Archiv für Juni 2010

25
Jun
10

„es reicht“ – antifa vollversammlung im az w´tal

Achtung – Kampagne gegen Neonazis in Wuppertal wird verschoben!

Aufgrund bündnisinterner Unstimmigkeiten mussten die Termine am 4.Juli (Informationsveranstaltung zu den „neuen Nazis“) und am 9.Juli (Antifa-Openair auf dem Lienhardplatz) leider ziemlich kurzfristig abgesagt werden. Um denoch den Neonazis in Wuppertal den öffentlichen Raum zu nehmen wird die Kampagne verschoben. Neuer angedachter Termin ist Ende August/Anfang September (vor dem Nazi-Großaufmarsch in Dortmund).

Achtet auf Ankündigungen.

Es reicht…

widerliche sprühereien auf wänden, rechte aufkleber an jeder zweiten ecke, pöbeleien… – dass sich immer mehr dummdeutsche jungnazis im bergischen land ausbreiten und ausleben können, ist schon lange offensichtlich und alles andere als ein geheimnis. auffallen tut es vielen, beschwerden gibt es immer wieder genug, allerdings in viel zu kleinem kreis. auch information über einzelne personen / gruppen sind vorhanden, doch getan wird wenig.

um endlich wirkungsvoll handlungsfähig zu werden, muss das bestehende wissen gebündelt und zusammengetragen werden. es muss eine aktive vernetzung stattfinden, damit nicht weiter darauf gewartet wird, dass die situation noch unerträglicher wird, sondern endlich etwas passiert. es müssen pläne geschmiedet werden und einzelne brennpunkte konkret angegangen werden.

zu diesem zweck sind alle interessierten zur antifa vollversammlung eingeladen.

Keine Ferien für Nazis!

4.Juli 2010 – Infoveranstaltung neue Nazis im Tal

9.Juli 2010 – Antifa-Openair auf dem Lienhard-Platz in W-Vohwinkel

Neue Neonazis in Wuppertal – Wuppertal stellt sich quer!

Veranstaltungsreihe in Wuppertal-Vohwinkel

4.Juli 2010 16:00 Uhr JUBS Jugend und Begegnungszentrum Vohwinkler Feld – Waldkampfbahn 8) Informationsveranstaltung zu den neuen Neonazis

9.Juli 2010 ab 16:00 Keine Ferien für Nazis – Antifa-Openair auf dem Lienhardpatz

Antifa-Cafe-Vokü-Infostände-Zeitzeugin-Musik

- 16:00 Eröffnung durch Veteranen der Roten Armee, Wuppertal (Rat der Kriegsveteranen in der jüdischen Kultusgemeinde Wuppertal) (angefragt)

- 16:30 Gespräch mit der jüdischen Resistance-Kämpferin Henny Dreifuss

- 17.30 Microphone Mafia (HipHop, Köln)

- 19.00 Mister Throwastone (punkrock, Wuppertal

- 20.00 Simple Tings (reggae, Wuppertal)

Aufgrund der zunehmenden Aktivitäten von Neonazis in Wuppertal-Vohwinkel wollen wir die Initative ergreifen und den Neonazis in Wuppertal den öffentlichen Raum nehmen.
In den letzten Monaten kam es in Vohwinkel vermehrt zu Nazischmiereren und Pöbeleien gegen unliebsame Personen. Zudem tauchten massiv Aufkleber mit faschistischen und rassistischen Inhalten auf. Hinter den Naziaktivitäten stecken Wuppertaler Neonazis, die sich ganz unverblümt “Nationale Sozialisten Wuppertal” nennen und sich im Internet mit Hakenkreuz und Hitlergruß präsentieren. http://fightfascism.wordpress.com/2009/10/22/autonome-neonazis-aus-wuppertal/
h**p://logr.org/nwwuppertal/ Die Neonazis aus Wuppertal sind gut vernetzt und auch bei bundesweiten Naziaufmärschen präsent.

Diesen Bestrebungen gilt es in einem breiten Bündnis und mit einer eigenständigen anziehungskräftigen antifaschistischen Jugend- und Kulturarbeit entgegenzutreten.

24
Jun
10

black metal-festival mit rechtsextremen bands

Wie jedes Jahr soll auch heuer wieder das “Fireblade Force Festival” stattfinden. Es ist bei diesem Konzert Tradition, dass neben “unpolitischen” auch rechtsextremen und neonazistischen Vertretern des Black Metal eine Bühne geboten wird (siehe 2008 und 2009). Ganz bewusst soll somit der braune Flügel der Szene gestärkt werden. In den letzten Jahren fand das Festival jeweils im “Club Uni” in Lichtenstein statt, nachdem dieser aber mittlerweile zugesperrt hat, hat man einen neuen Veranstaltungsort gefunden: Das Militärgelände in Neustadt/ Vogtland. Die Antifa Jugend Plauen mobilisiert in diesem Jahr gegen den Auftritt der rechtsextremen Musikgruppen:

http://nazifestivalsabschalten.blogsport.eu/

Das Programm des “Fireblade Force Festival” bleibt im Gegensatz zum Veranstaltungsort beim Alten, siehe im Folgenden:

  • Der Frontmann der finnischen Band Horna, die über zahlreiche Berührungspunkte zum Rechtsextremismus verfügt, bekannte sich ganz offen zum Nationalsozialismus.
  • “Dagon”, ein Mitglied der US-amerikanischen Band “Inquisition“, die bereits 2007 beim “Fireblade Force” auftrat, fällt durch antisemitische und homophobe Interview-Aussagen auf, zB: “Ich bin ein verheirateter Mann und habe dunkle Gedanken wie Juden, Christen und andere Insekten zu töten …”
  • Auch das einzige ständige Mitglied der Band “Corpus Christii“, “Nocturnus Horrendus”, findet positive Seiten am Nationalsozialismus: “Ich bin kein Nazi, ich bewundere einfach die okkulte Seite des Nazismus, das ist alles. Sie haben einigen Seelen in die Hölle verholfen, dafür muss ich ihnen danken.” Die Band “Morte Incandescente”, in der “Nocturnus” auch aktiv ist, bildete auf ihrer Homepage ein abgewandeltes Hakenkreuz ab.
  • Die Band “Forgotten Darkness” bewegt sich ebenfalls im rechtsextremen Dunstkreis, zB trat sie 2005 bei einem Konzert mit den neonazistischen Bands “Nokturnal Mortum” und “T.H.O.R.” auf.
  • Das einzige ständige Mitglied der Band “Baptism”, “Lord Sargofagian”, wirkt auch als Schlagzeuger der NS-Black Metal-Band “Satanic Warmaster”, weiters ist er auch bei “Horna” und bei den neonazistischen Black Metal-Projekten “Trotzreich” und “Ymir” aktiv. “Trotzreich” verwenden in ihrem Band-Logo u.a. ein Hakenkreuz und SS-Runen.

Logo der NSBM-Band “Trotzreich”

  • Der deutschen Band “Andras” wird Offenheit zum Rechtsextremismus sowie mangelnde Distanzierung vorgeworfen. “Occulta Mors”, der bis 2005 Mitglied bei “Andras” aktiv war, und “Andras”-Mitglied “Shardik” sind bzw. waren in der NSBM-Band “Totenburg” bzw. in der umstrittenen Band “Nachtfalke”  aktiv, “Occulta Mors” tätigte im Zusammenhang mit “Nachtfalke” rechtsextreme Aussagen und wurde aus der Band “Lyssa” entlassen, weil er bei ihren Auftritten den Arm zum Hitlergruß  hob und die Musiker „keine Nazis in ihrer Band“ wollten. Die Musiker von “Andras” betonen, stolz auf die eigene Heimat zu sein, die Musik aber mit keinerlei politische Aussagen zu verbinden. Ungeachtet dessen verwendeten sie im Intro ihres Albums “…Of Old Wisdom” das Gedicht “Ewiger Wald – Ewiges Volk” aus dem nationalsozialistischen Blut-und-Boden-Film “Ewiger Wald” von 1936.
  • Die Gruppe “Dies Ater” verabschiedete sich in einem Interview mit den Worten: “Heil an unsere Freunde aus dem Reich”. Wer diese Freunde sind, wird deutlich bei einem Blick in das Inlay der Mitte 2000 veröffentlichten CD “Through Weird Woods”, die problemlos auch bei größeren Handelsketten erworben werden kann. Dort wird neben Hendrik Möbus’ “Darker Than Black Records” auch die NS-Black-Metal-Band “Totenburg” gegrüßt. Darüber hinaus wird im Black-Metal-Magazin Legacy berichtet, wie “Dies Ater” eine Coverversion des Songs “Jew Clan” der nicht minder umstrittenen Band “Vilkates” mit antisemitischen Äußerungen ankündigten. Zwei Mitglieder von “Dies Ater” spielen zusammen mit Sven Zimper von “Absurd” in der Band “Cryogenic”. Unbestätigten Gerüchten zufolge sollen Mitglieder von “Dies Ater” darüber hinaus auch in der konspirativ agierenden Neonazi-Band “Schiffbruch 88″, die mit Lied-Titeln wie “Heil Satan, Heil Hitler” oder “Auschwitz Polka” aufwartet, aktiv sein.
  • Forgotten Tomb“-Frontmann “Herr Morbid” schimpfte in einem Interview über ein virtuelles Auktionshaus: “Dieses E-Gay ist ein verdammtes jüdisches Geschäft”. Ein gemeinsamer Auftritt der Band mit der Gruppe “Absurd” im Jahr 2005 unterstreicht die einschlägige Orientierung der Band.
09
Jun
10

Neonazi-Band “Kategorie C” darf in Salzburg auftreten

Die hinlänglich bekannte Neonazi-Band “Kategorie C” plant dieser Tage einen Auftritt im österreichischen Bundesland Salzburg. Während ein geplantes Konzert im bayrischen Ruhpolding laut Eigenaussage der Band ausfiel, weil der Staat es geschafft habe, eine einstweilige Verfügung gegen den Pächter zu erwirken und dieser vor der Staatsmacht eingeknickt sei (auch zahlreiche weitere Konzerte der Band in Deutschland in den letzten Jahren wurden behördlich verhindert, siehe zB hier), ist ein Auftritt in Salzburg offenbar möglich. Das von Mitgliedern der rechtsextremen Hooligan-Szene veranstaltete Konzert soll offenbar im kleinen Ort Henndorf in Salzburg-Land stattfinden, der Salzburger Verfassungsschutz sieht im Moment keinen Grund, den Auftritt der Gruppe zu verhindern: Die Band bewege sich zwar in einem Graubereich, sie sei früher in Deutschland als rechtstendenziös eingestuft gewesen, dies sei laut deutschem Verfassungsschutz aber nicht mehr der Fall. Man werde aber prüfen, was die Band spiele. Kontroverse Reaktionen auf die Band seien kein Grund, das Konzert zu verbieten. Wieder einmal soll also einer Band, die in der Neonazi-Szene  aktiv ist, eine Bühne geboten werden, diesmal in Österreich. Österreich gilt in der braunen Szene längst als Geheimtip. Trotz des existierenden strengen NS-Verbotsgesetzes können immer wieder – auch größere Konzerte – ungestört über die Bühne gehen…

02
Jun
10

Wirbel um Konzert mit NS-Black Metal-Band “Totenburg”

Wie berichtet, wurde kürzlich ein NS-Black Metal-Konzert mit den Bands “Totenburg”, “Stolthet”, “Heldgard” und “Isolfur” – zuerst konspirativ und später im Forum des Neonazi-Labels “Christhunt Productions” öffentlich – angekündigt. Als Veranstaltungsort wurde auf dem Flyer lediglich “Mitteldeutschland” angegeben. Wenig überraschend ist, dass das Konzert im Club “Gleis 3″ in Annaberg-Buchholz, der von Stev Lippold und Björn Eichhorn betrieben wird, stattfinden sollte. Im “Gleis 3″ fanden in jüngster Vergangenheit zahlreiche Veranstaltungen mit neonazistischen Black Metal-Bands statt (siehe Archiv). Im Gegensatz zum bisher eher passiven Verhalten machte die Polizei den Veranstaltern und den Clubbetreibern aber diesmal einen Strich durch die Rechnung. Der MDR berichtete, dass ein Großaufgebot der Polizei das Konzert verhinderte. Der 21jährige Veranstalter wurde demnach festgenommen, weil er Widerstand leistete. Gemeinsam mit zwei “Kameraden” verbrachte er die Nacht in Polizeigewahrsam. Das Konzert selbst wurde kurzfristig nach Zwickau verlegt und konnte dort (auch laut Informationen aus einschlägigen Foren) stattfinden (Quelle). Dass die braun-schwarzen Metaller durchaus gewaltbereit sind, bestätigt ein weiterer Bericht: Demnach seien bei der Veranstaltung Verstöße gegen das Waffen- sowie das Sprengstoffgesetz festgestellt worden. Bei zwei Personen seien Schlagringe, bei einer weiterer Person Feuerwerkskörper vorgefunden worden (Quelle).

Ein Trostplaster dürfte es für die wackeren “Black Metaller” neben dem schliesslich doch noch in intimer Runde stattgefundenen Konzert geben: “Gleis 3″-Betreiber Eichhorn kündigt für September bereits das alljährlich von ihm veranstaltete “Fireblade Force Festival” an, das wie immer mit diversen rechts bis neonazistisch gesinnten Bands aufwarten kann: Diesmal sind es u.a. die Bands “Inquisition”, “Horna”, “Corpus Christii”, “Morte Incandescente” und “Forgotten Darkness”, die auf dem Militärgelände in Bezelberg in Neustadt/Vogtland auftreten sollen. Braune “Special guests” werden wie immer nicht öffentlich angekündigt…




Auf dieser Seite gehts darum, rechtsextreme und neonazistische Aktivitäten in der Metal- und Neofolk-Szene sowie in anderen Subkulturen aufzuzeigen und über einschlägige Bands, Labels usw. aber auch über antifaschistische Gegenaktivitäten zu informieren. Kontakt: aloishuber2 (at) gmx.net

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