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Jul
07

Neonazikonzert von Stuttgart nach Saarbrücken verlegt

Das für 30. Juni in der Nähe von Ulm geplante neonazistische „European Revolution“-Konzert u.a. mit „Carpe Diem“ wurde von den Behörden verboten. Kurzerhand wurde der Auftritt der Bands an ein in Saarbrücken geplantes Konzert der NPD angehängt. Dort konnten die Bands der „European Revolution Tour“ gemeinsam mit einer Reihe weiterer brauner Musikgruppen („Asynja“, „Attack“, „Die Aristokraken“, „Breakdown“) – ungehindert von der Polizei – auftreten. Lediglich zu einem Auftritt der bereits angereisten Band „Carpe Diem“ konnte es laut einem Konzertbericht auf einer neonazistischen Online-Seite nicht mehr kommen, da die Polizei ein Ende des Konzertes um 24 Uhr angeordnet hatte.

Die schwedische Band „Asynja“ stammt aus dem Umfeld der Neonaziorganisation „Blood and Honour“ und veröffentlichte mit der einschlägigen Band „SKD“ einen gemeinsamen Tonträger unter dem Titel „Europa Nation Revolution“.

Die US-amerikanische Gruppe „Attack“ macht in einem Interview klar antisemitische und weltverschwörerische Aussagen: In Zusammenhang mit ihrer Meinung über den Terroranschlag auf das World-Trade-Center meint die Band: „Ich weiß, daß ihr in Europa die Twin Towers als Zeichen des internationalen Zion seht, aber es starben viele Unschuldige, einfache Leute sowie gute Feuerwehrmänner, die damit nichts zu tun hatten… Und für was starben sie?!? Es ist eine größere Sache, als wie uns unsere Regierung sagen will. Nur feige Soldaten töten unschuldige Menschen, wahre Krieger aber sterben und kämpfen auf dem Schlachtfeld. Meiner Ansicht müßte man all diese Muslims und Zionisten nach Nahost schicken, und dann sollen sie das allein klären. Amerika ist von Europäern für Europäer geschaffen worden und nicht für Zionisten und Wüsten Söhne…“

Als Antwort auf eine Frage nach Parlamentswahlen erwidert die Band: „Alle unserer Politiker haben sich an die Zionisten verkauft. Für mich sind es alles Ratten!“ Zum Abschluss des Interviews grüßt die Band mit „Heil Deutschland – 14 words!“ (Interview mit dem neonazistischen „Panzerbär“-Magazin, Ausgabe 7, 2004). Der Tonträger „Survival“ wurde im Jahr 2006 bei dem inzwischen aufgelösten deutschen Label „Hate Records“ neu produziert. Auf dem 2005 produzierten Tonträger „World of ruin“ finden sich Lieder mit eindeutigen Titeln wie „White Patriot“.Da die beiden Bands „Asynja“ und „Attack“ offenbar nicht komplett angereist waren, wurden sie von Musikern anderer Gruppen unterstützt. Bei „Asynja“ spielten Mitglieder der Bands „Division Germania“ und „Störmanöver“, bei „Attack“ Mitglieder von „Aristokraken“ und der Schlagzeuger der NSBM-Band „Wewelsburg“.

Die vorderpfälzische Band „Aristokraken“, die eine erste Tonträgerveröffentlichung im Jahr 2008 plant, trat bereits am 20. April 2007 (Geburtstag von Adolf Hitler) mit anderen Gruppen wie „Terroritorium“, „Das letzte Aufgebot“, „Störmanöver“ und „Breakdown“ im Raum Schleswig-Holstein auf. In Saarbrücken punktete sie laut dem Konzertbericht auf einer Neonaziseite mit dem Lied „Say yes to racism“.

Auf einem Tonträger der Band „Breakdown“ gemeinsam mit der Gruppe „Razor’s Edge“ aus dem Jahr 2005 findet sich ein Lied mit dem eindeutigen Titel „14 words“.


Weiterführende Links: http://www.stattweb.de/baseportal/NewsDetail&db=News&Id=2033

http://linkszeitung.de/index.php?option=com_content&task=view&id=125044&Itemid=61


1 Response to “Neonazikonzert von Stuttgart nach Saarbrücken verlegt”



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