Archiv für Dezember 2008

31
Dez
08

Indizierungen Dezember 2008

Ab Dezember 2008 werden jedes Monat an dieser Stelle Tonträger und Bücher mit neonazistischen Inhalten, die durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert bzw. die polizeilich beschlagnahmt wurden, aufgelistet.

Dezember 2008

Sampler (LP) – Armed with the Truth B
Sampler – Blood & Honour-Voices of Solidarity Vol.2 B
Sampler -Ein Kessel Braunes B
Sampler – Leibstandarte Adolf Hitler B
SKD – Demo B
Sturmkommando – Demo B
Absurd – Der Fünfzehnjährige Krieg A
Stormkings – Der Götter bester Krieger A
Projekt Pommernsturm – Mit dem Hammer auf den Kopf B
Kahle Kumpels – Musik für Deutschland B
Steelcapped Strength – Sign of Evil A (Booklet)
Hate SocietySounds of Racial Hatred B
Breakdown – ..th of November A
Mistreat – Unfinished Business B
Siegesfahne – Vorwärts,Kameraden ! B

Beschlagnahmung § 130 StGB
Systemgegner – Kranke Welt

Beschlagnahmung § 130,131 StGB

Sniper – The Moment of Truth

28
Dez
08

WB-Versand (Thorsten Heise) – NS-Verherrlichung auf Aufklebern

Auf besonders ekelerregende Weise macht wieder einmal der allseits bekannte Neonazi Thorsten Heise mit seinem „WB Versand“ von sich reden. Auf Aufklebern, die für den Neonaziversand werben sollen, steht als Überschrift geschrieben: „Wir lassen noch in Deutschland produzieren!“ Darunter sieht mensch einen überdimensionalen Glatzkopf, der Häftlinge in einem Lager beaufsichtigt. Die Häftlinge tragen Aufnäher mit den Initialen des Versandes („WB“) und schleppen Schachteln mit Aufschriften wie „WB Versand“, „Nazi CDs“ usw. Die Darstellung der Häftlinge und der Überwachungstürme entspricht zeitgenössischen Darstellungen von KZ-Häftlingen und Wachtürmen in Konzentrationslagern des Nationalsozialismus. Dies ist von Heise natürlich durchaus beabsichtigt, auf besonders zynische Weise verherrlicht er die Zwangsarbeit und Ausbeutung von Gefangenen im Nationalsozialismus und beruft sich auch noch darauf, „in Deutschland“ zu „produzieren“. Es stellt sich die Frage, ob hier nicht ein deutlicher Verstoss gegen geltende Gesetze (Volksverhetzung, Verherrlichung des Nationalsozialismus usw.) vorliegt.

02
Dez
08

Immer wieder Ellrich, immer wieder der Lindenhof

Der folgende Text wurde fightfascism freundlicherweise von der Gruppe AANDH zur Verfügung gestellt

Immer wieder Ellrich, immer wieder der Lindenhof. Wieder einmal soll der Lindenhof in Ellrich Veranstaltungsort eines Black-Metal-Konzertes, aus der Reihe „Calling-for-Battle“(CfB), sein. Wieder einmal wird klar, dass es sich nicht nur um unpolitische Bands handelt, die am 06.Dezember 2008 spielen werden. Wieder einmal gibt es von Seiten der Stadt, Vertreten durch den Bürgermeister und das zuständige Ordnungsamt, keinerlei Bedenken oder Bestrebungen das Konzert zu untersagen. Im Jahr 2007 fanden am 20.Oktober und am 03.November jeweils „CfB“-Konzerte in Ellrich und am 28.April in der Festhalle/Sundhausen statt. Damals wurde versucht zu intervenieren, den Verantwortlichen begreiflich zu machen in welchem Kontext die Konzerte – deren Veranstalter – ein Teil der Bands und ein Teil der Besucher stehen. Vergeblich! Wir versuchen es erneut! Wir hoffen, anhand der Skizzierung von bereits durchgeführten „CfB“-Konzerten deutlich machen zu können, das die Veranstalter Carsten K./Magdeburg, Spitzname „Cyankali Carsten“ und Mitglied bei der rechtsextremen Band „Suicide Solution“, Andreas G./Seesen, Betreiber des Labels „Wotanstahl Klang-schmiede (Germania)“ und Michael S./Seesen, Betreiber des Labels „Obscure Abhorrrence Production“ der rechtsextremen Musikszene zu zuordnen sind. G. und S. produzieren und vertreiben rechtsextreme Tonträger über ihre Labels oder wie am Beispiel von G., der auch bei dem Internet-Shop „Ebay“ neben unpolitischen Tonträgern rechtsextreme und neonazistische Veröffentlichungen zum Kauf anbietet. Die Band von K., „Suicide Solution“, spielte zum Beispiel bei einem Konzert in Wurzen, im Mai 2006, gemeinsam mit anderen extrem rechten Musikgruppen. Dort punkteten sie mit einer Cover-Version des Liedes “Schwarze Sonne” der neonazistischen Band “Genocide”. Die Anmelderin Rebekka T./Herzberg ist ebenfalls keine Unbekannte in der Szene, veranstaltete sie doch unter dem Namen „Hellstorm over Harz“ -ebenfalls im Lindenhof- unter anderem ein Konzert mit der rechten Black-Metal-Band „Horna“/Finnland. Was ist mit den bereits stattgefunden „CfB“-Konzerten? Anhand der Auflistung der Bands und den Vorkommnissen sollte eigentlich klar werden, das immer wieder rechtsextreme und vom Verfassungsschutz beobachtete Bands spielen. Da erscheint die Darstellung auf der „CfB“-Internet-Seite: „Calling For Battle“ does neither stand for national socialistic nor any other political attitude.“ mehr als unglaubwürdig. Immer wieder spielen Bands wie „Nachtfalke“, „Permafrost“ oder „Suicide Solution“ auf den „CfB“-Konzerten. Bands, die mehr als eindeutig dem rechtsextremen Spektrum zugeordnet werden können, Beweise findet Mensch genug im Internet, in einschlägigen Foren oder in Interviews von Szene-Fanzines. -> Bei dem ersten derartigen Konzert im März 2006 konnten unter anderem rechtsextreme/ neonazistische Bands wie “Nachtfalke”, “Kriegsmaschine” und „Holmgang” ungestört auftreten. Das zweite Konzert, Mai 2006, wurde von den ebenfalls einschlägigen Bands “Moontower”, “Inferno” und “Suicide Solution” unterstützt. Das Konzert fand im Lokal des bekannten Labels “Front Records” in Wurzen/Sachsen statt. Bereits am Bahnhof eintreffende Black-Metal-Fans grüßten sich mit dem “Hitlergruss”, weitere eindeutige Gesten konnten von einem anwesenden Fernsehteam der ARD dann auf dem Konzert selbst beobachtet werden. Auch beim dritten Konzert, im Oktober 2006 mangelte es nicht an neonazistischer und extrem rechter Prominenz. So spielte die polnische NSBM-Band “Thunderbolt“. Mit dabei waren auch wieder die Bands “Kriegsmaschine” und “Inferno”. -> Das vierte Konzert wurde am 28.April 2007 in der Festhalle/Sundhausen abgehalten, wobei hier nach eigenen Angaben der Veranstalter darauf verzichtet wurde, das Konzert unter dem Namen “Calling for Battle” zu bewerben, um Probleme zu vermeiden. Auf dem Programm standen die Bands “Eternity”, “Paria” und “Lugubrum”, als “Special guest” trat die Gruppe “Permafrost” auf. Im Juni 2007 fand das fünfte so genannte “Calling for Battle”-Konzert im Kleingartenverein „Am Hanberg“ in Salzgitter-Bad statt. Neben einigen “unpolitischen” Gruppen konnte auch die NS-Black-Metal Band “Cultus” aus den Niederlanden auftreten. Die extrem rechte Band “Suicide Solution” machte einen Spontanauftritt. Das Konzert war Teil einer Europa-Tour, die je einen Auftritt in Frankreich und Belgien und zwei in Deutschland umfasste. Der Organisator der Tour, Arjan Peeks, ist Frontmann der Band “Cultus” und Betreiber des Labels “Heidens Hart”, das neonazistische Tonträger produziert und vertreibt. In einem Interview im Jahr 2002 grüßte er etwa mit “Sieg Heil”. Und was ist mit dem 06.Dezember 2008? Wieder einmal ist es eine Kombination von rechten und nicht-rechten Black-Metal-Bands. So werden neben „No Empathy“/Sachsen und „Proclamation“/Spanien die Kriegsverherrlichende Band „Truppensturm“ (früher „Strumtruppen“) und die rechtsoffene Band „Paria“ spielen. „Truppensturm“ glorifizieren anhand ihrer Titel und CD-Cover den Krieg und die Wehrmacht,das Ganze nennt sich „War-Metal“. „Paria“ veröffentlichten 2002 eine Kassette mit dem Titel „Black Magic Holocaust Tunes“ und 2008 auf dem bereits genannten rechten Label „Obscure Abhorrence“, das Album „VerminRace“. Die Band spielt des öfteren bei „CfB“ Konzerten, unter anderem am 28.April 2007 mit der Band „Permafrost“/Sachsen-Anhalt, welche vom Verfassungsschutz-Sachsen-Anhalt als rechtsextreme Band eingestuft wird. Erst am vergangenen Samstag, 29.11.2008, traten beide Bands zusammen in Zeitz auf. Darüber hinaus findet sich „Paria“ unter anderem auf dem Sampler „11 Years of Blood, Cum & Satan“ wieder, welcher im Juni 2007, bei dem rechten Label „Blutvergießen Productions“, veröffentlich wurde. Auf dem Cover ist ein „Reichsadler“ zu sehen. Was nun? … etwas tun! Sicher ist, das nicht alle Bands und Besucher als rechtsextrem einzustufen sind. Sicher ist aber auch, das Veranstalter, einige Bands und Besucher sich in der rechtsextremen Szene bewegen und rechtsextremer Gesinnung sind. Somit können sie anhand der Musik und den „CfB“-Konzerten ihre menschenverachtende und vor allem antisemitische Gesinnung zur Schau stellen. Sie schaffen für diese Zeit einen für sich „Juden- und Rechts- freien“ Raum, in dem der Nationalsozialismus, die Wehrmacht und der Krieg glorifiziert werden können. Anhand der hier kurz beschrieben Infos (und den vielen anderen, die sich finden lassen) sollte klar geworden sein, das es sich bei „Callnig for Battle“-Konzerten nicht um „normale“ Konzerte handelt. Es sollte klar sein das hier immer wieder nicht-rechte mit rechten Bands zusammen spielen und somit eine Grauzone geschaffen wird, wo es immer schwerer wird zu reagieren -zu handeln- je länger es keinen Widerspruch gibt und die Konzerte nicht untersagt bzw. unterbunden werden. Dem Konzert am 06.12.2008 wird am 24.01.2009 ein weiteres folgen. Auch dort werden wir intervenieren und aufklären. Am 24.01.2009 werden die hier genannten Veranstalter wieder tätig sein, nur mit anderen Bands. Anmerkung: Alle hier gemachten Aussagen zu Veranstaltern, Bands und deren Hintergrund sind im Internet und in diversen Publikationen beweisfähig und nach-recherchier-bar. AANDH // PuR AANDH, Dezember 2008

siehe auch: http://apa.blogsport.de/2008/12/02/immer-wieder-ellrich-immer-wieder-der-lindenhof/