29
Apr
07

Eternity (D) – Bandbeschreibung

Mit diversen Tonträger-Produktionen, Bandprojekten, Konzerten und eindeutigen Statements bewiesen „Eternity“ in der Vergangenheit, dass sie keine Berührungsängste mit dem neonazistischen und extrem rechten Flügel der Blackmetal-Szene haben. Mittlerweile distanziert sich die Gruppe mehr oder weniger vom rechtsextremen Gedankengut und verweist auf ihre vom Verfassungsschutz attestierte Unbedenklichkeit. Dennoch kommt es immer wieder zu gemeinsamen Auftritten mit einschlägigen Bands. Im April 2007 spielten „Eternity“ etwa u. a. gemeinsam mit der neonazistischen Gruppe „Permafrost“ in Nordhausen-Sundhausen. Im selben Jahr trat man beim „Dunkelheit Festival“ in Tschechien u. a. mit den einschlägigen Bands „Inferno“, „Infernal War“ und „Silva Nigra“ auf, auch „Morrigan“ waren mit von der Partie. Nach wie vor fühle man sich u. a. zu dem Label „WTC Productions“, betrieben von Sven Zimper von „Absurd“, „brüderlich“ verbunden. Auch diese Aussage trägt nicht gerade dazu bei, die Distanzierungen von „Eternity“ ernst zu nehmen.

Im Jahr 2004 erschien ein Tonträger („Black Metal Against The World“), auf dem ETERNITY gemeinsam mit der französischen NSBM-Band AD HOMINEM sowie der einschlägigen Band FUNERAL WINDS und der Band LEVIATHAN vertreten sind. Ein Lied von AD HOMINEM auf einem anderen Tonträger heisst etwa „Auschwitz rules“. Auch FUNERAL WINDS stehen zum Nationalsozialismus. Frontmann Maurits Jansen meint in einem Interview etwa: „Ich habe ein großes Interesse an Hitlers Leben, sowohl an seiner okkulten als auch an seiner „Drittes-Reich“-Seite. Ich habe einige seiner Ideen und Ideologien übernommen.“ Weiters meint er: „Ich stehe mit einigen extrem rechten Parteien in Kontakt (..) in einigen Punkten kommen sie unseren Zielen und unserer Ideologie nahe (..) Es ist an der Zeit, alle Immigranten zusammen mit der Regierung aus den Niederlanden zu werfen. Öffnet Auschwitz wieder und gebt ihnen allen einen Freifahrtschein zur Hölle.“ (zitiert in: Dornbusch/Killguss 2005, Unheilige Allianzen – Black Metal zwischen Satanismus, Heidentum und Neonazismus, Seite 216).

Auf die gemeinsame Produktion mit der neonazistichen Gruppe AD HOMINEM angesprochen meint „Basilisk“, der Schlagzeuger von ETERNITY, lapidar: „Ich habe schon eine ganze Weile Kontakt zu Kaiser W. von Ad Hominem…er plante diese 4er Split-Ep, fragte mich ob wir mitmachen wollen und ich sagte ja! Eigentlich ganz unspektakulär!“.

Bei einem Konzert in Deutschland im Februar 2004 traten ETERNITY zusammen mit den neonazistischen Bands MAGOG, TOTENBURG, AD HOMINEM, und ABSURD auf. Bei diesem Konzert übernahm die neonazistische Kameradschaft „Selbstschutz Sachsen-Anhalt“ den Saalschutz. Konzertbesucher erhoben den Arm zum Hitler-Gruß oder brüllten „Sieg Heil“ und „Juden raus“ (Dornbusch/Killguss, Seite 67). In einem Interview wird die Band ETERNITY auf das Konzert angesprochen:

Interviewer: „Die Reaktionen seitens des Publikums bei eurem Auftritt in Diesdorf waren meiner Meinung nach eher verhalten und so wirklich schien ETERNITY auch nicht zu den anderen Bands zu passen, da ihr am ehesten den traditionellen Black Metal spielt. Wie seht ihr das Konzert im Nachhinein? Gelungen/Misslungen? Einen „gut gelaunten“ Eindruck machtet
ihr jedenfalls nicht.“

Antwort von ETERNITY: „Ja gut, wir waren halt die einzige Band ohne NS-Bonus und unsere Musik animiert nun mal nicht zum Sieg Heil-Gröhlen, was auch gut so ist!“

Im November 2005 war eine „Mini-Tour“ der Band gemeinsam mit der neonazistischen Band SATANIC WARMASTER aus Finnland angekündigt, die etwa auf der Homepage des einschlägigen Labels WEREWOLF RECORDS beworben wurde, In Deutschland („Asgard Pub“ in Annaberg Buchholz), Belgien („Club 162“ in Hekelgem) und den Niederlanden („Pazzop“ in Bladel) sollten die Bands auftreten. Gegen das Konzert in den Niederlanden gab es antifaschistische Proteste, weswegen dieser Auftritt abgesagt wurde.

Wordrap von ETERNITY zum Thema „Holocaust“:
Antwort von ETERNITY: „Tolle Sache! Eine spezielle Abart davon ist doch der Alkoholocaust!!??“

Zwischen der Band ETERNITY und der neonazistischen Band „Absurd“ bzw. der einschlägigen Band „Wolfsmond“, bei der auch (ehemalige) „Absurd“-Mitglieder spielen, gibt es starke personelle Verbindungen:

2001 produzierten ETERNITY gemeinsam mit „Wolfsmond“ einen Tonträger bei dem einschlägigen Label „Sombre Records“. Der Tonträger „…and the gruesome returns with every night“ wurde 2004
bei dem Label „World Terror Committee Productions“ produziert. Dieses Plattenlabel produzierte auch Tonträger von „Absurd“ und „Wolfsmond“. Der „ETERNITY“-Tonträger „We walk the Infernal Path“ wurde u .a. gemeinsam mit dem Ein-Mann-Projekt „Luror“ alias „Unhold“ alias Sven Zimper produziert, der Inhaber von „World Terror Committee Productions“ ist und auch bei „Absurd“ als Schlagzeuger mitspielt. In dem Lied „Faustus M-Ängel-E“ auf einem 2001 gemeinsam mit der extrem rechten Band „Nachtfalke“ veröffentlichten Tonträger heißt es „The dramatic destiny of the chosen ones, the fate of the fateful elitists, Hail to the spirit called Faustus Mengele, demon of a modern world. „Unholds“ Faust-Figur ist Dr. Josef Mengele, der „Todesengel von Auschwitz“. Das Plattencover zeigt ihn, umrahmt von ausgemergelten Häftlingskindern.

Einer der beiden Sänger von ETERNITY, der sich „A. Krieg“ nennt, spielt mit Zimper auch gemeinsam in der Band „Hellfucked“. „Hellfucked“ sind auch auf einem „Tribut-Tonträger für die neonazistische Band „Absurd“ vertreten. Ein Tonträger von „Hellfucked“ wurde bei dem Label „Blut und Eisen Productions“ produziert, zu dem auch „ETERNITY“ sehr gute Kontakte haben. Der Betreiber des Labels, bei dem bereits diverse einschlägige Bands ihre Tonträger produziert haben, gilt als „passives Bandmitglied“ und schreibt die meisten Texte für „Eternity“. Auch bei anderen Veröffentlichungen verlassen sich „Hellfucked“ auf einschlägige Labels: Der „Hellfucked“-Tonträger „Die Legende lebt“ wurde 2002 gemeinsam mit der Band „Wolfsmond“ bei dem neonazistischen Label „Vinland Winds“ produziert. Der Tonträger „Deathecration/First Offense“ wurde bei der Plattenfirma
„Pesten Production“ des deutschen Neonazis Denis Schoner hergestellt.

Auch bei der Band „Darkmoon Warrior“ sind „A.Krieg“ und sein Bandkollege
„Basilisk“ von ETERNITY aktiv. „Darkmoon Warrior“ produzierten 1999 einen Demo-Tonträger mit dem Namen „After the final Holocaust“.

Der Gitarrist und Sänger von ETERNITY, der sich „Managarm“ nennt,
spielt mit Sebastian Schauseil (spielt/e in der NSBM-Band „Absurd“ und in
der rechtsextremen Band „Halgadom“) und Zimper in der Band „Wolfsmond“
und spielte mit dem Rechtsextremisten Ronald „Wolf“ Möbus, dem aktuellen
Sänger von „Absurd“, in der inzwischen aufgelösten Rechtsrock-Band
„Heldentum“. „Managarm“ (Dirk Rößler) erzählt in einem Interview, dass er auch gerne
die (neonazistische) Band „Landser“ hört. (Dornbusch/Killguss, Seite 172).

In einem Interview äußern sich ETERNITY zum Thema „Nicht-Deutsche“ wie
folgt: „Ein Türke in der Türkei geht mir am Arsch vorbei, ein Schlitzauge
in China stört mich auch nicht und ein Nigger in Uganda ebenso wenig,
doch was bitteschön haben die in unserem Reich zu suchen?“. Auf die Frage
des Interviewers, wie das „Problem“ mit dem „Dreck (Türken, Neger)“ zu
lösen sei, zeigte sich die Band schon resigniert: „Meiner Meinung nach
ist es sowieso schon viel zu spät, dieses Problem zu beseitigen, da
bereits viel zu viel Abschaum dieser Art unser Land verseucht hat. Man
hätte es gar nicht erst so weit kommen lassen
dürfen.“ (Dornbusch/Killguss, Seite 175).

Auch auf dem im Jahr 2000 veröffentlichten Tonträger „Compilation Sacricola Ordnos Priski – Germanischer Gemeinschaftstonträger“ sind ETERNITY neben anderen einschlägigen NSBM-Bands wie „Aryan Blood“, „Rassenkrieg“, „Holocaustus“, „Bilskirnir“ etc. vertreten. Das
Begleitheft dieses Tonträgers enthält u. a. einen „Sinnspruch“ des einstigen Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß. Der Tonträger wird mit der Hymne der SA, dem „Horst-Wessel-Lied“ eingeleitet. (Dornbusch/Killguß, Seite 205-206).


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