Archiv der Kategorie 'Uncategorized'



05
Dez
09

Wieder rechtes Konzert in Kirchheim (Thueringen)

Die rechte Black-Metal-Postille „A-Blaze“ kündigt dieser Tage wieder mal ein Konzert an, bei dem extrem rechts gesinntes Publikum nicht zu kurz kommen dürfte. Im Dezember soll die Band „Celestia“ gemeinsam mit zwei weiteren Gruppen („Moredhel“ und „Dark Armageddon“) in Kirchheim (Thüringen) auftreten. Der Frontmann der französischen Band grüsste in einem Interview mit „Sieg Heil“ und bedauert, dass „A. Hitler den Krieg verloren hat“. Ende Jänner 2009 sollte die Band bei einem Konzert in Speyer (Nordrhein-Westfalen) auftreten, nach Protesten wurde sie jedoch kurzfristig ausgeladen. Der Veranstaltungsort für das aktuelle Konzert, die „Erlebnisscheune“ in Kirchheim, fiel bereits in jüngster Vergangenheit mehrmals einschlägig auf.

Für den 21. November war etwa der Landesparteitag der thüringischen NPD angekündigt. Allein im Jahr 2009 fanden bereits mindestens zehn rechtsextreme Veranstaltungen an diesem Ort statt. Am 07. November veranstaltete der ehemalige Schlagzeuger der NS-Black-Metal-Band „Absurd“ und Neonazi-Onlineversand-Betreiber Hendrik Möbus in der „Erlebnisscheune“ ein Konzert mit den einschlägigen Gruppen „Goatmoon“, „Armatus“ und „Sturmkaiser“.

23
Nov
09

Sturmkaiser (Italien) – Bandbeschreibung

Die italienische Band „Sturmkaiser“ wurde 2003 gegründet, in einem aktuellen Statement bezeichnet sie sich als „War Black Metal“ und leugnet jede politische Orientierung. Dies entspricht jedoch offenbar keineswegs den Tatsachen, man hat zumindest keinerlei Berührungsängste zu offen neonazistischen Musikgruppen und entsprechenden Plattenfirmen:

So wurden mehrere Tonträger der Band bei dem deutschen NS-Blackmetal-Label „Nebelfee Klangwerke“ (in Besitz des Sängers der deutschen Neonazi-Band „Absurd“, Ronald Möbus) veröffentlicht. Auf dem 2004 Jahr erschienenen Tonträger „Mors Tua, Vita Mea“ findet sich ein Lied mit dem eindeutigen Titel „Hail Victory“. Drei Mitglieder der Band „Sturmkaiser“ sind bei der Gruppe „Draugr“ musikalisch aktiv, auch diese Gruppe steht bei einem einschlägigen Label – „Christhunt Productions“ aus Leopoldshöhe/ Nordrhein-Westfalen – unter Vertrag.

Mitte Mai 2009 spielten „Sturmkaiser“ bei einem Konzert in Mailand zusammen mit der französischen NS-Blackmetal-Band „Ad Hominem“, schon im Dezember 2005 trat die Band zusammen mit der deutschen NS-Blackmetal-Gruppe „Absurd“ ebenfalls bei einem Konzert in Mailand auf. Der Kontakt zu dieser Gruppe dürfte weiterhin bestehen, erst am 06. und 07. November 2009 spielten „Sturmkaiser“ bei zwei Konzerten in Thüringen und Tschechien, die von Hendrik Möbus, dem ehemaligen Schlagzeuger von „Absurd“ und Bruder des aktuellen Sängers Ronald Möbus organisiert wurden. Hendrik ist genauso wie sein älterer Bruder Ronald  als Produzent und Händler von rechtsextremen Blackmetal-Veröffentlichungen und darüber hinaus unter dem Namen „Totentanz Konzerte“ auch als Veranstalter von rechtsextremen Blackmetal-Konzerten aktiv. Mitte Oktober wurden etwa im Zuge einer polizeilichen Hausdurchsuchung 12.000 Tonträger aus seinem Internetversand-Sortiment beschlagnahmt.

Bei den Konzerten in Deutschland und Tschechien spielte auch die finnische Neonazi-Band „Goatmoon“, der Auftritt im tschechischen Zatec wurde zusätzlich von der einschlägigen Band „Sekhmet“ unterstützt. Abgesehen von der Anwesenheit eines Fernsehteams des Mitteldeutschen Rundfunks und polizeilichen Identitäts- bzw. Fahrzeugkontrollen bei dem Konzert im thüringischen Kirchheim konnten beide Veranstaltungen ungestört über die Bühne gehen (siehe auch: Blick nach rechts).

Sänger der Band „Sturmkaiser“ – das Band-T-Shirt trägt SS-Runen, 07.11.2009, „Erlebnisscheune“ Kirchheim

21
Nov
09

Wieder Neonazi-Konzert im „Gleis 3″ in Annaberg-Buchholz

„Willkommen im Reich von Gleis 3“ heißt es auf der „Myspace“-Seite des „Eventclubs Gleis 3“ in Annaberg-Buchholz. Die Begrüssung dürfte durchaus programmatisch sein, so bietet der Veranstaltungsort immer wieder Konzerte von Musikgruppen, die die Herzen von AnhängerInnen längst vergangener Regierungen höher schlagen lassen. Im letzten halben Jahr konnten so mehrere neonazistische Bands im „Gleis 3“ auftreten.

Am 23. Mai dürfte die bekannte deutsche Neonazi-Band „Absurd“ in Annaberg gespielt haben, die Verantwortlichen des „Gleis 3“ leugnen dies bis heute. Rund ein Monat später, am 26. Juni, wurde ein Auftritt der ukranischen Band „Kroda“ offen im Internet angekündigt. Der Auftritt wurde verhindert, nachdem die Band von antifaschistisch gesinnten Menschen bei einem vorhergehenden Konzert in Polen angegriffen wurde. Bei dem Konzert in Annaberg spielten schließlich nur die Gruppen „Sekhmet“ und „Isolfur“. Am 21. August 2009 traten im „Gleis 3“ die Gruppen „Magog“ und „Leichenzug“ auf.

Auch heute Abend sollen wieder einschlägige Bands in Annaberg auftreten. Diesmal sind es laut der Autonomen Antifa Westerzgebirge die Gruppen „Permafrost“, „Assfist“, „Eugenik“ und „Ahnenzorn“, die das braune Publikum begeistern sollen. Die Gruppen „Permafrost“ und „Eugenik“ haben sich bereits in der Vergangenheit als eindeutig mit dem Nationalsozialismus sympathisierend positioniert. Sie treten im „Gleis 3″ unter den Pseudonymen „Throne of Satan“ („Permafrost“) und „Rabenflug“ („Eugenik“) auf. Auch die Band „Ahnenzorn“, die sich selbst als „heidnischer Schwarzmetall“ kategorisiert, dürfte in diese Richtung tendieren. Der erste Tonträger wurde etwa – wie bei vielen einschlägigen Bands üblich – in einer Auflage von 88 Stück veröffentlicht.

Am 26. September versuchte der Sänger der Band laut der Gruppe „Emanzipatorischer Progress Mittleres Erzgebirge“, ein Konzert mit den Gruppen „Blutrache“ und „Isolfur“ in Marienberg zu veranstalten. Die Veranstaltung wurde jedoch verhindert. Im Bandlogo von „Ahnenzorn“ findet sich die „Schwarze Sonne“ – ein Symbol, das schon die Nationalsozialisten verwendeten. Den Bezug auf die Rassenideologie der Nationalsozialisten findet mensch auch in den Liedtexten der Band:

„Zweitausend Jahre der Unterdrückung, der Heuchler und der Sklaverei! Das nordische Reich vom Kreuz überflutet, von Lüge und Tyrannei! (…) Tod über Euch, unsere Rache wird grausam sein! Das Blut mit uns, unsere Rache wird grausam sein! Lange genug haben wir sie erfahren, die Knechtschaft im Zeichen der artfremden Macht! (…) Die Ahnen mit uns! Streckt die Waffen dem Feind entgegen! “ heißt es etwa im Lied „Unsere Rache wird grausam sein“ auf dem gleichnamigen Tonträger.

Im Nationalsozialismus wurde der Begriff „artfremd“ für die angeblich mit der eigenen „Rasse“ physisch und psychisch unverträgliche fremde „Rasse“ und die ihr zugeschriebenen Einflussmächte, die allein deshalb weil sie fremd sind vernichtet werden müssen, verwendet (Quelle: Cornelias Schmitz-Berning 1998, Vokabular des Nationalsozialismus, Seite 68). Das Lied von „Ahnenzorn“ ist zwar vorgeblich religionskritischer Natur, de facto enthält es jedoch Elemente rassistischer und völkischer Ideologie.

Logo der Band „Ahnenzorn“

Der Club „Gleis 3“ wird von Stev Lippold und Björn Eichhorn betrieben, letzterer veranstaltet seit Jahren auch in Lichtenstein Black-Metal-Konzerte, bei denen immer wieder einschlägige Bands auftreten können, so z. B. „Satanic Warmaster“, „Silva Nigra“, „Annihilation 666“ und „Leichenzug“.

10
Nov
09

Auftritte der rechten Band „Kategorie C“

Die Band „Kategorie C“ weiß, was ihre Fans wollen: „300 Liter Freibier und 1 Schwein“ soll es bei einer „Record Release Party“ geben, die Anfang Dezember in Saalfeld stattfinden soll. Vorgestellt wird das neue Album „Hungrig – Bissig – Wild“. Die seit den 1990ern existierende Band „Kategorie“ fungiert als „Schnittstelle zwischen Fussballfans und Neonazis“ (Turnitdown.de). Zahlreiche Verbindungen der Gruppe zur organisierten Neonazi-Szene sind feststellbar (siehe zB hier: Turnitdown), erst am 07. November sollte die Band im Rahmen eines Konzertes in Berlin auftreten, das von der bei Rechtsextremen beliebten Kleidermarke „Eric and Sons“ organisiert wurde. Das Konzert konnte jedoch verhindert werden. Schon im Mai hatte die Polizei in Rostock einem „Kategorie C“-Auftritt einen Riegel vorgeschoben (Quelle: Endstation rechts), aus diesen Gründen ist man auch bei dem aktuell angekündigten Konzert auf Probleme vorbereitet und gibt den genauen Veranstaltungsort gar nicht erst bekannt. Dasselbe gilt für ein weiteres Konzert, das einige Tage später im „Großraum Chemnitz/Zwickau“ stattfinden soll. Auf einem Ankündigungsflyer werden zwar Vorverkaufskarten angeboten – den genauen Veranstaltungsort werden die KäuferInnen – wie bei Neonazi-Konzerten üblich – vermutlich erst am Tag der Veranstaltung erfahren.

06
Nov
09

NS-Blackmetal-Konzerte in Tschechien und Deutschland

Update, 08. November 2009: Beide Konzerte konnten ungestört stattfinden. Der MDR machte in einer TV-Sendung auf den Neonazitreffpunkt in Kirchheim, eine sogenannte „Erlebnisscheune“, aufmerksam. Eine BürgerInneninitiative will den Kampf gegen den Nazitreff aufnehmen…

Heute abend soll in der tschechischen Stadt Zatec ein NS-Blackmetal-Konzert mit den Bands „Sekhmet“ (Tschechien), „Goatmoon“ (Finnland), „Sturmkaiser“ (Italien) und vermutlich „Absurd“ (Deutschland) stattfinden (siehe auch hier). Veranstalter des Konzertes ist „Totentanz Konzerte“ von Hendrik Möbus, der ehemalige Schlagzeuger der Gruppe „Absurd“. Möbus wurde durch den Mord an einem Klassenkameraden bekannt, den er in den 1990er Jahren zusammen mit zwei anderen Bandmitgliedern begangen hatte. Nach dem Mord zeigte der Neonazi keinerlei Reue und bezeichnete sein Opfer auch noch als „Volksschädling“. Bis heute sind Hendrik Möbus und sein Bruder Ronald, der vor einigen Jahren die Rolle des „Absurd“-Sängers übernommen hat, aktive Mitglieder der deutschen Neonazi-Szene. So betreibt ersterer auch das Label „Darker than Black Records“ und den Versand „Merchant of Death“ zur Produktion und zum Vertrieb von Musiktonträgern mit neonazistischen Inhalten. Kürzlich fand bei ihm und einem seiner „Kameraden“ eine polizeiliche Hausdurchsuchung statt, 12.000 Tonträger wurden in der Folge beschlagnahmt. Das aktuelle Konzert in Zatec wird im Internet völlig offen beworben, offenbar rechnet Möbus in Tschechien mit keinerlei Widerstand oder Protesten.

neonazikonzert zatec

Flyer für NS-Blackmetal-Konzert in Tschechien

Möbus trat in der jüngsten Vergangenheit unter dem Namen „Totentanz Konzerte“ mehrfach in Erscheinung. So veranstaltete er am 23. Mai 2009 in „Mitteldeutschland“ ein Konzert mit den Gruppen „Dead?“ (bzw. „Ad Hominem“), „Menegroth“, „Eisenwinter“ und „Sekhmet“, einen Tag zuvor spielten „Ad Hominem“ und andere Bands in Zatec. Ein anderer Versuch, ein NS-Blackmetal-Konzert zu organisieren, scheiterte: Das Konzert, das Ende November 2008 in Prenzlau u. a. mit der Gruppe „Frangar“ über die Bühne gehen sollte, wurde von der Polizei unterbunden.

Morgen, 07. November, soll dem heute in  Tschechien angekündigten Konzert ein weiteres in Deutschland folgen. Auch dieses wurde von Möbus organisiert, jedoch im Gegensatz zu dem in Tschechien angekündigten Konzert konspirativ beworben. Als Veranstaltungsort ist ein einschlägiges Lokal in Kirchheim (Thüringen) vorgesehen. Die Gruppen „Sturmkaiser“, „Goatmoon“ und „Armatus“ sollen auftreten (Quelle: Blicknachrechts).

01
Nov
09

Odinseye-Versand – Werbung für Neonazi-Konzerte

Zu einem Konzert in „Mitteldeutschland“ mit den braunen Musikgruppen „Frontalkraft“, „Sachsonia“, „Kommando Skin“, „Priorität18″ und „White Resistance“ rief für gestern Abend der NPD-Funktionär und Neonazi-Versandhausbetreiber Steffen Bösener über den Emailverteiler seines Versandes „Odinseye“ auf, das Konzert wurde von der Polizei aufgelöst. Bösener wirbt regelmässig für einschlägige Veranstaltungen, so in den letzten Monaten für folgende Konzerte:

01.08.2009: „Brutal Attack“, „Kommando Skin“, „Cynic“, „Ortel“

22.08.2009: „Stahlgewitter“, „Radikahl“, „Kommando Skin“, „Rotte Charlotte“, „Libertin“

15.08.2009: „Strongside“, „Cynic“, „12 Golden Years“, „Klampferites“, „Störmanöver“

19.09.2009: „Liedermacher Bernhard“, „Preussenstolz“, „Feldherren“, „12 Golden Years“

03.10.2009: „Oidoxie“, „Extressiv“, „Endless pride“, „Preussenstolz“, „Bloodline“, „Damage Inc.“

17.10.2009: „Asatru“, „Frontalkraft“, „Aufbruch“ und zwei weitere Bands

In der aktuellen Aussendung wird auch ein „Winterfest der nationalen Bewegung Sachsen Anhalt“ angekündigt, das am 07. November mit den Gruppen „Radikahl“, „Hateful“, „Fight Tonight“ „Burning Hate“, „Painful Awakening“ und anderen stattfinden soll.

30
Okt
09

Indizierungen Oktober 2009

Macht und Ehre – Europa erwache A
Autonom – Die Ewigen B
Vetaris – Morgen siegen wir A
Sampler – Northeim Volume 3 Live ! B
Landser – Proberaum 1987-1997 B
Aryan Hate -Untermenschen B
X.x.X. (bzw. D.S.T.) – Virus A
Sampler – Volksbote 4, 5, 6, 7, 8, 9 B
SKD – Volkssturm (Demo) B
Stolz – Vorwärts,Voran B
Kriegsberichter Vol. 6 (DVD) B

Beschlagnahmungen gem. § 130, 131 StGB

Sturmfront – Deutschland erwache
Sturmfront – Nigger burn
Sturmfront – Sturmfront

27
Okt
09

Österreichisch-slowenische Faschofreundschaft?

Mitglieder einer österreichischen Rechtsrock-Band veranstalten im Jänner 2010 im slowenischen Domzale ein Konzert mit zahlreichen Neonazi-Bands. Die Wiener Gruppe „Service Crew Vienna“ um Petar Helmer organisiert die Veranstaltung, bei der vor allem Bands aus Deutschland und Österreich auftreten sollen: „Skullcrusher“ (Slowenien), „Service Crew Vienna“ (Österreich), „Donner des Nordens“ (Österreich), „Sturmtrupp“ (Deutschland), „Ohne Worte“ (Deutschland) und „Blitzkrieg“ (Deutschland). Obwohl auch in Österreich in der jüngsten Vergangenheit mehrere einschlägige Konzerte ungestört über die Bühne gehen konnten, nutzt man offenbar die weitreichende behördliche Toleranz des Nachbarlandes, um absolut sicher gehen zu können, dass das Konzert nicht verhindert wird. Helmer hat im Internet die Ankündigung des Konzertes übernommen, einer seiner Bandkollegen von „Service Crew Vienna“, Kai Kungl, ist nicht nur bei „Service Crew Vienna“ sondern auch bei der Blackmetal-Band „Donner des Nordens“ aktiv. Erst im Juni 2009 traten beide Bands bei einem Solidaritätskonzert in Wien zu Gunsten eines zu diesem Zeitpunkt in Untersuchungshaft befindlichen Freundes – Jürgen Kasamas – auf. Kasamas hatte im März 2009 einen Mann zu Tode getreten (im September 2009 wurde er deshalb zu 20 Jahren Haft verurteilt). Das Konzert fand im Gasthaus „Zur Alm“ im Besitz eines Thaibox-Kollegen von Kasamas, Andre Herold, statt. Herold stammt – so wie Kasamas und auch die Band „Service Crew Vienna“– aus dem Umfeld von „Blood and Honour“ Wien. Obwohl das Magistrat Wien über das Konzert informiert war, unternahm es nichts zu dessen Verhinderung, somit konnte das Konzert ungestört stattfinden. „Service Crew Vienna“ traten bereits im Jahr 2008 bei zumindest zwei „Blood & Honour“-Konzerten in Ungarn und Slowenien auf.

Die Gruppe „Blitzkrieg“ aus Chemnitz (Sachsen) wird vom sächsischen Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft. „Blitzkrieg“ treten regelmässig bei braunen Veranstaltungen auf, so war man zB neben anderen Gruppen für eine Veranstaltung der NPD in Sachsen im März 2009 angekündigt. Im Juli 2009 spielte die Band ebenfalls bei einer Veranstaltung der NPD in Thüringen. Das Album „Wir sind zurück“ wurde im Oktober 2004 von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) indiziert.

Die Band „Sturmtrupp“ existiert bereits seit dem Jahr 1987, es wurden bis heute zahlreiche Tonträger produziert, das Album „Es geht voran“ wurde 1993 indiziert. Auch Sturmtrupp traten bereits bei zahlreichen Neonazi-Konzerten auf.

Die Gruppe „Ohne Worte“ aus Zwickau (Sachsen) dürfte erst seit kurzer Zeit existieren. Man bezeichnet sich selbst als „Skinhead Rock’n’ Roll“. Als Einflüsse werden „Rock, R.A.C., Punk, Hardcore, Oi!“ genannt. Im Juni 2009 traten „Ohne Worte“ zusammen mit den Bands „The Pride“ und „Headcase“ im Neonazi-Club „Skinhouse Menfis“ in Neustadt/ Orla auf, im September folgte ein weiteres Konzert am selben Ort.

Die Gruppe „Skullcrusher“ aus Slowenien trat erst am 03. Oktober 2009 neben den Bands „Tar Had“, „Project Vandal“ und „Garotta“ bei einem „ISD Memorial“ in Slowenien zu Ehren des „Blood & Honour“-Gründers Ian Stuart Donaldson auf.

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„Skullcrusher“ beim „ISD-Memorial“ 2009 in Slowenien

Man freue sich besonders über „Gäste aus Deutschland“, meint Petar Helmer auf seinem Internet-Blog und fügt hinzu, man habe sich gedacht, eine Alternative zu Konzerten in Italien zu schaffen, da diese immer kleiner werden würden. Er persönlich sei gegen den Streit (zwischen italienischen und deutschsprachigen Neonazis) über die Südtirol-Frage, dieser Streit entzweie nur. Leider würden deshalb aber viele Deutsche nicht mehr nach Italien fahren, insofern sei Slowenien eine gute Alternative, da die Gesetzeslage „wahre Meinungsfreiheit“ erlaube und die Bevölkerung „durch und durch patriotisch“ sei. Ausserdem seien die Preise für das Bier „ein Traum“…

Austrian-Slowenian fascist friendship?

Members of an extreme right Austrian music band arrange a concert with several Neo Nazi bands in the Slovenian city Domzale in January 2010. Petar Helmer of the band „Service Crew Vienna“ from Vienna organizes the event – mostly bands from Germany and Austria will play: „Skullcrusher“ (Slovenia), „Service Crew Vienna“ (Austria), „Donner des Nordens“ (Austria), „Sturmtrupp“ (Germany), „Ohne Worte“ (Germany) and „Blitzkrieg“ (Germany). Although several Neo Nazi concerts could happen in Austria in the past – without having any problems – obviously one uses the tolerance of the authority in Slovenia to be sure to have no problems with the concert.

Helmer announces the concert in the internet, one of his band collegues from „Service Crew Vienna“, Kai Kungl, is not only a member of „Service Crew Vienna“ but also of the black metal band „Donner des Nordens“. In Juni 2009 both bands played at a solidarity concert in support of a friend of them, Jürgen Kasamas, who was in pre-trial confinement at that time. In March 2009 Kasamas kicked a man to death (in September he was sentenced to 20 years imprisonment). The concert happened in the pub „Zur Alm“ which is owned by a Thaiboxing collegue of Kasamas, Andre Herold. Herold and also Kasamas and the band „Service Crew Vienna“ are connected with the Neo Nazi Network „Blood and Honour“ Vienna. Although the city authority of Vienna was informed about the concert, it did nothing to prevent it, so it could happen without andy disturbings. In 2008 „Service Crew Vienna“ played already at two Neo Nazi concerts in Hungary and Slovenia.

The band „Sturmtrupp“ already exists since 1987, they released a lot of records, in Germany the sale of the album „Es geht voran“ was forbidden in 1993. „Sturmtrupp“ also played at several Neo Nazi concerts. The band „Ohne Worte“ from Zwickau (Saxony, Germany) does exist not for a long time yet. They call themselve „Skinhead Rock’n'Roll“. As musical influences they call „Rock, R.A.C., Punk, Hardcore, Oi!“. In June 2009 they played in common with the bands „The Pride“ and „Headcase“ in the Neo Nazi club „Skinhouse“ Menfis in Neustadt/ Orla (Germany). In September they played a further concert at the same place.

The band „Skullcrusher“ from Slovenia on 3rd of October played in common with the bands „Tar Had“, „Project Vandal“ and „Garotta“ at an „ISD Memorial“ in Slovenia in honour of the founder of the Neo Nazi Network „Blood and Honour“, Ian Stuart Donaldson.

Avstrijsko-slovensko fašistično prijateljstvo?

Skrajno desničarska glasbena skupina Service Crew Vienna bo še z nekaj drugimi neo-nacističnimi bendi januarja 2010 zopet igrala v Domžalah. Koncert organizira Petar Helmer, član Service Crew Vienna iz Dunaja, večinoma pa bodo nastopili bendi iz Nemčije in Avstrije: „Service Crew Vienna“ (Avstrija), „Donner des Nordens“ (Avstrija), „Sturmtrupp“ (Nemčija), „Ohne Worte“ (Nemčija), „Blitzkrieg“ (Nemčija) in „Skullcrusher“ (Slovenija). Čeprav so se v preteklosti že velikokrat koncerti v Avstriji odvili brez večjih težav, očitno avstrijska neo-naci scena izkorišča daljnosežno tolerantno slovensko politiko, da bi zagotovili popolnoma nemoten potek koncertov. Helmer koncert že propagira na internetu.

Eden izmed članov Service Crew Veinna, Kai Kungl, igra tudi v black metal bandu Donner der Nordens (grom s severa, op.p.). Oba benda sta junija 2009 igrala na „solidarnostnem“ koncertu v podporo takrat priprtemu prijatelju Jurgenu Kasamas, ki je bil v sodnem postopku zaradi umora (kasneje je bil obsojen na 20 let zapora). Koncert se je zgodil v pubu „Zur Alm“ (na planino, op.p.), katerega lastnik Andre Herold je dober kolega Kasamasa. Vsi do sedaj omenjeni, Herold, Kasamas in bend Service Crew Vienna, so povezani z neo-naci združenjem Blood and Honour Vienna. Čeprav so bile lokalne dunajske oblasti obveščene o koncertu, ga niso prepovedale ali preprečile. Lani, 2008, so Service Crew Vienna že igrali na dveh neo-naci koncertih na Madžarskem in v Sloveniji.

Skupina „Blitzkrieg“ iz Chemnitza (Saška, Nemčija) je s strani saškega urada za zaščito ustavnega reda umeščena kot ekstremno-desničarski band. Sicer pa nastopajo redno, tako so bili med drugimi bendi napovedani tudi na neki proslavi NPD-ja (Nationademokratische Partei Deutschlands, skrajno desna stranka, ki jo zaznamuje fašistična miselnost, njeni pomembnejši podporniki pa so nemški neo-nacisti, op.p.) na Saškem. Prav tako so julija igrali na NPD prireditvi v Thüringenu. Njihov album „Wir sind zurück“ (vrnili smo se, op.p.) je bil oktobra 2004 prepovedan.

Bend „Sturmtrupp“ obstaja že od leta 1987, izdali pa so že precej plošč. V Nemčiji je bila prepovedana prodaja njihovega albuma „Es geht voran“ (premika se/stvar gre naprej, op.p). Bend je v preteklosti igral že na več neo-naci koncertih.
Slovenski band „Skullcrusher“ je 3. oktobra igral skupaj z bendi „Tar Had“, „Project Vandal“ in „Garotta“ na Ian Stewart memorial koncert v Domžalah, kjer se vsako leto spominjajo Iana Stewarta – očeta mednarodne neo-naci mreže Blood and Honour.

Helmer na svojem blogu pravi, da se veselijo predvsem „obiska iz Nemčije“. Poleg tega dodaja, da so želeli ustvariti alternativo koncertom v Italiji, ker je koncertovanja vse manj. Trdi, da ne podpira spora med italijanskimi in nemškimi neo-nacisti (spor glede vprašanja J Tirolske), saj ta sceno le razdvaja. Ampak prav zaradi tega velik del nemške neo-naci scene ne hodi več v Italijo in zato se mu Slovenija zdi odlična alternativa, saj, kot pravi, zakonska podlaga omogoča „pravo svobodo mišljenja“ in so ljudje „vseskozi patriotski“.

24
Okt
09

Neonazi-Konzert in Deesbach (Thüringen)

Update 08. November 2009: Das Neonazi-Konzert in Deesbach soll nun offenbar nicht stattfinden. Nachdem der Betreiber des Veranstaltungsortes „von den Bullen Besuch hatte“, sei er nicht mehr bereit, das Konzert stattfinden zu lassen.

Update 29. Oktober 2009: Der Veranstalter des Neonazi-Konzertes in Deesbach, der offenbar Karl-Heinz heisst, freut sich: Die Polizei habe nicht zu „meckern“ an dem Konzert, sie habe allerdings gefordert, dass der Ankündigungsflyer für das Konzert aus dem Internet entfernt werden müsse, da ansonsten „ungebetene Gäste“ kommen könnten.

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Der aus Langwedel (Niedersachsen) stammende Veranstalter des Neonazi-Konzertes, Karl-Heinz

Ein Neonazi-Skinhead-Konzert mit drei einschlägigen Bands wird für November im thüringischen Deesbach angekündigt. Auftreten sollen die Gruppen „Short cropped“ (Belgien), „Kommando Skin“ (D) und „I don’t like you (D). Die 2004 gegründete, aus Turnhout stammende Band „Short cropped“ trat zuletzt am 03. Oktober 2009 im „Skinhouse Hellas“ in Griechenland bei einem sogenannten „ISD Memorial“ (zu Ehren des Frontmannes der Band „Skrewdriver“ und Gründers des seit 2000 in Deutschland verbotenen braunen Netzwerkes „Blood & Honour“, Ian Stuart Donaldson) mit der Gruppe „Str8line“ und einer „Skrewdriver-Tribute-Band“ auf. Im Februar 2008 spielte die Gruppe bereits einmal bei einem Konzert in Thüringen – hier im Club „Skinhouse Menfis“ in Neustadt/ Orla gemeinsam mit der ebenfalls belgischen Gruppe „Kill Baby kill“. Zwei Wochen vor diesem Konzert spielte die Gruppe im niedersächsischen Bad Harzburg. „Short cropped“ stehen in enger Verbindung zum Club „De Kastelein“ in Brugge, einem seit Jahren bekannten Treffpunkt und Veranstaltungsort der Neonazi-Szene rund um das Netzwerk „Blood & Honour“.

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Die Band „Short Cropped“ vor dem Neonazi-Treffpunkt „De Kastelein“

Aufgrund von Problemen mit der Polizei und Medien benannte sich der Club in „Moloko Bar“ um. „Short cropped“ produzierten 2007 einen Tonträger bei dem hauseigenen Label „De Kastelein Records“. Auch auf einem 2008 veröffentlichten Tonträger zu Ehren der britischen Band „Brutal Attack“ bzw. deren Frontmann und Sänger Ken McLellan sind „Short cropped“ neben anderen Bands vertreten.

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Flyer für „ISD Memorial“ in Griechenland und für aktuell angekündigtes Neonazi-Konzert in Thüringen

Die 1996 gegründete, aus Schwäbisch Gmünd stammende Band „Kommando Skin“ tritt seit dem Jahr 2000 regelmässig bei einschlägigen Veranstaltungen auf, so etwa im März 2008 beim „Violent Storm Memorial“-Konzert in Großbritannien. Auf der Bühne war ein Transparent von „Blood & Honour Deutschland“ befestigt. Insgesamt wurden laut Angabe der Band bereits 19 Konzerte gespielt, dabei handelte es sich meist um größere Veranstaltungen der braunen Szene. Das 2002 veröffentlichte Album „Ruhe vor dem Sturm“ wurde in Deutschland indiziert.

Die Gruppe „I don’t like you“ aus Thüringen dürfte erst vor wenigen Jahren gegründet worden sein sein, seit 2007 trat die Gruppe bereits mehrmals bei „Oi“-Konzerten in der „Schwedenschanze“ in Deesbach, zumindest einmal aber auch im rechten Szenelokal „Skinhouse Menfis“ auf. Bei Bands wie „I don’t like you“, die sich selbst nach außen als „unpolitisch“ darstellen, gleichzeitig aber bei rechten Konzertveranstaltungen auftreten, werden die Abgrenzungsprobleme vieler „Skinhead“- und „Oi“-Bands gegenüber der braunen Szene offenkundig. Nicht unwahrscheinlich ist, dass auch das nun angekündigte Neonazi-Konzert in der „Schwedenschanze“ in Deesbach stattfinden soll.

22
Okt
09

„Autonome“ Neonazis aus Wuppertal

„Anti-Antifa Wuppertal“ und „Natinale (sic) Sozialisten Wuppertal“ steht auf den „Myspace“-Seiten einer aus jungen Männern bestehenden Neonazigruppe aus Wuppertal. Die Bilder und Grafiken wirken durch ihr Design modern, das Gedankengut der Macher ist jedoch ewiggestrig und braun. Mit Parolen wie „Faschismus ist sexy“, „Good night left side“, „Kreativ gegen Antifa“ und „Nationaler Sozialismus jetzt“ versucht die Gruppe offenbar, neue Mitglieder zu werben. Das Outfit der jungen Rechtsextremisten ist voll und ganz am Stil der „Autonomen Nationalisten“ orientiert – schon seit Jahren sorgen brutale Übergriffe von Anhängern dieser neuen rechtsextremen Agitationsform regelmässig für Aufsehen. Die „autonomen“ Neonazis haben sich vom klassischen „Skinhead“-Outfit mit Springerstiefeln, Glatze und Bomberjacke gelöst: Nun kleidet man sich ähnlich wie Angehörige der autonomen linken Szene: Dunkle Farben, Turnschuhe, Kapuzenpullover. Auch die Aktionsformen, das Design von Plakaten bzw. Flyern usw. wurde von den Linken übernommen, die Neonazis versuchen, sich von parteiförmigen Strukturen zu lösen und unabhängig agierende Aktionsgruppen zu bilden. Auch die „Nationalen Sozialisten Wuppertal“ passen in dieses Schema, es geht um den (mitunter bewaffneten) Kampf gegen die politischen GegnerInnen (ImmigrantInnen, Linke, Obdachlose, usw.) und die parlamentarische Demokratie im Allgemeinen. Die Inhalte sind somit dieselben geblieben.

Ein Mitglied der „Nationalen Sozialisten Wuppertal“ hat auf seinen Arm ein Hakenkreuz tätowiert, das er auf seiner „Myspace“-Seite stolz als „Sonnenrad“ präsentiert. Seine Stimmung beschreibt er mit nur einem Wort: „Nazi“ – und posiert auf anderen Fotos mit seinen Freunden – wahlweise vermummt oder jeweils mit T-Shirt einer Neonazi-Band. Ein anderes Mitglied der Neonazigruppe benennt seine Tagesverfassung auf „Myspace“ mit dem Wort „Hitler“, Hitler sei „ein cooler Typ“ gewesen, steht da auch geschrieben. In seinem Fotoalbum findet sich unter dem Titel „Meine Ehre heißt Treue“ ein Bild des Hitlerstellvertreters Rudolf Hess. Auf einem anderen Bild erhebt ein „Kamerad“ den rechten Arm zum Hitlergruss. Zwei andere Mitglieder der Gruppe posieren auf einem Foto mit Hakenkreuzfähnchen und Schlagstöcken.

Ganz im Sinne der „autonomen Nationalisten“ arbeiten auch die „Nationalen Sozialisten Wuppertal“ mit modernen Medien: Nicht nur auf „Myspace“ sondern auch auf einem Blog präsentiert man einschlägige Inhalte. Auf dem Blog wird etwa eine gerichtliche Verurteilung des österreichischen Holocaustleugners Herbert Schweiger als „Inquisition“ bezeichnet.

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Mitglieder der „Nationalen Sozialisten Wuppertal“ (Bild 1)

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Hakenkreuz-Tattoo als Armverzierung

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Mitglieder der „Nationalen Sozialisten Wuppertal“ (Bild 2)

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Mitglieder (bzw. Umfeld) der „Nationalen Sozialisten Wuppertal“ (Bild 3)

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Mitglieder (bzw. Umfeld) der „Nationalen Sozialisten Wuppertal“ (Bild 4)

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Mobilisierungsflyer der „Nationalen Sozialisten Wuppertal“




Auf dieser Seite gehts darum, rechtsextreme und neonazistische Aktivitäten in der Metal- und Neofolk-Szene sowie in anderen Subkulturen aufzuzeigen und über einschlägige Bands, Labels usw. aber auch über antifaschistische Gegenaktivitäten zu informieren. Kontakt: aloishuber2 (at) gmx.net

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