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Fünftes „Calling for Battle“-Konzert mit neonazistischer Musikgruppe

Am 29. Juni fand im Rahmen des bereits fünften sogenannten „Calling for Battle“-Konzertes im Kleingartenverein am Hanberg in Salzgitter-Bad ein Auftritt verschiedener Black-Metal-Bands statt. Neben diversen „unpolitischen“ Gruppen wie „Nuit Noire“ und „Hypothermia“ und konnte auch die NS-Black-Metal Band „Cultus“ aus den Niederlanden auftreten. Die extrem rechte Band „Suicide Solution“ machte einen Spontanauftritt. Das Konzert war Teil einer Europa-Tour, die je einen Auftritt in Frankreich und Belgien und zwei in Deutschland umfasste. Der Organisator der Tour, Arjan Peeks, ist Frontmann der Band „Cultus“ und Betreiber des Labels „Heidens Hart“, das neonazistische Tonträger produziert und vertreibt. In einem Interview im Jahr 2002 grüßte er etwa mit „Sieg Heil“.

Der Kleingartenverein in Hanberg machte heuer bereits Schlagzeilen, nachdem zwei Konzerte mit neonazistischen Musikgruppen stattgefunden hatten. Der Verein hatte daraufhin den Pachtvertrag mit den Betreibern der Gaststätte, in der die Konzerte stattfanden, aufgekündigt. Der Vertrag lief Ende Juni aus (Quelle: Braunschweiger Zeitung, 12.06.2007), gerade noch rechtzeitig konnte noch einmal eine neonazistische Musikgruppe auftreten.

Das Konzert war bereits das fünfte der sogenannten „Calling for Battle“-Konzerte, die meist konspirativ beworben werden und rechten bis neonazistischen Musikgruppen eine Bühne bieten. Beim ersten und zweiten „Calling for Battle“-Konzert im März und Mai 2006 konnte etwa die deutsche NS-Black-Metal Band „Nachtfalke“ auftreten. Das zweite Konzert wurde auch von den ebenfalls einschlägigen Bands „Moontower“, „Inferno“ und „Suicide Solution“ unterstützt. Die beiden letztgenannten Gruppen standen dann auch beim dritten Konzert im Oktober 2006 zusammen mit der polnischen NSBM-Band „Thunderbolt“ auf der Bühne. Der Sänger von „Suicide Solution“, Carsten K., gehört zu den Organisatoren der Konzert-Reihe.

Das vierte Konzert in der Reihe wurde im April 2007 in der Festhalle Nordhausen-Sundhausen abgehalten, wobei hier nach eigenen Angaben darauf verzichtet wurde, das Konzert unter dem Namen „Calling for Battle“ zu bewerben, um Probleme zu vermeiden. Auf dem Programm standen die Bands „Eternity“, „Paria“ und „Lugubrum“, als „Special guest“ trat die Gruppe „Permafrost“ auf. Von Seiten der Behörden gab es keine Hindernisse.


1 Response to “Fünftes „Calling for Battle“-Konzert mit neonazistischer Musikgruppe”


  1. September 9, 2010 um 10:38 pm

    Was soll man zu solch einem „Konzert“ noch sagen?!


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