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Mrz
09

NPD-Neonazikonzert in Sachsen konnte ungehindert stattfinden

Nahezu ungehindert von Polizei und Behörden konnte am 21. März im sächsischen Geheege (Rothenburg) ein von der NDP veranstaltetes Neonazikonzert mit rund 1000 BesucherInnen stattfinden. Steffen Hentschel, Betreiber der örtlichen Gaststätte „Deutsche Eiche“ und NPD-Kandidat für den Stadtrat von Rothenburg, hatte den Faschisten sein Lokal zur Verfügung gestellt. Seine fadenscheinige Ausrede, dass er „schließlich auch irgendwie sein Geld verdienen muss“ (Sächsische Zeitung, 19.03.09), kann angesichts der politischen Tragweite derartiger Veranstaltungen keineswegs akzeptiert werden. Er erhielt laut NPD darüber hinaus von einer örtlichen Bank 20.000 Euro dafür geboten, das Konzert nicht stattfinden zu lassen. Im neonazistischen „Thiazi“-Forum ist man angesichts von so viel „Heldenmut“ voll des Lobes für die Loyalität des Wirtes: „Der Wirt scheint ja nicht abgeneigt zu sein“.

Während die Polizei vor dem Konzert ankündigte, in „angemessener Präsenz vor Ort“ zu sein, freuten sich die Faschisten nach dem Konzert im „Thiazi“-Forum über deren Zurückhaltung:

„Die Bullen haben zum Glück ihre Knüppel still gehalten. Es wurden die Autos allerdings durchsucht und Ausweise durchgesehen. Dasselbe Spiel wie immer. Ansonsten waren da nur zwei Streifenwägen mit einer Speckbullenbesatzung hin und wieder mal da. War also recht human.“

„Kontrollen gab es bei uns auch keine.“

„Dank einem kurzhaarigen Mitfahrer mussten wir in ne kurze Kontrolle, wurden aber nur oberflächlich behandelt, gab da überhaupt keine Probleme.“

„Anreise verlief ohne Probleme außer eine 5 Minuten Pause durch die Polizei.“

„Die Polizei zog im Laufe der Nacht ihre Einsatzkräfte ab mit den Worten: ‚Es hat alles gut geklappt sie sind zufrieden’.“

Derartige – als politische Veranstaltung getarnte – Neonazi-Konzerte, die der NPD und anderen Neonazi-Organisationen als lukrative Geldquelle dienen, sind in Sachsen und anderen deutschen Bundesländern längst keine Ausnahme mehr: Veranstaltungen wie der „Sachsentag“, das „Fest der Völker“ und andere dienen vor allem dazu, Jugendliche für das ewiggestrige, menschenverachtende Gedankengut zu begeistern. Umso wichtiger ist es, alles menschenmögliche zu tun, um diese Hass-Events zu verhindern!

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