Einen großen Erfolg kann die deutsche Neonazi-Blackmetal-Szene für sich verbuchen: Ein für den 23. Mai in „Mitteldeutschland“ angekündigtes Konzert konnte offenbar ungestört von Polizei und Behörden über die Bühne gehen. Obwohl das Konzert bereits Wochen vor der Veranstaltung mit Kontakttelefonnummer öffentlich in nationalen und internationalen Neonazi-Foren angekündigt wurde, wurde nicht dagegen eingeschritten. Neben bekannten Vertretern der NS-Blackmetal-Szene wie „Freitod“, „Menegroth“, „Sekhmet“, „Ad Hominem“ (in diesem Fall unter dem Pseudonym „Dead?“) traten „Eisenwinter“ und die deutsche Neonazi-Band „Absurd“ als „Special guests“ auf. Veranstaltet wurde das Konzert von Hendrik Möbus, dem ehemaligen Schlagzeuger von „Absurd“, der unter dem Pseudonym „Totentanz Konzerte“ für das Konzert warb. Möbus spielt mit seinem Label „Darker than Black“ und seinem Online-Versand „Merchant of Death“ eine wichtige Rolle im Vertrieb und der Produktion von Tonträgern neonazistischer Musikgruppen. So sind die neuesten Tonträger von „Menegroth“ und „Ad Hominem“ 2009 von Möbus veröffentlicht worden. Auf den Veröffentlichungen finden sich Lieder mit eindeutig nationalsozialistischem Bezug, so etwa „Total Völkermord“ und „Zogisdead“ auf der „Ad Hominem“-Veröffentlichung „Dictator“. Im Lied „Sternenflieger Sturmtruppen“ auf dem „Menegroth“-Release „Gazourmah“ heißt es etwa: „(…) Weltraum-Faschisten und Ordensritter Sternenflieger-Sturmtruppen Mit Reichsflugscheiben fliegen wir durch Nebel und Kometenstaub“.
Auf dieser Seite gehts darum, rechtsextreme und neonazistische Aktivitäten in der Metal- und Neofolk-Szene sowie in anderen Subkulturen aufzuzeigen und über einschlägige Bands, Labels usw. aber auch über antifaschistische Gegenaktivitäten zu informieren. Kontakt:
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1 Antwort zu „Neonazikonzert in „Mitteldeutschland“ fand ungestört statt“