Archiv für Juni 2009

30
Jun
09

Indizierungen Juni 2009

Tonträger

Gigi & die Braunen Stadtmusikanten – Braun ist Trumpf A
Attentäter – Demo B
Schlagring – Demo B
Subhumanbeaters – Demo B
Berserker – Demo B
Projekt Wolfsschanze – Live im Club Dirlewanger B
Final Solution – Kingdom of Odin (Live) B
Michael Müller – Zurück von den Toten A

26
Jun
09

NS-Blackmetal-Band “Kroda”: Konflikte mit polnischer Antifa

Glaubt man den Berichten auf einschlägigen Blackmetal-Onlineseiten und Foren, wurde die ukrainische NS-Blackmetal-Band “Kroda” bei einem Konzert in Warschau, das am 24. Juni stattfand, von AntifaschistInnen angegriffen. Die neonazistische “Pagan Front” stellt in einer Aussendung fest, dass das Auto und die Instrumente der Band beschädigt und Bandmitglieder bei dem Angriff ernsthaft verletzt worden seien. Die Konzerttour durch Polen, Deutschland und Österreich habe daraufhin abgebrochen werden müssen. Am Ende der Nachricht wird zu einem Gegenschlag aufgerufen, der Text endet mit den Zeilen (übersetzt): “Der Pagan Hammer des Untergrunds wird schlagen, wird zerschmettern, jene die es wagen, die Heidnische Metal Miliz herauszufordern! Für Blut, Boden und die Götter!”

“Kroda” bei einem Konzert in Tampere (Finnland) am 06.02.2009

In einem Artikel der rechten Blackmetal-Postille “A-Blaze” ist von “Angreifern” aus dem “linksextremistischen Milieu der sog. ‘Antifa'” die Rede. Diese hätten eine Spielpause zwischen zwei Bands für einen “Angriff” genutzt. Mindestens einem Mitglied der Band “Kroda” sei eine Hand gebrochen worden. Der “Angriff” der “linksradikalen Gewaltverbrecher” sei “aufs Schärfste” zu verteilen. Da man “über keinerlei Argumente” verfüge, “die in einer ehrlichen Debatte bestehen könnten” greife man auf einen “feigen Angriff aus dem Hinterhalt zurück, um eine Band an ihrem Auftritt zu hindern”. Es gehe den “Angreifern” nicht “um die ‘Verteidigung’ demokratischer Werte und Prinzipien” sondern “allein um die Bekämpfung und Unterdrückung von Andersdenkenden”. Der “Angriff” gegen “Kroda” richte sich “ausnahmslos gegen alle Metal-Fans”, man fordert Solidarität für die NS-Band ein, man habe sich weiters gegen den “Gesinnungsterror der  sog. ‘Antifa'” zur Wehr zu setzen.

Wahrlich interessant ist, wie sich eine als “unpolitisch” gerierende Metal-Zeitung hier für eine offen neonazistische Blackmetal-Gruppe ins Zeug legt. Die Gruppe “Kroda” hat sich mehrmals in Interviews als nationalsozialistisch geoutet und steht somit für den industriellen Massenmord und für eine menschenverachtende , intolerante Vernichtungsideologie ein. Dass diese Ideologie im sogenannten “Black Metal” sehr häufig auf einen fruchtbaren Boden stößt, ist nichts Neues. Auch im “A-Blaze” sind regelmäßig Musikgruppen, die dem neonazistischen Spektrum der Szene zuzurechnen sind, mit Interviews vertreten. Das Gedankengut dieser Musikgruppen hat die Vernichtung von jeglichen politischen GegnerInnen und sonstigen als FeindIn betrachteten Menschen zum Ziel. Umso beachtlicher ist es, dass gerade eine solche Zeitung, die derartige Gruppen propagiert und fördert, in einem Statement (unter teilweiser Verwendung von rechtsextremer Terminologie, z. B. “Gesinnungsterror”) von Demokratie faselt.

Konzerte von “Kroda” waren am 26. Juni im Club “Gleis 3″ in Annaberg-Buchholz (Sachsen) vorgesehen, am 27. Juni sollte die Band beim “Northern Lights Festival” in Reichenthal (Oberösterreich) auftreten.

23
Jun
09

“Rock für Deutschland” verhindern!!!

Bereits zum siebten Mal soll in diesem Jahr, am 11.07.2009, in Gera das NPD-Open-Air „Rock für Deutschland“ stattfinden. Sieben Jahre, in denen BürgerInnen, Parteien und Stadt mehr oder weniger wegschauten, sich vor ihren Aufgaben, den damit verbundenen Konflikten fürchteten und in Angst und Ignoranz verharrten. Nicht einmal 1% der Geraer BürgerInnen traute sich in den letzten Jahren Courage zu zeigen. Zieht man davon noch all diejenigen ab, die demonstrierten und ihren Wohnort nicht in Gera haben oder hatten, fällt diese Zahl noch beschämender aus.

Gera – ein Trauerspiel
Und dennoch:
Nie zuvor war das Interesse in der bürgerlichen Presse an diesem Ereignis so gering wie in diesem Jahr.  Auch auf parlamentärer Ebene beschäftigt man sich lieber mit Problemchen wie der Schaffung eines neuen Freibades und den damit verbundenen Finanzierungsfragen, anstatt sich damit auseinanderzusetzen, wieso es überhaupt möglich ist, dass eine der bundesweit größten Neonaziveranstaltungen beinahe ungestört in aller Regelmäßigkeit hier in Gera stattfinden kann. Für uns als [AAG] stellt „Rock für Deutschland“ mehr als nur NPD und Musik dar. Für uns beweist sich in diesem Festival der jährliche Höhepunkt der Gewalt- und Hasstiraden auf Andersaussehende und -denkende. Für uns steht fest, dass hier aktiv mit Hilfe von Musik und Reden um Nachwuchs in der Szene geworben wird, dennoch und gerade in diesem Jahr wird man sich über Erlebnisse im „Nationalen Widerstand“ austauschen und verschiedene Taktiken im Umgang mit „politischen Gegnern“ weitergegeben. 2008 z.B. konnten die selbsternannten „Anti-Antifas“ in Kombination mit der Struktur der „autonomen“ Nationalisten gesehen werden, die eine ganz starke Erweiterung zum Klischee des „glatzköpfigen, springerstiefeltragenden Neonazischlägers aus dem Osten“ für die bürgerliche Mitte darstellten. Dort warben sie auch aktiv um eine Trendwende im rechten Spektrum – leider, bzw. wie in Gera zu erwarten, mit Erfolg. Seit nunmehr sieben Jahren findet dieses Ereignis in Gera statt und die radikale und bürgerliche Rechte (die ehemalige Randgruppe) kann sich immer fester in das Gefüge der „Mitte“ einfinden und zieht mit dem Lifestyle, den neuen Ausdrucksformen und ihrer System- bzw. Kapitalismus„-kritik“, in Kombination von Musik und Gesinnung, massiv junge Leute an. In den Wochen vor dem Festival wurden Menschen (gezielt) zusammengeschlagen, neonazistische Parolen an Häuserwände geschmiert. Angst vor faschistisch orientierter Gewalt wird zum Alltagszustand. Somit schaffen sich die Nazis eine passende Atmosphäre und Kulisse für ihre Selbstinszenierung.
Deutschlandweit wird für dieses Festival geworben und aus dem gesamten In- und Ausland kommen dann die BesucherInnen, um ihrem Image gerecht zu werden und sich dabei noch dank Staatsmacht und Ordnungsämter in Geborgenheit wissen zu können.

Sieben Jahre, in denen sich dieses Spektakel gesteigert hat und in denen anscheinend keineR eine Reaktion darauf zeigt. Man ist eher verärgert über Straßen, die aufgrund des antifaschistischen Widerstandes kurzzeitig gesperrt werden müssen und stellt z.B. die Gegendemonstration auf die gleiche Stufe wie das Nazifest.  Man will keinen Ärger haben, hat Angst auf der Straße von Polizei und/oder Rechtsradikalen verprügelt zu werden – DAS KANN UND DARF NICHT DER NORMALZUSTAND SEIN! Es bleibt wieder an euch und uns hängen, die Nazis an diesem Tag aus ihrem Frieden zu reißen und dieses Großereignis bestmöglich zum Desaster zu machen. Und hier kommen Stadt und Staat ins Spiel: Es ist eindeutig, dass eine Diskussion um „rechts und links“ geführt werden muss: Man warnt vor gewalttätigen linken Chaoten, die genau nicht besser als die Neonazis seien usw. usf. In einem Leserbrief im Nachhinein bezüglich der Gegendemonstration war zu lesen: Man habe sich an Heiligendamm 2007 erinnert, als man den gewaltbereiten Schwarzen Block sah.

Von der Staatsseite fordert man die BürgerInnen auf sich aktiv in der Mitte der Gesellschaft zu engagieren und den „Rechts- wie Linksextremismus“ aktiv abzulehnen. Bewusst wird hier das Druckmittel der Angst ausgepackt. Anstatt die BürgerInnen Geras aufzufordern, ihre Abneigung gegen gewalttätige Neonazis und derartige menschenverachtende Feste auf die Straße zu tragen, wird subtil darauf hingewiesen, an diesem Tage besser daheim „in Sicherheit“ zu bleiben und sich nicht mit sogenannten „Linksextremisten“ einzulassen. Dabei wird ganz bewusst provoziert, dass das Engagement für eine befreite Gesellschaft, ohne Hierarchien, Ab- und Ausgrenzung und ohne Gewalt auf die gleiche Stufe wie die neofaschistische und rassistische Veranstaltung gestellt wird, die zur gleichen Zeit stattfindet.
DIES DARF ERST RECHT NICHT DER NORMALZUSTAND SEIN!

Wir als [AAG] wollen diesen Zustand nicht länger hinnehmen, wir sehen es nicht ein, dass es bereits zum siebenten Mal gestattet wird, antisemitisches, sexistisches, nationalistisches und rassistisches Gedankengut so massiv in Gera zu verbreiten. „Bunt statt braun“ stellt für uns mehr als nur „Gegen Nazis“ dar – Antifaschismus bedeutet für uns, genau hier den Bruch mit der bürgerlichen Gesellschaft zu vollziehen und eine aktive Gesellschaftskritik zu veräußern. Natürlich müssen wir uns in dem Punkt auch anerkennend gegenüber jenen BürgerInnen zeigen, die sich aktiv gegen rechte Kultur und die rechte Szene sowie das jährliche „Rock für Deutschland“ einsetzen. Jenen BürgerInnen, denen es nicht egal ist, dass Nazi-Parolen an den Hauswänden bestehen bleiben, die die Aufkleber entfernen und die sich für die Erhaltung und die Erneuerung des Stolpersteinprojektes einsetzen uvm., all denen gilt unsere Achtung und unser Respekt.

Wenn aber „bunt statt braun“ bedeutet, Intoleranz mit Toleranz zu begegnen, dann heißt es für uns AntifaschistInnen eine klare Absage an diese Kultur vorzubringen. Auch dieses Jahr werden wir uns nach besten Kräften an den Protestaktionen beteiligen. Nur hoffen wir diesmal auf ein allgemein größeres Interesse aller, die nicht den Menschenfeinden das letzte Wort überlassen wollen, dies ebenfalls zu tun. Bei aller Kritik setzten wir dennoch auf ein gemeinsames und produktives Miteinander und streben kein Gegeneinander an.
Denn eines sollte Konsens sein: Der Kampf gegen den Faschismus!

„… bis die Scheiße endlich aufhört! Nazifeste sabotieren, demontieren, attackieren!“
– gemäß dem Motto:
Können wir doch nix dafür, wenn was zu Bruch geht!?

[AAG] Antifaschistische Aktion Gera

23
Jun
09

Neonazi-Band bei “Northern Lights Festival”?

Update 26.06.2009: Pech für die VeranstalterInnen des “Northern Lights Festivals” – die Neonazi-Band “Kroda” kann aufgrund von Konflikten mit AntifaschistInnen bei einem Konzert in Polen nicht zum Konzert anreisen, das Festival wird ohne den “Special guest” auskommen müssen…

„Antifa, Finger weg vom Black Metal… oder wir brechen sie euch!“, heißt es auf der „Myspace“-Seite von Michaela S., der Veranstalterin des „Northern Lights Festivals“, das am Wochenende in Reichenthal (Oberösterreich) über die Bühne gehen soll. Vor einigen Wochen wurde medial (auch fightfascism berichtete) über das Konzert berichtet, da ein Auftritt der bekannten deutschen „Black Metal“-Band „Nargaroth“, die sich in einem rechten Dunstkreis bewegt, groß angekündigt wird. Auf einem aktuellen T-Shirt der Gruppe ist ein Stahlhelm der deutschen Wehrmacht in Verbindung mit Eichenlaub, einem Schwert und einem Eisernen Kreuz zu sehen. Auch der Spruch „Wer nie gedient, ist einer Ehre nicht wert! Und im Gedenken an die Gefallenen und im Felde stehenden Kameraden der Bundeswehr“ ist aufgedruckt. (Der Edelweiß war im Zweiten Weltkrieg etwa das Abzeichen der Gebirgsjäger, die für zahlreiche Gräueltaten verantwortlich waren).

Aufdruck auf einem T-Shirt der Gruppe “Nargaroth”

Trotz der Berichterstattung soll die Band “Nargaroth” auftreten, triumphierend stellten die “Northern Lights Festival”-VeranstalterInnen fest: “Wie uns die Gemeinde mitteilte, ließen sie sich (vorbildhaft!) von dieser Hetzjagd nicht beeindrucken, zudem erreichte eine Flut an positiven Emails das Gemeindeamt Reichenthal”.

Nun soll neben „Nargaroth“ und zahlreichen anderen, „unpolitischen“ Bands offenbar auch die ukrainische Neonazi-Band „Kroda“ als „Special Guest“ auftreten. Sowohl auf der Homepage des Festivals als auch auf der Seite von Michaela S. wird die Gruppe mit einem Banner verlinkt. Michaela S. kündigte den Auftritt auf der Musikseite last.fm kurze Zeit an, zog die Ankündigung aber rasch wieder zurück. Die Band „Kroda“ beschreibt ihre Musik als „Ertönen schrecklicher Schlachtrufe von arischen Kriegern Allfadr (Odin, Anm. fightfascism) und das wütende Gebrüll von arischer archetypischer wölfischer Natur“. In einem Interview meint „Kroda“-Frontmann „Eisenslav“ über die angebliche „jüdische Weltverschwörung“: „Es scheint dass nur die die zuviel TV sehen, es nicht sehen können. Es ist selbst für einen Blinden offensichtlich!“. Zum Ende des Interviews grüßt er mit „Arische Grüße! Wotan über alles!“. „Kroda“ treten regelmäßig bei Neonazikonzerten auf. Im April 2008 sollte die Band gemeinsam mit den NS-Gruppen „Absurd“, „Temnozor“ und „Sekhmet“ in Brno (Tschechien) auftreten, das Konzert wurde jedoch abgesagt. Im September 2008 trat die Band gemeinsam mit „Sunwheel“, „Kataxu“ und anderen in Prag auf. Zwei Monate später nahm man am NS-Festival „Kolovorot“ in der Ukraine teil. Im Frühjahr 2009 waren „Kroda“ gemeinsam mit der NS-Band „Temnozor“ in Finnland auf Konzert-Tour. Einen Tag vor dem Konzert in Reichenthal spielen „Kroda“ im sächsischen Annaberg-Buchholz gemeinsam mit mehreren anderen Neonazi-Bands.

18
Jun
09

Neonazi-Konzert in Wien

Update: Das Neonazi-Konzert konnte plangemäß und ungestört stattfinden

Ein Konzert mit Musikgruppen der lokalen Neonazi-Szene soll am 20. Juni 2009 in Wien stattfinden. Die angekündigte Band „Service Crew Vienna“ gehört zu den wenigen österreichischen „RAC“(“Rock Against Communism”)-Bands und rekrutiert sich aus Mitgliedern des lokalen Ablegers des Neonazi-Netzwerkes „Blood and Honour“. Bandmitglied Karin „Sisi“ Lugmayr richtet auf der Bandhomepage „special thanks“ an „all white people of the world“, die norditalienische Neonazi-Gruppierung „Veneto Fronte Skinheads“ und an „Blood and Honour“. Letzterer Gruppierung fühlt sie sich offenbar so eng verbunden, dass sie deren Logo sogar als Tätowierung auf dem Handgelenk trägt. Ebenfalls als Tattoo trägt sie die Zahl “88” – selbige ist ein in der braunen Szene beliebter Code für “Heil Hitler”. Weitere Bandmitglieder sind Petar „Pezi“ Helmer und Martin „Bär“ Lugmayr. Am 13. September 2008 wurde im ungarischen Nogradsap die „ungarisch-deutsche Freundschaft“ zwischen den jeweiligen „Blood and Honour“-Organisationen gefeiert, im Rahmen eines Konzertes traten „Service Crew Vienna“ neben zahlreichen anderen Neonazi-Bands wie „Ver Kötelez” (H), “Radikahl”/”Volkstroi” (D), “Verszerzödes” (H), “Die Lunikoff Verschwörung” (D), “Honor” (H) und “White Rebel Boys” (D) auf. Drei Wochen später, am 04. Oktober 2008, folgte in Slowenien ein weiters „Blood and Honour“-Konzert, bei dem die Wiener Band gemeinsam mit den Gruppen „Ver Kötelez“ (H) und „Feldherren“ auftrat. Am 01. Mai 2009 spielten „Service Crew Vienna“ bei einem Konzert in Italien mit den italienischen Gruppen „Civico 88“ und „Killer Sorpresa“.

Neben der beschriebenen „RAC“-Gruppe soll auch eine ebenfalls aus Wien stammende Pagan Black Metal-Band mit dem Namen „Donner des Nordens“ auftreten. Die Band wurde 2005 vom aktuellen Bandgitarristen Kai Kungl aus Pforzheim gegründet. Laut Eigenaussage trat die Gruppe, die ihren Stil als „Nordische Volksmusik“ bezeichnet bei einem „Geburtstagsfest“ (vermutlich im Jahr 2006 in Bayern) vor 200 Personen auf. Auf dem Programm standen auch die Neonazi-Bands „Sturmpropheten“ und „Jagdstaffel“. Die letztgenannten Gruppen finden in einer Anfragenbeantwortung des Innenministeriums Baden-Württemberg Erwähnung und werden hier als „rechtsextremistisch“ bezeichnet. Kungl prahlt in einem Interview (von 2006), das auf der „Heimseite“ seiner Band zu lesen ist, mit “Kontakten” zum Verfassungsschutz: „Nach einigen Proben kam der Staatschutz vorbei und uns wurde nahe gelegt (sic), dass wir uns zu Rechts (sic) orientierten. Was natürlicher völliger Quatsch ist! Wir mussten Änderungen in Texten vornehmen, was uns in unserer Kreativität sehr einschränkte“.

Als Veranstaltungsort für das aktuelle Konzert dient das im 2. Wiener Bezirk gelegene Gasthaus „Zur Alm“. „Juniorchef“ des Gasthauses ist André Herold, der neben seinen gastronomischen Aktivitäten auch Kampfsportler beim Wiener Sportverein „Kampfkunstzentrum Donaustadt“ ist. Auf der Homepage des Vereines konnte man Herold bis vor kurzem noch mit einem „Service Crew Vienna“-T-Shirt abgebildet sehen, ein anderes Foto zeigt ihn gemeinsam mit Jürgen Kasamas, einem ebenfalls aus dem Umfeld von „Service Crew Vienna“ bzw. „Blood and Honour“ stammenden Rechtsextremisten, beide tragen T-Shirts der Wiener Band.

Kasamas und Herold (v. l.) in trauter Zweisamkeit

Kasamas erlangte im März 2009 traurige Berühmtheit, nachdem er in Wien einen Mann zu Tode geprügelt und getreten hatte. Die Wiener Polizei sieht sich trotz der vorliegenden Fakten nicht in der Lage, das angekündigte Neonazi-Konzert zu verhindern: „Wir können erst bei Verstößen gegen das Verbotsgesetz einschreiten“, heißt es vom Wiener Verfassungsschutz. Auch die Aufforderung der KonzertveranstalterInnen, auf „Sieg Heil“-Rufe zu verzichten, was schon darauf hindeutet, welches Publikum erwartet wird, ist offenbar nicht Grund genug zum Einschreiten. Die VeranstalterInnen des Konzertes seien „unpolitische Skinheads“, meint der „Service Crew Vienna“-Sympathisant Herold (Quelle: DerStandard, 19. Juni 2009). Und wieder einmal sieht es so aus, als könne in Wien ein eindeutiges Neonazi-Konzert ungestört über die Bühne gehen. Erst im Mai 2009 war im „Budo Center“ der kroatische Neofaschist Marco Perkovic alias „Thompson“ – ohne jede Hinderung durch die zuständige Wiener Magistratsabteilung – aufgetreten.




Auf dieser Seite gehts darum, rechtsextreme und neonazistische Aktivitäten in der Metal- und Neofolk-Szene sowie in anderen Subkulturen aufzuzeigen und über einschlägige Bands, Labels usw. aber auch über antifaschistische Gegenaktivitäten zu informieren. Kontakt: aloishuber2 (at) gmx.net

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