadressen, um Missbrauch zu melden. In der Regel reagieren die Hoster schnell auf Missbrauchsmeldungen und löschen dann auch die Links, im Folgenden einige Hinweise zu den jeweiligen Hostern und wie man derartige Links melden kann:

  • Filehoster „Rapidshare“: Hier genügt eine einfache Email in englischer Sprache an die Adresse abuse[at]rapidshare.com. Kopiert den entsprechenden Downloadlink in die Mail und weist darauf hin, dass es sich um „Neo-Nazi-music“ handelt, zB „Please delete the following link (Neo-Nazi-music): http://rapidshare.com/files/408578960/Die_Lunikoff_Verschw__rung_-_Niemals_Auf_Knien_2005.rar„.
  • Filehoster „Zshare„: Mail an abuse[at]zshare.net
  • Filehoster „4shared„: Mail an support[at]4shared.com
  • Filehoster „Mediafire„: Mail an abuse[at]mediafire.com
  • Filehoster „Depositfiles„: Öffnet den Link, den Ihr melden möchtet, im Browser. Rechts neben dem Dateinamen kann man „Missbrauch melden“ anklicken. Ganz unten auf der Seite steht dann: „Bitte senden Sie dafür Ihre Missbrauchsmeldung hier“. Anklicken. Wiederum darauf verweisen, dass es sich bei dem Link um „Neo-Nazi-music“ bzw. „racist music“ handelt und um Löschung bitten, es können auch mehrere Links in das Mitteilungsfeld kopiert werden.
  • Filehoster „Megaupload„: Link im Browser öffnen, unten steht „Missbrauch melden“, darauf hinweisen, dass es sich um Neo-Nazi-Musik handelt. Es können auch mehrere Links im Mitteilungsfeld eingegeben werden.

Link ist durch „Relink.us“ oder „Linksave.in“ geschützt

Wenn ein Link durch die Seite „Relink“ oder „Linksave“ geschützt ist (das ist zB bei vielen auf „Purerhass.com“ angebotenen Nazi-Links der Fall), muss man erst den tatsächlichen Link herausfinden, um diesen beim Filehoster melden zu können, das geht aber ganz einfach:

„Relink“

Den „Relink“-Link im Browser öffnen, „Datei1“ anklicken, beim nächsten Fenster den Dateinamen mit rechter Mousetaste anklicken (vorausgesetzt Ihr arbeitet mit dem Firefox-Browser) und „Seitenquelltext anzeigen“ anklicken. Es öffnet sich ein Fenster, in dem der tatsächliche Link, den Ihr an den Filehoster weitergeben könnt, steht.

„Qooy“

Mail an qooyscript (at) gmail.com mit den betreffenden Qooy-Links, die zu Nazi-Downloads führen.

„Klurk“

Mail an klurk.com (at) gmail.com mit den betreffenden Klurk-Links.

„Linksave“

Hier gibt es zwei Möglichkeiten zum Eruieren der tatsächlichen Linkadresse:

Mit dem Firefox-Browser: Adresse im Browser eingeben, Captcha eintippen, dann rechts unten auf „Download“ klicken. Dann den Dateinamen mit rechter Mousetaste anklicken, „Aktueller Frame“ – „Nur diesen Frame anzeigen“ anklicken, die Linkadresse erscheint in der Adressleiste.

Mit dem Googlechrome-Browser (hier kostenlos zum Runterladen): Adresse im Browser eingeben, Captcha eintippen, dann rechts unten auf „Download“ klicken. Dann den Dateinamen mit rechter Mousetaste anklicken, „Frame-Quelltext anzeigen klicken“, in der Adressleiste im Browser steht nun der tatsächliche Link!

Falls Ihr fragen dazu habt, könnt Ihr Euch gerne an uns wenden bzw. könnt Ihr uns auch Nazi-Links schicken (einfach Kommentar unter diesen Artikel setzen), wir leiten diese dann zur Löschung weiter!

Viel Spass beim Löschen!

PS: Schaut bitte auch bei hardcorepower[.]blog[.]ru und 88music[.]org vorbei, auch dort gibt es umfangreichen Nazi-Schrott, der noch zu melden ist!

Updates

31. Jänner 2010: Schlag gegen die Internet-Anbieter von Hass-Musik: Der Betreiber des mittlerweile nicht mehr existierenden Neonazi-Blogs „Wewantwar“ und nunmehriger Betreiber des „Heldentum“-Blogs hatte vor einigen Tagen „Hausbesuch“ durch den deutschen Verfassungsschutz, sein Computer wurde beschlagnahmt. Auch kündigt er an, die „Heldentum“-Seite offline zu nehmen. Zeitgleich wurden mehrere braune Blogs von „Blogspot“ gesperrt, darunter die Seiten „Wolfskraft“, „RufausalterZeit“, „Alptrauminweiss“ und „Purerhass“. Darüber hinaus ist der Blog „Racmusik4ever“ nicht mehr zugänglich.

09. Jänner 2010: Der Nazi-Blog „Purerhass.blogspot.com“ wird in spätestens 20 Tagen nicht mehr existieren 😉

Update 11. September 2010: Der „Heldentum2“-Blog wurde endlich gelöscht, ebenso andere Nazi-Blogs. Die Liste mit den Links zum Melden von Nazi-Blogs wurde aktualisiert.

25. September 2010: Sämtliche Download-Links auf dem Nazi-Blog „Kraftdurchfroide2“ wurden erfolgreich gemeldet und gelöscht 😉

08. Oktober 2010: Die Seite „jetzterstrecht1488.blogspot“ („purerhass“) ist nun auf eine eigene Domain (purerhass[.]com) umgezogen. Es gilt die Neonazi-Musik-Links, die dort und auf anderen Seiten angeboten werden, löschen zu lassen. In den letzten Tagen wurden bereits hunderte Links auf „purerhass.com“ gelöscht.

März 2011: In letzter Zeit wurden mit vereinten Kräften tausende Nazi-Musik-Alben auf verschiedenen Seiten aus dem Netz gelöscht. So wurde(n) alle/der Großteil der Links auf rac-musik[.]com, auf pagan-music88.blogspot, cmo-reinkaos.blogspot und purerhass14mitunsdersieg88.com gelöscht. Der Nazi-Blog „14kraft88.blogspot“ wurde gelöscht, die domain purerhass[.]com ist im Moment gesperrt, die Seite ist wieder auf einen Blog gewichen.

April 2011: Folgende Seiten wurden gesperrt: cmo-reinkaos.blogspot.com, wemarchinline.blogspot.com, purerhass14mitunsdersieg88.com. Auf folgenden Seiten werden keine neuen Nazi-Musik-Alben mehr neu hochgeladen: ewigtreu.blogspot.com, legionvalhallansbm.blogspot.com, pagan-music88.blogspot.com, totenkopf.blogspot.com (alle Download-Links auf letzterem Blog wurden gelöscht). Die domain purerhass[.]com führt nun zur seite rac-musik.com, auf der keine download-links mehr verfügbar sind. Die Seite wurde in ein Neonazi-Radio umgewandelt.

04
Jan
10

Roermond (Niederlande): Auftritt der NS-Black Metal-Band „Temnozor“ verhindert!

Ein Auftritt der russischen NS-Black Metal-Band „Temnozor“, der für den 16. Jänner im Kulturzentrum „Azijnfabriek“ in Roermond geplant war, ist heute  von den BetreiberInnen des Zentrums abgesagt worden, nachdem  der Bürgermeister der Gemeinde eine Prüfung der Gruppe „Temnozor“ durch den niederländischen Staatsschutz AIVD angeordnet hatte.  Somit ist man einem möglichen Verbot des Konzertes durch den Bürgermeister zuvor gekommen. Erst vor wenigen Tagen waren die BetreiberInnen des Veranstaltungsortes und die Verantwortlichen der Gemeinde darauf aufmerksam gemacht worden, dass es sich bei der Gruppe „Temnozor“ um eine neonazistisch orientierte Band handelt. Sie ist etwa Mitglied der Neonazi-Organisation „Pagan Front“ und machte in der Vergangenheit einschlägige Aussagen, z.B. bezeichnete die Band ihre Musik selbst als „arischen Schlachtenlärm“. Vehement geleugnet wird – u.a. von den Veranstaltern des Konzertes und der Band selbst – dass die Band politische Liedtexte habe. Dies, obwohl etwa im Lied „Watch the falcon fly“ die „Ritter einer höheren Rasse“ und der Holocaust besungen werden.

Äußerst interessant liest sich eine Stellungnahme von „Temnozor“, die angesichts der breiten Medienberichterstattung über ihre Aktivitäten veröffentlicht wurde – jeder Bezug zum Rechtsextremismus oder Neonazismus wird – wie zu erwarten war – geleugnet: „(…) Nazi bedeutet „Nationalsozialist“ oder sogar – um noch genauer zu sein – Mitglied der Deutschen NSDAP in den 1930ern-1940ern. Keiner der (aktuellen) Temnozor-Mitglieder ist ein „Sozialist“, keiner der aktuellen Temnozor-Mitglieder ist Mitglied der NSDAP oder überhaupt einer anderen politischen Partei. Es gibt sicher eine „nationale“ Komponenten in dem, was Temnozor macht, weil wir russischen Pagan Folk Metal spielen, in russischer Sprache über das russische Land singen, über unsere (vorwiegend mittelalterliche) Geschichte, über den Stolz Russe zu sein und andere persönliche Gefühle (…)“.

Zu befürchten ist nun, dass sich die Veranstalter des Konzertes in Roermond nicht mit einer Absage zufrieden geben werden und versuchen werden, das Konzert an einem anderen Ort durchzuführen. Ebenfalls zu befürchten ist, dass die weiteren Konzerte, die „Temnozor“ im Rahmen einer Europa-Tour in anderen Staaten (Tschechien, Deutschland usw.) – teilweise mit Unterstützung anderer Neonazi-Bands – absolvieren will, ungestört stattfinden können.

03
Jan
10

NS-Blackmetal-Konzert im „Gleis 3“ / Annaberg-Buchholz

Eine innige Freundschaft dürfte Björn Eichhorn und Stev Lippold mit der NS-Blackmetal-Band „Leichenzug“ verbinden: In einem kurzen Zeitraum von nur einem halben Jahr soll die Band am 09. Jänner bereits zum dritten Mal bei einer von ihnen durchgeführten Veranstaltung auftreten. Im August 2009 spielten „Leichenzug“ und die ebenfalls neonazistische Band „Magog“ im von Eichhorn und Lippold betriebenen Metal-Club „Gleis 3“ in Annaberg-Buchholz, im Oktober trat die Gruppe bei dem von Eichhorn organisierten „Fireblade Force Festival“ in Lichtenstein (Sachsen) auf. Am 09. Jänner soll nun wieder ein Auftritt im „Gleis 3“ erfolgen. „Leichenzug“ ist nicht die einzige Neonazi-Band, die von den beiden Veranstaltern gefördert wird: Neben „Magog“, die nun ebenfalls bereits zum zweiten Mal im „Gleis 3“ spielen sollen, traten in den letzten Monaten u.a. auch die Gruppen „Sekhmet“, „Permafrost“, „Ahnenzorn“ und „Eugenik“ für Lippold/ Eichhorn auf.

Abgesehen von „Leichenzug“ und „Permafrost“ steht diesmal auch die Gruppe „Heldgard“ auf dem Programm. Diese dürfte sich ebenfalls im braunen Flügel der Black Metal-Szene bewegen, im Mai 2008 trat sie etwa gemeinsam mit „Annihilation 666“ und „Permafrost“ in Erfurt auf. Auf dem Cover eines Tonträgers, auf dem Leichenberge und germanische Runen zu sehen sind, wird gefordert: „Tötet sie alle!“ Ebenfalls im „Gleis 3“ dürfte noch im Jänner (vermutlich am 17. d.M.) ein Konzert der russischen Neonazi-Band „Temnozor“ stattfinden, das in einschlägigen Kreisen für „Mitteldeutschland“ angekündigt wird. Die Gruppe, die im Jänner eine Europa-Tour durchführt, bezeichnet ihre Musik selbst als „arischen Schlachtenlärm“ und setzt sich für die Verbreitung der „rassischen Hassbotschaft“ ein, um die Jugend zu erreichen und den „Kulturkampf“ zu fördern. Trotz dieser eindeutigen Ansage und der Mitgliedschaft bei der „Pagan Front“ – einer internationalen Vereinigung nationalsozialistisch orientierter Black Metal-Bands – leugnen die Veranstalter von „Temnozor“-Konzerten in vielen Fällen vehement die einschlägige Orientierung der Band.

Eichhorn und Lippold agieren bei der Organisation ihrer Konzerte mittlerweile sehr konspirativ – obwohl die bisherigen Veranstaltungen ohne Probleme durchgeführt werden konnten. Bei der Bewerbung des aktuellen Konzertes am 09. Jänner weisen sie darauf hin, dass Informationen nur an „vertrauenswürdige Personen“ weitergegeben werden dürfen und diese nicht in Foren gepostet werden sollen.