Archiv für Dezember 2010

26
Dez
10

“Reichskristallnacht” – “Die gute alte Zeit” für deutsche Neonazis

„Die gute alte Zeit“ heißt ein Fotoalbum auf der „Facebook“-Seite des Aschaffenburger Neonazis Martin Baer. Öffnet mensch das Album, finden sich Nazi-Propaganda-Bilder sowie Bilder aus Konzentrationslagern. Am 26. Dezember veröffentlichte Baer in diesem Album unter der Überschrift „Reichskrisstalnacht am 08.11.1938“ (sic!) ein Bild einer brennenden Synagoge.

Kevin Koch, einem Wuppertaler Neonazi, der in der Vergangenheit im Internet bereits mit Schlagstock und Hakenkreuz-Wimpel posierte (siehe folgendes Bild), fällt als wohlmeinender Kommentar nur ein: „Lagerfeuer“.

Kevin Koch (r.)                                                              Martin Baer mit SS-Rune

Die NPD Steinfurt rät hingegen zur Vorsicht – schließlich will man keine potenziellen SympathisantInnen für die braune Sache vergraulen: „Wenn man eine Synagoge beim Brand in der sog. ‘Reichskristalnacht’ (sic!) mit dem Text ‘So war es schön’ hier reinstellt. Na zieht man damit evtl. Anhänger auf unsere Seite? Ich glaube nicht! Und strafbar ist es auch noch“. Michael Meyer, NPD-Vorsitzender aus Oldenburg, kündigt lapidar die Wiederholung des Massenmords an: „Sie Zeit Kommt wieder“ (sic!). An anderer Stelle bekennt sich Meyer offen zu seiner Ideologie: „gruß aus Oldenburg, 88“, schreibt er auf der Seite eines Gesinnungskollegen. „88“ ist eine Abkürzung für „Heil Hitler“.

20
Dez
10

Neonazis aus Bautzen?

Georg Junske, geb. 1985, aus Bautzen (Sachsen) sieht sich selbst als „Skinhead“ und „Kämpfer für Deutschland“ – zumindest steht das auf einer Fahne, die er in seinem Wohnzimmer aufgehängt hat. Auf Fotos, die er auf „Facebook“ veröffentlicht hat, posieren seine „Leute“, eine Gruppe von Neonazis, mit Plastik-Gewehr, Hakenkreuz- und Reichskriegs-Flagge sowie dem obligatorischen Hitler-Gruß. Eine Person trägt ein Hakenkreuz als Bemalung auf dem Rücken.

Georg Junske – ein “Kämpfer für Deutschland”?

Freunde von Junske

Die Fotos sind offenbar im deutsch-tschechischen Grenzgebiet entstanden, hier fühlt man sich sicher vor staatlicher Verfolgung.

 

Junske und seine Freunde – vor dem örtlichen Neonazi-Treff?

Die Kontakte Junskes zur Neonazi-Szene im nicht weit entfernten Tschechien sind gut: So postet etwa ein Miroslav Krebs ein Foto auf Junskes Seite, auf dem ein Kleinkind, das ein Eisernes Kreuz um den Hals trägt, zu sehen ist.

Miroslav Krebs

Junskes Definition von „Nazi“ ist simpel: „N=natürlich A=anständig Z=zuferlässig I=intelligend“ (sic!).

Auch Junskes jüngere Schwester Anna dürfte sich schon manchen Unsinn von ihrem Bruder abgeschaut haben. Auf einem Bild posiert sie mit einem T-shirt mit der Aufschrift „NAZI“.

 

 

 

 

 

 

 




Auf dieser Seite gehts darum, rechtsextreme und neonazistische Aktivitäten in der Metal- und Neofolk-Szene sowie in anderen Subkulturen aufzuzeigen und über einschlägige Bands, Labels usw. aber auch über antifaschistische Gegenaktivitäten zu informieren. Kontakt: aloishuber2 (at) gmx.net

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