Bei einem Konzert am 21.03.2007 mit den Bands TAAKE, URGEHAL und KOLDBRANN im „Turock“ in Essen (D) kam es zu einem Skandal: Der Sänger der norwegischen Band TAAKE, Ørjan Stedjeberg, trat mit einem auf die Brust gemalten Hakenkreuz auf.

Auch Hitler-Grüsse und Konzertbesucher, die T-Shirts von einschlägigen Bands trugen, waren bei dem Konzert anzutreffen. Nichtsdestotrotz streitet die Band ab, eine politische Band oder gar eine Naziband zu sein. Es handele sich dabei lediglich um Provokation, für den Rest der Tour würde man derartige Symbole zensieren. Auch entschuldigt man schon im vorhinein für eventuell aufgrund des Skandals auftauchende Probleme bei anderen Clubs. Dies gelte jedoch nicht für den „Untermenschen“ des „Turock“ in Essen, für diesen hat man nur folgende Äußerung übrig: „you can go suck a Muslim“. (http://i10.tinypic.com/34qr09d.jpg)
Die Reaktion des Veranstaltungsortes lässt hoffen, dass in Zukunft solchen Bands keine Bühne mehr geboten wird: „(…)
Wir haben überhaupt kein Verständnis für solchen Abschaum.
Wir haben das bestmöglich getan die Show so früh wie möglich
abzubrechen.
Leider kann man bei 300 Personen im Saal nicht die Show direkt
abbrechen.
Entschuldigung dass es so lange gedauert hat.
Wir werden demnächst uns die Bands noch genauer Ansehen bevor sie bei
uns auftreten dürfen. (…)
Es gab im Backstage auch noch richtig Ärger, indem die Herrschaften
sofort Hausverbot bekommen haben und die tour wahrscheinlich auch
abgebrochen wird.
(…) dass wir nichts von solcher Gesinnung
gewusst haben. Auf demnächst faschofreie Konzerte“
Die Tour von TAAKE wird auch von der Band URGEHAL unterstützt. Im Buch „Unheilige Allianzen – Black Metal zwischen Satanismus, Heidentum und Neonazismus“ findet sich zu dieser Band folgende Textstelle: „Mit der Idee einer quasi naturgegebenen Entsprechung von Mensch und Religion wird der Kontext geschaffen für die Überführung des antichristlichen Reflexes in eine Haltung, die sich – im Unterschied zu einem explizit rechten Auftreten – ihres Rassismus und Antisemitismus gar nicht mehr bewusst ist. Dies gilt beispielsweise auch für das Lied The Satumine Denomination der norwegischen Band Urgehal. Wipe the Jewish mess, fucking zionist disciples. Semite rabbi, I exceed excessive pain for you heißt es darin. Zionismus bezeichnet hier nicht eine politische Idee, sondern steht als Synonym für „den Juden“ schlechthin. Deutlich tritt das auch im Interview mit der BAnd im rechten Fanzine Satanic Terror hervor. Der Bandleader Trondr Nefas schwafelt dort von der Existenz einer „zionistischen Konspirität“, die eine reale Gefahr darstelle (Quelle: Satanic Terror Magazine, Nr. 1, 1999). Dahinter verbirgt sich die seit über hundert Jahren bekannte antisemitische Wahnvorstellung einer angeblichen „jüdischen Weltverschwörung“.
Quelle: Killguss/ Dornbusch 2005 (Unheilige Allianzen), Seite 93-94
Der Tonträger, auf dem sich das antisemitische Lied befindet, wurde bei dem neonazitischen Label „No Colours Records“ produziert. Der Sänger („Trondr Nefas“) und Schlagzeuger („Uruz“) von „Urgehal“ spielen auch in der Band „Vulture Lord“. Auf deren Tonträger „Profane Prayer“ finden sich Lieder wie „The final solution“ („Die Endlösung“) oder „Prelude to the second Holocaust“. Zusätzlich dürfte die Band einen extremen Hass auf Frauen haben: Der Tonträger „Desire for the Dead“ von „Vulture Lord“ zeigt auf seinem Cover drei nackte und enthauptete Frauenleichen.
Beim Konzert der drei Bands im Lokal „Escape“ in Wien wurde ein Verkaufstisch des rechtsextremen Labels und Versandes „Warfront Productions“ angekündigt. Mehr zu diesem Label hier: http://antifainfoportal.an.ohost.de/recherche/warfront.html
Auch die Schwedische Band SHINING sorgte bei einem Konzert im Februar 2007 im Lokal „Diezel“ in Halmstad (Schweden) für Aufsehen. Das mit Kunstblut übergossene Bandmitglied Sven-Erik Kristiansen (Ex-Sänger der Band MAYHEM) trat mit einem in die Stirn eingeritzten Hakenkreuz mit der Band auf.

In einem Interview auf diesen Vorfall angesprochen, gibt „Kvarforth“ – Frontmann von „Shining“ – nur knapp zur Antwort: „Zu allererst war es Maniac der sich ein Hakenkreuz in seine Stirn geritzt hat und nicht ich. Er ist diese Nacht mit uns aufgetreten und, verdammte Scheiße, ich bin kein fucking Kindergarten-Lehrer, weißt du. Was er tut ist seine eigene Sache.“ (Interview mit dem „Tinnitus Music Webzine“, Mai 2008)



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