Archiv für April 2008

23
Apr
08

Rechte BM-Bands bei Konzert in Suhl

Anfang Mai sollte in Suhl ein Konzert u. a. mit einigen rechten Blackmetal-Bands wie z. B. „Permafrost“ stattfinden. Dieses wurde jedoch von den BetreiberInnen des Lokales bzw. von den örtlichen Behörden (siehe Zeitungsartikel im Anhang) unterbunden und von den KonzertveranstalterInnen an einen anderen – nun geheim gehaltenen – Ort verlegt.

Auf der Homepage der 2003 gegründeten, aus Sachsen-Anhalt stammenden Band „Permafrost“, die offenbar aufgrund von Problemen mit KritikerInnen deutlich entschärft wurde, wurde man vor nicht allzu langer Zeit noch mit dem Spruch „Kraft durch Krieg“ begrüßt, mit dem man sich offensichtlich auf das nationalsozialistische Motto „Kraft durch Freude“ bezog. http://tinypic.com/view.php?pic=3zk9ky9. Die Emailadresse der Band (smr1488@XXX.com) enthielt das Kürzel „14/88“, eine in der neonazistischen Szene weit verbreitete Grußformel. http://de.wikipedia.org/wiki/Fourteen_Words. Im Februar 2007 wurde von dem einschlägigen Label „Barbarossa Records“ die Veröffentlichung eines Musiksamplers mit diversen rechtsextremen Musikgruppen (wie „Blutstraße“, „Civil Disorder“, „Hate Soldiers“ usw.) – darunter auch „Permafrost“ – unter dem Titel „Tatort Anhalt“ angekündigt. Der Tonträger ist bis dato offenbar noch nicht erschienen. Auch „Permafrost“ kündigten unter „Neuigkeiten“ auf ihrer Homepage an, dass man zwei Lieder zum Tonträger des Labels „Barbarossa Records“ beitragen werde. http://tinypic.com/view.php?pic=2a91xs5. Im Verfassungsschutzbericht 2003 des Bundeslandes Sachsen-Anhalt wird dieses Label als „rechtsextrem“ bezeichnet. http://www.sachsen-anhalt.de/LPSA/fileadmin/Elementbibliothek/Bibliothek_Politik_und_Verwaltung/Bibliothek_Ministerium_des_Innern/PDF_Dokumente/Verfassungsschutz/verfbe_03.pdf

Auf dem Tonträger „Live in Zeitz“ der Band „Permafrost“ werden Coverversionen von Liedern der neonazistischen Musikgruppen „Absurd“ (Liedtitel: „Colours of Autum“ und „Der große Tod“) und „Die Lunikoff-Verschwörung“ (Liedtitel: „Lenker der Schlachten“) geboten http://i12.tinypic.com/3zbfjur.jpg . Letztere Band bestand unter anderem aus dem Sänger der Band „Landser“, Michael Regener. Die Gruppe wurde letztinstanzlich im März 2005 vom Bundesgerichtshof als erste Musikband zur kriminellen Vereinigung erklärt. In dem gecoverten Lied heißt es: “(…) Germanenland du liegst am Boden Getreten und geschmäht Wenn auch deine Feinde lachen Es ist noch nicht zu spät Noch gibt es Arier Die zu den alten Göttern stehn Wir werden siegen Oder nach Walhalla gehen (…)”.
Im Verkaufsangebot auf der Bandhomepage fand sich auch ein Bandaufkleber mit der Aufschrift „Vernichtet den Untermenschen“. Auf der Linkseite werden diverse Homepages von neonazistischen Labels und Webzines wie „Aryan Music“, „Nebelfee Klangwerke“, „Donnerschlag Records“, „No Colours Records“ usw. verlinkt. http://tinypic.com/view.php?pic=2s7fm0x
In Hinsicht auf gemeinsam mit rechtsextremen und neonazistischen Bands durchgeführte Konzerte können „Permafrost“ schon auf einige Erfahrung verweisen: Am 03. Februar 2007 trat die Band in Borau zusammen mit den Bands „Blutrache“, „Suicide Solution“, „Totenburg“ und „Forgotten Darkness auf. Eine Woche später folgte ein Konzert mit „Nachtfalke“, „Blutrache“, „Krater“ und „Suicide Solution“. http://tinypic.com/view.php?pic=3zr3hp1

Im Interview mit der einschlägigen Szene-Postille „A-Blaze“ wird der Bandgründer und Sänger „Porcus“ nach seiner Meinung zum „National Socialist Black Metal“ (NSBM) gefragt und steht ganz offen zur nationalsozialistischen Ideologie:
Interviewer: „Was haltet Ihr dann von den derzeitigen Trends in der Szene, wie zum Beispiel Pagan Metal, NSBM usw.?“
„Porcus“: „(…) NSBM existiert für mich nicht, Black Metal ist nicht sozial! Allerdings gibt es ein Paar (sic) interessante Thesen aus der alten Zeit, welche mir doch sehr zusagen! Ich würde diese Auswüchse des Black Metal auch nicht als Trend bezeichnen, es ist viel mehr die persönliche Weltanschauung der Individuen in den Gruppen. Welche ich als weltoffener, freiheitlich denkender Mensch natürlich unterstützenswert finde. Diese ganze Hetzjagd von Links finde ich lächerlich! Ein Artikel im ROCK HARD oder METAL HAMMER würde mich jedenfalls nicht bekehren können! An dieser Stelle möchte ich mich auch gleich noch bei Indymedia für die kostenlose Werbung bedanken!“ („A-Blaze“, Ausgabe 2, 2007)
Als Aushilfskraft am Schlagzeug bei Konzerten konnten „Permafrost“ eine im neonazistischen Flügel der Black Metal Szene „prominente“ Person gewinnen: Denis Schoner alias „Herr Rabensang“. Schoner ist in derselben Funktion auch bei der neonazistischen Gruppe „Absurd“ aktiv, auch ist er der Gründer einer weiteren Neonazi-Band – „Totenburg“ -und Mitglied bei weiteren einschlägigen Gruppen wie etwa „Menneskerhat“.

Der jüngste Tonträger von „Permafrost“ ist eine Split-Veröffentlichung mit der Band „Blutrache“, die 2008 bei dem Neonazi-Label „Nebelfee Klangwerke“ („Nebelklang“) erscheinen soll. „Blutrache“, deren Schlagzeuger „Porcus“ von „Permafrost“ ist, stehen bei dem genannten braunen Label unter Vertrag. Bei einem Konzert im Februar 2007 in der Gegend von Wolfsburg konnte die 2004 gegründete Band mit Coverversionen von Liedern der Band „Absurd“ punkten. Im Juni 2007 spielte die Band im Gasthof Göb in Gremsdorf (Bayern) zusammen mit den NS-Bands „Absurd“, „Finis Gloria Dei“ und „Blessed in Sin“. Hingegen war ein Konzert im November 2006 in Thüringen weniger von Erfolg gekrönt: Die Veranstaltung, bei der die Bands „Blutrache“, „Forgotten Darkness“ sowie die NSBM-Bands „Inferno“ und „Othar“ auftreten sollten, wurde von der Polizei aufgelöst

Auch die Band „Annihilation 666“ dürfte sich intensiv mit dem Nationalsozialismus auseinandersetzen, zumindest heißt ein Lied der Gruppe „Kristallnacht“ – offensichtlich in Anspielung an die antisemitische Pogromnacht der Nationalsozialisten am 09. November 1938. Vergangene Konzerte werden auf der „Myspace“-Seite der Band als „Past Pogroms“ („Vergangene Pogrome“) bezeichnet. Ins Bild passt, dass der Sänger der Band – laut einem Beitrag in einem Metalforum – bei einem Konzert in Trier im März 2008 mit einer auf den Bauch gemalten SS-Rune auftrat.

Ursprünglich sollte statt der Band „Blutrache“ die 1999 gegründete Leipziger Band „Kankra“ auftreten, diese sagte dann jedoch ab. Auch diese Band macht durch einschlägige Aussagen auf sich aufmerksam: Im Gästebuch des britischen Neonaziprojektes „Order of Terror“ grüsst Bassist „Aratron“ mit „88“, einem Zahlencode, der von Neonazis als Abkürzung für „Heil Hitler“ verwendet wird. Im Gästebuch des im Juli 2007 wieder belebten Labels „Darker than Black“ von „Absurd“-Ex-Schlagzeuger Hendrik Möbus ist die Band „Kankra“ mit dem gleichen Gruß vertreten. Auf einem Foto posiert „Aratron“ mit einem T-Shirt mit der Aufschrift „N.S.B.M.“ in Verbindung mit einem von einem Sonnenrad umgebenen „Wotansauge“, letzteres ist das Symbol der Neonaziorganisation „Allgermanische Heidnische Front“.

Keine Bühne für rechte Musik
Stadt verbietet Konzert mehrerer Bands

SuhlDrei Wochen nach der Tagung der rechtsextremen „Gesellschaft für freie Publizistik“ auf dem Ringberg hat die Stadt ein geplantes Konzert mit rechtsgerichteten Musikgruppen am 3. Mai in Suhl verboten.

In einem offenen Brief, der auch Freies Wort zuging, bittet der Verfasser OB Jens Triebel und die Verantwortlichen der Stadt das Konzert mit diversen Gruppen der rechtsextremen Szene, darunter die einschlägig bekannte Band „Permafrost“ im „Bunker“, über dem Club „V8“ in der Friedrich-König-Straße, zu verhindern. „Im Sinne eines demokratischen Rechtsstaates sollte man alles tun, um derartigem Gedankengut keine Bühne zu bieten“, heißt es in dem Schreiben, in dem zudem Informationen über die Gruppen gegeben werden.

Durch das Ordnungsamt der Stadtverwaltung wurde dem in Thailand lebenden Besitzer des Objektes ein Veranstaltungsverbot ausgesprochen, teilte OB Jens Triebel gestern Abend in einer kurzen Information dem Stadtrat zu diesem Sachverhalt mit. Die Betreiberin des Clubs wurde über dieses Veranstaltungsverbot informiert. „Zugleich wurde deutlich gemacht, dass die Stadt auch künftig keine Veranstaltungen mit rechtsradikalen Bands dulden wird“, sagte Triebel.

Darüber hinaus ist die Polizei eingeschaltet worden, die das verhängte Veranstaltungsverbot bei Zuwiderhandlungen auch strikt durchsetzen will. Auch das Bündnis für Demokratie und Toleranz, gegen Rechtsextremismus ist über die Lokale Koordinierungsstelle über die geplante Veranstaltung informiert. vat

http://www.freies-wort.de/nachrichten/regional/suhl/suhllokal/art2440,802801, 24.04.2008

Rechte Musik wurde vom Betreiber längst abgelehnt
„Es gab keinen Vertrag“, sagt Susanne Kremer

SuhlDie Stadt Suhl habe kein Verbot eines Konzerts mit rechtsextremen Musikgruppen am 3. Mai im „Bunker“ ausgesprochen, stellt die Betriebsleiterin des Clubs „V8“, Susanne Kremer, in Reaktion auf die Aussage von OB Jens Triebel am Mittwochabend vor dem Stadtrat klar. „Ein solches Verbot ist nicht erforderlich, weil das Konzert bereits vom Betreiber der Einrichtung unmittelbar nach einer Anfrage vor sechs Wochen abgelehnt wurde und es gar keinen Vertrag gab“, sagt sie. Nach Eingang der Anfrage durch den „Rockmusikverein“, der den „Bunker“ als nichtöffentliches Vereinslokal angemietet hat, habe der Rechtsanwalt des Hauses die Gruppen überprüft und dem Betreiber daraufhin empfohlen, diesem Konzert u.a. mit „Permafrost“ nicht zuzustimmen. So habe man auch entschieden, sagt Kremer. Dies sei bereits bei einer Begehung mit Ordnungsamtsleiter Hermann Ritz und Vertretern der Polizei festgestellt worden. Den Veranstalter habe man aufgefordert, die Werbung für das Konzert einzustellen.

„Sowohl ich als auch mein Personal distanzieren sich entschieden von jeglicher Nähe zu rechtsextremistischen Gruppierungen“, so Kremer, die den nach einem ausgestellten V8-Motor benannten Club seit Anfang Dezember 2007 betreibt. Ebenso weist sie Gerüchte zurück, wonach der Biker-Club „Stahlpakt MC“ in den Betrieb des Hauses involviert sei, das dem heute in Thailand lebenden, früheren Betreiber der Tabledancebar „Moonlight“ gehört. Zwar seien auch Biker unter den Gästen der gastronomischen Einrichtung, räumt Kremer ein. „Allerdings sind Kutten und Symbole im Haus tabu.“ vat

http://www.freies-wort.de/nachrichten/regional/suhl/suhllokal/art2440,803682, 26.04.2008

23
Apr
08

Neonazi-Versand aus Oberösterreich polizeilich eingestellt?

Seit dem Jahr 2007 existierte in Oberösterreich ein neonazistisches Tonstudio mit eigenem Online-Tonträgerversand. Der Bad Ischler Lukas A. hatte sich auf die Produktion und den Vertrieb von Tonträgern von „Blackmetal“-Musikgruppen spezialisiert, wobei der Schwerpunkt auf extrem rechte Vertreter des Genres gelegt wurde. Der Begriff „Black Metal“, eine Spielart des Heavy Metal, wird für Musikgruppen verwendet, deren Image, Auftreten und Texte eine Verbindung satanischer, heidnischer oder misanthropischer Elemente aufweisen, im extrem rechten Flügel der Szene kommt es zur Vermischung mit Antisemitismus, Rassismus und neonazistischer Ideologie.

In der kurzen Zeit des Bestehens hatte A. mit seinem Label „Racheschwur Records“ rund 30 Tonträger von zum Teil einschlägigen Musikgruppen veröffentlicht, weitere waren geplant.

Auf der Homepage von „Racheschwur Records“ konnte mensch kürzlich noch Tonträger von Bands wie „Aryan Art“ oder „Hakenkreuz Nocturna“ erwerben. Ein Beispiel für einen bereits veröffentlichten Tonträger ist jener eines US-amerikanischen Neonazis, der unter dem Namen „Wervolf“ (sic!) ein Soloprojekt betreibt. Das erste Lied auf dem von „Racheschwur Records“ produzierten Tonträger heißt „Aryan Black Metal“. Ein Lied auf einem Tonträger der Band „Waffen“ heißt „Piss on the grave of the jews“. Die jüngste Veröffentlichung erfolgte zu Ehren der bekanntesten deutschen „National Socialist Black Metal“-Band, „Absurd“. Auf dem Tonträger finden sich Lieder von zahlreichen einschlägigen Musikgruppen, darunter auch zwei österreichische: Die Wiener Band „Obskene Sonare“ und die ebenfalls 2007 gegründete Band von A., „Pestschwadron“, die er mit zwei weiteren jungen Männern betreibt.

„Pestschwadron“ bezeichnen ihren Stil als „völkischen Black Metal zur Zerstörung des Christentums“. Auf einer Grußkarte in einem „Myspace“-Gästebuch, die mit Runen und einer „Schwarzen Sonne“ versehen ist, steht geschrieben: „Grüsse aus der Ostmark wünschen Pestschwadron“. Ein Bandkollege von A. betreibt unter dem Namen „MG 42“ ein musikalisches Soloprojekt, das mit Liedern wie „Volk ans Gewehr“, „Totenkopf Terror“ und „Genickschuss Korps“ aufwartet, der einzige Tonträger ist auf 88 („88“ = 2 Mal der 8. Buchstabe des Alphabets = Abkürzung für „Heil Hitler“, Anm.) Stück limitiert.

„Racheschwur Records“ ist nicht der einzige österreichische Musikversand, der braune Bands vertreibt, es existieren einige „unpolitische“ Versände, die ebenfalls mit der Verbreitung von rassistischem und neonazistischem Gedankengut Geld verdienen. Seit kurzem ist der Betreiber von „Racheschwur Records“ zumindest per Emailkontakt nicht mehr erreichbar, die Versand-Homepage ist jedoch nach wie vor online. Laut einem Eintrag auf einer einschlägigen Internetseite hat die Polizei das Angebot des Versandes beschlagnahmt, worauf A. den Versand einstellen mußte.

23
Apr
08

Neonazi-Band „Race War“ wieder aktiv

Am 22. März 2008 fand zwischen Venedig und Vicenza in Nord-Italien ein von der italienischen Neonazi-Organisation „Veneto Fronte Skinheads“ veranstaltetes Konzert mit diversen einschlägigen Bands wie „Estirpe Imperial“, „Brutal Attack“, „Bully Boys“ usw. statt. Das Konzert wurde laut Angaben aus Szenekreisen von rund 2000 Personen besucht und gehört somit wohl zu den größten Neonazi-Konzertveranstaltungen Europas. Dies ist nur aufgrund der weitest gehenden polizeilichen und behördlichen Toleranz möglich, welche auf der Homepage der Veranstalter auch betont wird: „Es braucht Monate um so eine Veranstaltung zu organisieren, von den nötigen Erlaubnissen und Garantien von der Polizei und lokalen Behörden ganz zu schweigen (…) “ (Stellungnahme auf der Homepage der „Veneto Fronte Skinheads vom 23.03.2008).

Mit dabei bei dem Konzert war auch eine deutsche Band, die unter dem Pseudonym „Heiliger Krieg“ angekündigt wurde. Bei näherer Betrachtung des Konzertflyers und Recherche auf einschlägigen Internetseiten konnte mensch nur zu dem Schluss kommen, dass es sich bei „Heiliger Krieg“ um die Gruppe „Race War“ handelt. Ein Lied der Band heißt „Heiliger Krieg“, das Pseudonym auf dem Flyer ist mit den Worten „Stimme des Blutes“ hinterlegt, der Titel eines 2005 veröffentlichen, in Deutschland indizierten Tonträgers.

Ein Gerichtsverfahren gegen die im Jahr 2000 gegründete deutsche Band im Jahr 2006 führte zur Erklärung der Gruppe zu einer „kriminellen Vereinigung“, ähnlich wie bei „Landser“. Die Bandmitglieder wurden zu Bewährungsstrafen verurteilt und distanzierten sich von ihren Taten. (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Race_War) Da verwundert es natürlich, dass die Gruppe nun unter einem anderen Namen (und vermutlich nicht in der vollständigen ursprünglichen Besetzung) wieder auftritt, es steht zu Vermuten, dass es sich hier um einen Verstoß gegen die Bewährungsauflagen handelt.

Mitte April stellte der SPD-Abgeordnete Stephan Braun diesbezüglich eine „kleine Anfrage“ mit folgenden Fragestellungen an die Landesregierung von Baden-Württemberg:
„1. Welche Erkenntnisse liegen der Landesregierung und dem Verfassungsschutz über aktuelle Aktivitäten der Neonaziband „Race War“ und deren Musikern vor, die im November 2006 vom Landgericht Stuttgart wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung zu Bewährungsstrafen verurteilt worden sind?
2. Trifft es zu, dass am 22. März 2008 zwischen Veneto und Vicenza in Norditalien ein von der italienischen Neonazi-Organisation „Veneto Fronte Skinheads“ organisiertes Konzert stattgefunden hat, bei dem eine deutsche Band unter dem Namen „Heiliger Krieg“ aufgetreten ist?
3. Trifft es zu, dass es sich bei der Band „Heiliger Krieg“ um die Neonaziband „Race War“ handelt, bzw. dass Musiker von „Race War“ beim Auftritt von „Heiliger Krieg“ beteiligt waren?
4. Falls ja: war dieser Auftritt strafrechtlich relevant oder nicht und ggf. aus welchen Gründen?
5. Sind weitere Auftritte der Band „Heiliger Krieg“ bekannt und falls ja: wann und wo und bei welcher Veranstaltung und waren diese Auftritte strafrechtlich relevant oder nicht und ggf. aus welchen Gründen?“

13
Apr
08

NSBM-concert with Absurd, Temnozor, Kroda and Sekhmet in Brno (Czech Republic)

On 25th of April a “National Socialist Black Metal” concert is scheduled in a club at the Czech City Brno. Several Neo Nazi concerts took place there in recent years. On 30th of October 2004 the bands “Lion’s Pride”, “Randall Gruppe”, “Kampfzone” and “Squad 96” played there. In 2007 the so called “Dunkelheit Festival” happened, several “National Socialist Black Metal”-bands like “Inferno”, “Silva Nigra” and “Infernal War” could play. The concert in Brno is organized by Marian Prochazka. The following bands shall play on 25th of April.

ABSURD

The German Band „Absurd“ was formed in 1992 in the Thuringian city Sondershausen and became popular mostly because three band members killed a young man. The drummer of the band, Hendrik Möbus, after his discharge from jail incurred a penalty by showing the Hitler salute, furthermore recordings with Neo Nazi contents were made. Hendrik Möbus because of that came back to jail. His brother Ronald, who is – like Hendrik – still part of the Neo Nazi scene, became the new vocalist of the band. On a “Best of”-album with the title “Der Fünfzehnjährige Krieg” (“Fifteen Years of War”, refers to the time of existence of the band) one can find some songs with explicit lyrics:

“Was da atmet, muss nun sterben, dass die Welt gereinigt wird. Mordend Juden und Christenheit, lüstern, voller Grausamkeit. Massengräber füllen sich, holde Pest, wir grüßen dich!” (Translated: “What is breathing, now has to die, to clean the world. Killing jews and Christianity. Mass graves are filled, graceful pest we are greeting you“; from the song “Pesttanz”).

„Ihr könnt meinem Blutdurst nicht entrinnen! Ich stille meine Gier mit Menschenfleisch, mit Zyklon B, mit Gift und Blut.“ (Translated: „You can not escape my thirst for blood! I assuage my greed with human meat, with Zyklon B, with poison and blood.”; from the song “Werwolf”; “Zyklon B” was the gas that was used in National Socialism to kill millions).

On 09th of June 2007 “Absurd” played at the inn “Göb” in Gremsdorf (Bavaria) amongst others with the French “National Socialist Black Metal”(NSBM)-bands “Blessed in Sin” and “Finis Gloria Dei”. On 25th of August the band played on a NSBM-Festival in Sibiu, Romania, in common with the bands “Temnozor” and “Orthanc”. In the beginning of February 2008 the band played at two concerts in Finland, together with the Neo Nazi bands “Der Stürmer”, “Goatmoon” and “Satanic Warmaster”.

TEMNOZOR

The Russian band was formed in 1996. It was a racist and Anti-Semitic band from the beginning of its existence. In an interview in 1998 the band speaks about its world view: “(…) I believe that perishment of christianity is possible at the moment, however pagan revival will stay only a dream until modern civilization based on materialism and judaism is annihilated (…)”. Furthermore the band calls for (violent) action against those who are the scape goat for the problems of the society: “(…) think about the future of our Land, our Race and our nation. If most of you will act the same way, trying to break the chains of judeo-christian slavery and consequences of it’s noxious impact (i.e. disastrous ecological, demographic and geopolitic state of the whole White Race) speaking a lot but doing nothing, then soon there will be nothing and nobody to save. We have to act now. It’s not an appeal to start demagogic debate of the detriment of judeo-christian culture (…) It’s the appeal to real, precisely planned actions. I guess, those who need it, already understood what I’m talking about… and others simply are of no interest to me. Praise Russia! Hail the White Race! Support the forthcoming War!“ http://www.rusmetal.ru/vae_solis/Temnozor.htm

KRODA

In an Interview with the German Metal-Online-Magazine “Ruhrmetal.com”, „Eisenslav“, the front man of the Ukrainian band „Kroda“ (which was formed in 2003) , describes their music: „(…) It is the echoes of Ancient Battles for Our Native Land and for Our Blood. It is the gnash of swords, clash of battle axes and hissing of arrows, crushing and sweeping away all the hostile being from Our Land. It is the resounds of terrible battle outcry of Aryan Warriors Allfadr and the raging roar of Aryan Archetype Wolfish Nature.(…)“. Nevertheless he states that „Kroda“ is not a NSBM-band: „Speaking about Kroda style – this is not NSBM. People correctly define our vein as Folk Pagan Metal. Except of that, we don’t sing about politics but use completely another topics: traditionalism, culture, nature…
I shall not deny the fact that anyway we have cartain political views, but this is not about musical aspect of Kroda. I can add here only that both of us feel disgust when we take look upon nowadays political situation that seems like some show.“

http://www.ruhrmetal-mag.de/interviews/index.php?page=show&id=23&oft=1

In an other interview, „Eisenslav“ is asked if he believes in the Anti-semitic idea of „Z.O.G. alliance“, „jewish conspiracy and so on and he answers: „Seems that only those who watch TV too much are able not to see it! It’s obious even for a blind man!“. In the end of the interview, he greets with the following words: „Aryan Regards! WOTAN über Alles!“ http://www.mortemzine.net/article.php?id=256

One of the concerts is scheduled at the club „Svatoboj in Brno“, where several Neo Nazi concerts took place in recent years. On 30th of October 2004 the bands “Lion’s Pride”, “Randall Gruppe”, “Kampfzone” and “Squad 96” played there. In 2007 the so called “Dunkelheit Festival” happened, several “National Socialist Black Metal”-bands like “Inferno”, “Silva Nigra” and “Infernal War” could play.

SEKHMET

This NSBM-band from the Czech Republic was formed in 2002, information about the band in Czech language can be found here: http://www.antifa.cz/155-mzdomova-nsbm-made-in-bohemia-part-ii.html

03
Apr
08

„Blood & Honour“ Neo Nazi event in Belgium

On 19th of April a Neo Nazi event, named “Memorial for fallen heroes”, shall take place in Belgium. It is the night before the birthday of the National Socialist leader Adolf Hitler. The „Memorial“ and a concert are organized by „Blood & Honour Vlaanderen“. The following persons shall speak at the “Memorial”:

  • Stefan Wijkamp, who is named “Dutch Hitler” because he dresses up like Hitler, is a leading member of the Dutch fascist Party “Nederlandse Volks Unie”.
  • Stephen Swinfen, also known as „Swiny“, is one of the leading members of the British „Blood and Honour“-Network.

After the „Memorial“ a concert („Return to Glory“) with several Neo Nazi bands shall take place:

The Belgium Band „Lions Pride“ was founded in 2000. With other Neo Nazi bands it can be found on the record “The Skinheads come back Oi!”. On 26th of March 2005 the band played at a concert in the area of Hannover (Germany) also with other Neo Nazi bands. In 2004 the band played at a Memorial Concert for Ian Stuart in Belgium. http://www.turnitdown.de/bands.html?&cHash=bd0d34e2be&tx_list_pi1%5BshowUid%5D=722

The Name of the German band “Die Liebenfels Kapelle” is a pseudonym for the Neo Nazi Band “Skalinger”. On their album “Heim ins Reich” which was released in 1999 they sing: ““Wir scheissen (sic) auf die gesamte jüdische Rasse. Wie Hasen werden wir euch jagen und gesamten Zentralrat im Massengrab verscharen (sic). Schuba duba du Zyklon B. Yeah! (…) Ein Hoch auf Mengele, er hatte recht (sic). Schuba duba du ausgerottet“. (Translation: „Fuck the whole jewish race. Like rabbits we will hunt you and bury the whole Central Consistory in the mass grave. Schuba duba du Zyklon B. Yeah! (..) Cheers for Mengele, he was right. Schuba duba du exterminated”). The Name “Die Liebenfels Kapelle” obviously refers to the name of the anti-Semite and racist Jörg Lanz von Liebenfels. He claimed to be the mentor of Adolf Hitler. http://www.links-lang.de/antifa/keinestimme06/aktuell/0912t.php.

The lyrics of “Die Liebenfels Kapelle” are less radical than that of “Skalinger”, but also extreme right.


It is assumed that the name “Fight Tonight” of an also playing German band is a pseudonym for the band “My War”. The band from North-Rhine Westphalia was founded in 2006 and consists amongst others of members of the bands “Linientroi” and “Boots of Hate”. (http://www.ida-nrw.de/html/Fmusi.htm)

The Neo Nazi Band “Preserve White Aryans” (P.W.A.) from Estonia was founded in 1999. On the album “Out of Order” which was released in 2007 one can find the following lyric: “We got to do what we can, free your mind, we are victim of lies sacrifice your amenity, for the future of our children and white unity (…) million lies, hollywood empire, holocaust industry, death of white power! It´s finally time to se the truth, we are the prioners of lies, believe me it´s true.” (taken from the song “It´s million reasons“).

At the song „Your real face“ one can find an anti-Semitic conspiracy theory: “TV – news, half information, you try to control all the world, but believe me – once times have changed, people start to see your hooknosed face.” On the cover of the album “It’s time to awake” which was released in 2001 by “Blood & Honour Estonia”, a nazi skinhead with a gun and a swastika flag in the background can be seen.

Some of the members of the band “Last Chance” from the USA also play at the band “Code 13”. The song “Holahoax” of this Neo Nazi band is about the National Socialist Holocaust: Six million zombies, Six million living dead. The ghosts of the living that exist inside your head. The greatest hoax in history, the lies that you’ve told. In this generation. The truth shall unfold. Holohoax, six million never died. Holohoax, we will prove your lies. Holohoax, the truth you can not hide. Holohoax, your fate we will decide. The truth has been buried. In a mass grave of deceit. Buried deep in ignorance by the Zionist elite. Your crimes against the fatherland are evil and obscene. Fabricated history, of a past that´s never been. Holohoax, six million never died. Holohoax, we will prove your lies. Holohoax, the truth you can not hide. Holohoax, your fate we will decide.“

The German band „Sense of Pride“ which was found in 2005, on 1st of May 2007 played at a Neo Nazi demonstration in Dortmund. http://www.ida-nrw.de/html/Fmusi.htm

Furthermore the Bands “Agonia” (Czech Republic), “Section 88” and “Unit 28” shall play at the concert. In February 2007 the British band „Section 88“ played at a Neo Nazi event in Hungary (“Day of Honour”). http://www.npd-blog.info/index.php?s=%22tag+der+ehre%22. In August 2006 a concert was planned by the Neo Nazi group “Hammerskins” in Switzerland. http://www.antifa.ch/comm/comm060811.shtml

In September 2005 the band played with other Neo Nazi bands at a concert in Belgium, the police did not intervene although it was present. http://www.searchlightmagazine.com/index.php?link=template&story=150

In March 2008 the band played together with the British Band “Unit 28” at a Neo Nazi concert in Great Britain (“Violent Storm Memorial”). “Unit 28” also played at an “Ian Stuart Memorial” concert in September 2007.