17
Jun
08

NPD-Neonazikonzert im Vogtland

Nachdem die NPD Vogtland erstmals von so vielen BraunwählerInnen ihre Stimme erhalten hat, dass sie in den Kreistag gleich mit drei Mandaten einziehen darf, „bedankt sich“ die gewählte Braunpartei am 05. Juli gleich mit einem entsprechenden Neonazikonzert:

Im Rahmen einer „geschlossenen Veranstaltung“, zu der man nur mit Eintrittskarte eingelassen wird, sollen an einem nicht genannten Ort (vermutlich in einer größeren Halle) einerseits diverse NPD-DemagogInnen ihre Verbaldiarrhoe ablassen, andererseits sollen auch diverse Nazibands und –liedermacherInnen auftreten:

Annett Müller, die als Neonazi-Bardin im Jahr 2001 mit einem Album debütierte und eigentlich auftreten sollte, wird nun doch nicht auftreten können, weil es ihrem Mann (Michael Müller) laut einem Eintrag im Neonazi-Forum „Thiazi“ derzeit „nicht so gut“ gehe, was „noch untertrieben“ sei, deshalb werde „sie in absehbarer Zeit auch nicht auftreten können“. Auch die bisher für die Veranstaltung angekündigte, amtsbekannte Band „Gegenschlag“ könne nicht auftreten, weil sie „Hausarrest“ bekommen habe. Weiterhin auf dem Programm bleibt „Olli“, der Sänger der Band „Agitator“, der auch als „Liedermacher“ auftreten soll. Dieser wurde im Jahre 2006 im Rahmen einer Solidaritätsdemo für den inhaftierten Frontmann der Neonaziband „Landser“, Michael Regener, wegen Volksverhetzung festgenommen, weil er u. a. in einem Lied „Ich bin stolz, ein Nazi zu sein“ gegrölt hatte (Quelle (TAZ)). Zusätzlich soll bei dem Neonazikonzert auch seine bereits erwähnte Band auftreten. Eine weitere Band wird unter dem Pseudonym „DWJ“ angekündigt.

Neu auf dem Programm sind die Gruppen „Gemeinschaftswerken Nibelungen“, „Störmanöver“, „Braune Brüder„, die als „Liedermacher“ bezeichneten „Frank Rennicke“ und „Thor Stein“ (vermutlich ein Pseudonym für einen anderen „Liedermacher“) sowie ein „Überraschungsgast“.

Die Band „Gemeinschaftswerk Nibelungen“ trat am 04. November 2007 bereits einmal im Zuge einer NPD-Kundgebung in Gera auf. Im Neonaziforum „Thiazi“ finden sich Liedtexte dieser Gruppe, mit denen unverhohlen der Nationalsozialismus verherrlicht wird, im folgenden ein kurzer Ausschnitt aus einem Lied: „(…) Dort draussen auf der Parkbank, sitzt wohl Deutschlands grösster Sohn, er stritt einst für Europa in einer Waffen-SS-Division. Der Blick in seinen Augen, der Stolz der niemals ging, nicht einmal als seine Enkelin eines Türken Kind empfing (…)“.


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