NPD plant braunes “Sommerfest” in Sangerhausen

Juli 3, 2008 at 4:05 Uhr nachmittags (Rechtsextreme/ Neonazistische Konzerte)

Am Samstag, 05. Juli 2008, veranstaltet der NPD-Kreisverband Mansfeld-Südharz ein so genanntes „Sommerfest der Nationalen Bewegung in Sachsen-Anhalt“, das nach einem mittlerweile „bewährten“ und in vielen deutschen Bundesländern angewandten Muster ablaufen soll. Unter dem Vorwand einer von Kadern der NPD angemeldeten politischen Kundgebung wird neonazistischen Musikgruppen und Liedermachern ein öffentlicher Auftritt ermöglicht, der anderenfalls oftmals untersagt werden würde. Zusätzlich halten NPD-PolitikerInnen ihre Hetztiraden ab, diese werden mit einem Programm für Kinder garniert, um den Anschein des Bürgerlichen zu wahren und um ganze Familien anzulocken. Im aktuellen Beispiel werden etwa „Attraktionen für die Kleinen, wie eine Hüpfeburg, Blechdosenwerfen, Kinderschminken uvm.“ geboten.

Als Verantwortliche für die Neonazi-Veranstaltung fungiert in diesem Fall Judith Rothe aus Sotterhausen, Kreisvorsitzende der NPD Mansfeld-Südharz und stellvertretende NPD-Landesvorstands-Vorsitzende in Sachsen-Anhalt. Veranstaltungsort soll das von der Stadt Sangerhausen für den 05. und 06. Juli gepachtete Gewerbegebiet „Wasserschluft“ in Sangerhausen sein.

Als Versammlungsleiter treten Marcus Großmann aus Sotterhausen und Jens Bauer aus Kleinwanzleben auf, Stellvertreter ist Enrico Marx aus Sotterhausen. Die Neonazis sollen um 8 Uhr früh am Veranstaltungsgelände mit dem Aufbau der technischen Einrichtungen beginnen, die Veranstaltung beginnt dann um 11 Uhr und ist bis 24 Uhr angemeldet. Die von der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Süd verfügten Auflagen für die Veranstaltung verkommen angesichts der ideologischen Orientierung der veranstaltenden Partei und der auftretenden Musikgruppen zu einer bloßen Farce, so heißt es etwa in dem Schreiben der Polizei an die Veranstalter: „Fahnen, Wortkundgebungen oder Redebeiträge, Sprechchöre, Musikdarbietungen, Transparente, Trageschilder, Spruchbänder und dergleichen sowie Embleme und Tätowierungen dürfen keine strafbaren, oder eine Verbundenheit mit der NS-Vergangenheit Deutschlands erkennbaren Inhalt haben und müssen sich am angemeldeten Versammlungsmotto orientieren. Sie dürfen auch nicht zum Hass, zur Gewalt oder zu Willkürmaßnahmen gegen die Bevölkerung oder Teilen der Bevölkerung aufrufen und haben den Frieden zu wahren. Die Menschenwürde anderer darf nicht verletzt werden, indem Teile der Bevölkerung böswillig verächtlich gemacht oder verleumdet werden. Behörden, Institutionen oder Personen des öffentlichen Lebens dürfen nicht diffamiert werden. Auf die Strafbarkeit derartiger Äußerungen wird ausdrücklich hingewiesen.“

Der einzige Zweck dieser und vieler anderer Veranstaltungen ist es aber in Wahrheit doch, die NS-Vergangenheit zu verherrlichen, zu Hass, Intoleranz und Gewalt gegen Minderheiten aufzurufen und die Menschenwürde mit Füßen zu treten! Während die braune Hass-Veranstaltung nun also – zwar mit strengen Auflagen aber doch - von den Behörden genehmigt wurde, kümmert sich die Polizei offenbar sogar um das körperliche Wohlbefinden der Neonazis, so heißt es etwa in der Anmelde-Bestätigung: „Zum Verzehr angebotene Backwaren sollten durch eine Bäckerei zubereitet werden und anlässlich der Versammlung zur sofortigen Verzehr angeboten werden. Insbesondere sollen Trockenkuchen und andere Backwaren ausschließlich in gut durchgebackenem Zustand angeboten werden.“

Nun zu den auftretenden Neonazi-Bands: Immer noch geworben wird mit einem Auftritt der Gruppen „Projekt Irminsul“ und „Wolfsgarde“, obwohl dieser von den VeranstalterInnen selbst abgesagt wurde. Nach wie vor spielen sollen die Gruppen „Ferox“, „Bloodline“, „Before the War“ und „Nordglanz“.

Viktor Sjölund, der Sänger von „Ferox“, ist Aktivist der schwedischen Neonazi-Online-Seite „Info 14“, die dem braunen Netzwerk „Blood and Honour“ sehr nahe steht. Somit verstößt der Auftritt dieser Gruppe vermutlich gegen die Auflagen, die die Verwendung der Symbolik und andere Zusammenhänge mit „Blood and Honour“ untersagen. Im Jahr 2007 traten „Ferox“ bereits beim so genannten „Sachsentag“ der NPD in Dresden-Pappritz auf.

„Nordglanz“ ist eine neonazistische Black-Metal-Band aus Frankfurt/Main, die Band coverte in der Vergangenheit auf ihren Tonträgern u. a. Lieder von Frank Rennicke und Absurd. In ihrem Lied „Für das Reich“ zeigt die Band sehr offen, welches rassistische und nationalsozialistisch orientierte Weltbild sie vertritt: „Über Grenzen, über Meere ziehen unsere weißen Heere. Länder, Wälder, alte Sitten für sie hatten sie gestritten. Für das Reich, für die Art, für den Mut, den Boden und die Ehre. Für das Reich, für den Kampf, für den Mut, den Boden und Nachfahren.“ In dem Lied „Wotan strafe England“ wird Winston Churchill die Schuld für Tod und Zerstörung während des Zweiten Weltkrieges gegeben und die „Auferstehung für Germanien“ herbei beschworen. „Before the War“ waren bereits für den „Nationalen Frankentag“ 2008 in Bayern angekündigt, zusätzlich soll auch die deutsche Gruppe „Bloodline“ (wobei es sich möglicherweise um ein Pseudonym für eine andere Neonazibands handelt) in Sangerhausen auftreten.

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NPD-Neonazikonzert im Vogtland

Juni 17, 2008 at 11:55 Uhr vormittags (Uncategorized)

Nachdem die NPD Vogtland erstmals von so vielen BraunwählerInnen ihre Stimme erhalten hat, dass sie in den Kreistag gleich mit drei Mandaten einziehen darf, “bedankt sich” die gewählte Braunpartei am 05. Juli gleich mit einem entsprechenden Neonazikonzert:

Im Rahmen einer „geschlossenen Veranstaltung“, zu der man nur mit Eintrittskarte eingelassen wird, sollen an einem nicht genannten Ort (vermutlich in einer größeren Halle) einerseits diverse NPD-DemagogInnen ihre Verbaldiarrhoe ablassen, andererseits sollen auch diverse Nazibands und –liedermacherInnen auftreten:

Annett Müller, die als Neonazi-Bardin im Jahr 2001 mit einem Album debütierte und eigentlich auftreten sollte, wird nun doch nicht auftreten können, weil es ihrem Mann (Michael Müller) laut einem Eintrag im Neonazi-Forum “Thiazi” derzeit “nicht so gut” gehe, was “noch untertrieben” sei, deshalb werde “sie in absehbarer Zeit auch nicht auftreten können”. Auch die bisher für die Veranstaltung angekündigte, amtsbekannte Band “Gegenschlag” könne nicht auftreten, weil sie “Hausarrest” bekommen habe. Weiterhin auf dem Programm bleibt „Olli“, der Sänger der Band „Agitator“, der auch als „Liedermacher“ auftreten soll. Dieser wurde im Jahre 2006 im Rahmen einer Solidaritätsdemo für den inhaftierten Frontmann der Neonaziband „Landser“, Michael Regener, wegen Volksverhetzung festgenommen, weil er u. a. in einem Lied „Ich bin stolz, ein Nazi zu sein“ gegrölt hatte (Quelle (TAZ)). Zusätzlich soll bei dem Neonazikonzert auch seine bereits erwähnte Band auftreten. Eine weitere Band wird unter dem Pseudonym „DWJ“ angekündigt.

Neu auf dem Programm sind die Gruppen “Gemeinschaftswerken Nibelungen”, “Störmanöver”, “Braune Brüder“, die als “Liedermacher” bezeichneten “Frank Rennicke” und “Thor Stein” (vermutlich ein Pseudonym für einen anderen “Liedermacher”) sowie ein “Überraschungsgast”.

Die Band “Gemeinschaftswerk Nibelungen” trat am 04. November 2007 bereits einmal im Zuge einer NPD-Kundgebung in Gera auf. Im Neonaziforum “Thiazi” finden sich Liedtexte dieser Gruppe, mit denen unverhohlen der Nationalsozialismus verherrlicht wird, im folgenden ein kurzer Ausschnitt aus einem Lied: “(…) Dort draussen auf der Parkbank, sitzt wohl Deutschlands grösster Sohn, er stritt einst für Europa in einer Waffen-SS-Division. Der Blick in seinen Augen, der Stolz der niemals ging, nicht einmal als seine Enkelin eines Türken Kind empfing (…)”.

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Deutsche und griechische Neonazi-Blackmetal-Band bei Konzert in Belgien

Mai 12, 2008 at 6:26 Uhr nachmittags (Rechtsextreme/ Neonazistische Konzerte)

Anfang Juni soll in Belgien ein vom flämischen Arm der Neonaziorganisation “Blood & Honour” organisiertes Konzert mit diversen neonazistischen Musikgruppen stattfinden. Mit dabei - wie bei vielen anderen Neonazikonzerten in Belgien auch - eine deutsche Band - “Absurd”. Ebenfalls auftreten soll die griechische Band “Der Stürmer”. Im folgenden ein Bericht zu diesem Konzert in englischer Sprache:

On 7th of June a Neo Nazi concert which is organized by the Belgium arm of the Neo Nazi movement “Blood & Honour”, is scheduled in Belgium.

The Greek band „Der Stürmer“ was found in 1998 amongst others by Nick Giohalas alias “Jarl von Hagall” under the name “Herrenblut”, a bit later it was renamed as “Der Stürmer”. The target of the band is to promote the “Heathen/National Socialist Values and beliefs”. The ideology of the band is based on the denial of the “modern world” and the arguing for the “Ancestral Laws of Blood”. The “New Aryan Order” shall rise “from the ruins of the modern world”. The band sees itself as part of a “Pan-European” racist movement, which includes people from several European countries while it excludes the Jews. The goal of promoting National Socialist ideology is strived with appropriate recordings, statements in interviews and concerts. On the other hand the band members are/were not only active in numerous other Neo Nazi bands like “Stutthof”, “Ravenbanner”, “Stosstrupp” and so on, but also in the Greek Neo Nazi movement.
The vocalist of the band, Giohalas, appeared as a member of the Greek Neo Nazi Party “Chrysi Avyi“ („Golden Dawn“, it stopped its political activities in 2005 and became part of the “Patriotic Alliance”) on several Neo Nazi events in German speaking countries, for example on the NPD-event “Fest der Völker” in Jena (Thuringia, Germany) in 2005 and 2007.
In an interview with the „Black Terror Metal E-zine“ of 2006 band member „Commando Wolf“ speaks about the origin of the band name “Der Stürmer”: “(…)we took it from the infamous anti-jewish newspaper that existed in Germany, edited by Julius Streicher, an example of a True National Socialist Fighter. His life ended on the Judaic ropes of the joke known today as the ‘Nuremberg trial’. About the National Socialist “Third Reich” he told: “A bright moment in European history, an example of courage, heroism and iron will that we all must Hail and follow. The struggle and sacrifice of these people must not be forgotten!!!”

Cover of

(Cover of “Der Stürmer”-release “A banner greater than death”, 2006)


The German Band „Absurd“ was found in 1992 in the Thuringian city Sondershausen and became popular mostly because three band members killed a young man. The vocalist of the band, Hendrik Möbus, after his discharge from jail incurred a penalty by showing the Hitler salute, furthermore recordings with Neo Nazi contents were made. Hendrik Möbus because of that came back to jail. His brother Ronald, who is - like Hendrik – still part of the Neo Nazi scene, became the new vocalist of the band.Although in recent years the band made recordings with less explicit lyrics, it still plays on appropriate concerts, for example on 09th of June 2007 in the inn Göb in Gremsdorf (Bavaria) amongst others with the French NSBM-bands “Blessed in Sin” and “Finis Gloria Dei”. On 25th of August the band played on a NSBM-Festival in Sibiu, Romania, in common with the bands “Temnozor” and “Orthanc”. In 2008 a record in common with the Neo Nazi bands “Sigrblot” and “Grand Belial’s Key” shall be released.

(Ronald Moebus, Vocalist of “Absurd”)

(Sven Zimper, Drummer of “Absurd”, owner of the Neonazi Label and Online shop “World Terror Committee Productions”)

Furthermore the Belgium Band “Huldrefolk” and the Czech Band “Ecce Mors” shall play at the concert.

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Zahlreiche Neonaziveranstaltungen in Deutschland geplant!

Mai 8, 2008 at 9:55 Uhr vormittags (Rechtsextreme/ Neonazistische Konzerte)

(aktualisiert am 25.05.2008 )

In nächster Zeit sind in diversen deutschen Bundesländern neonazistische Veranstaltungen geplant, die immer nach dem gleichen, bereits hinlänglich bekannten Muster ablaufen sollen. Politische Hetztiraden von Vertretern des braunen Lagers werden mit dem Auftritt von neonazistischen Musikgruppen verbunden, wobei die Behörden voraussichtlich wieder weitestgehende Toleranz walten lassen werden, da die Veranstaltungen durch die Tarnung als “Parteiveranstaltung” in einen “legalen” Rahmen gepresst werden.

Die NPD Bayern veranstaltet am 07. Juni im „Forum am Hofgarten“ in Günzburg (laut NPD-Homepage) ein Konzert mit der mittlerweile zum Standardrepertoire bei diesen Partei-Veranstaltungen gehörenden Neonaziband „Frontalkraft“ (die letztes Jahr beim sogenannten „Sachsentag“ in Dresden-Pappritz und beim „Rock für Deutschland“ in Gera auftrat) und dem braunen „Barden“ und NPD-Mitglied Frank Rennicke, die Veranstaltung läuft – wie bereits 2006 – unter dem Motto „Bayerntag“. Holger Apfel, Sascha Rossmüller, Ralf Ollert und Karl Richter sollen ihren Mundstuhl ablassen.

Besonders pikant hinsichtlich des Veranstaltungsortes ist – abgesehen davon dass es sich um keine einschlägige Einrichtung handelt – dass dort noch vor wenigen Monaten eine Ausstellung zum Thema „Rechtsradikalismus in Bayern“ gezeigt wurde. (Quelle: http://guenzburg.locally.de/bayern/schwaben/3938.html)

Ganz im Sinne der Köderung von neuen, jungen Mitgliedern sind die Eintrittspreise gestaltet: Kinder, die jünger als 14 sind, müssen keinen Eintritt zahlen, 14- und 15jährige erhalten eine Ermäßigung.

Ebenfalls am 07. Juni, also zeitgleich mit der Veranstaltung in Günzburg, findet an einem noch nicht näher bekannt gegebenen Ort in Oberfranken der „Nationale Frankentag 2008“ – organisiert von den “Jungen Nationaldemokraten”, der Jugendorganisation der NPD, in Kooperation mit den „Freien Kräften Franken“ und dem „Bund Frankenland“ - statt. Neben Reden von einschlägigen Personen wie Jürgen Rieger, Udo Pastörs, Thomas “Steiner” Wulff und Sebastian Schmaus sollen die Neonazibands „Gegenschlag“aus Hessen, Before the War aus Slowakei, “Agitator” aus Hessen und “Vinland Warriors” aus Kanada auftreten.

Die letztgenannten Neonaziband agierte zumindest in der Vergangenheit als Kontaktadresse des kanadischen Ablegers des Neonazinetzwerkes „Blood and Honour“. (Quelle: http://www.anti-racist-action.org/pn/index.php?name=Sections&req=viewarticle&artid=26&page=1)

Am 14. Juni veranstalten diverse Neonazi-Gruppen rund um den “Kameradschaftsbund Hochfranken” in Marktheidenfeld ein Neonazikonzert mit den Bands “White Rebel Boys” und “Vargr I Veum”. Matthias Fischer, Tony Gentsch und Thomas Gerlach sollen zusätzlich ihren Mundstuhl verbreiten (Informationen zu antifaschistischen Gegenaktionen). Die Band “White Rebel Boys” besteht aus Mitgliedern der Band “Braune Brüder” und trat zuletzt etwa im Februar 2008 bei einem SS-”Gedenken” in Ungarn auf. “Vargr I Veum” spielten ebenfalls im Februar bei einem ebenso vom “Kameradschaftsbund Hochfranken” organisierten Konzert mit diversen Neonazibands.

Die JN Sachsen, vertreten von Jens Steinbach aus Görlitz, veranstalten am 21. Juni den „Sachsentag 2008“, bei dem unter dem Motto „Jugend braucht Perspektiven – Aktivismus statt Gleichgültigkeit“ braunes Liedgut und politische Hetze bzw. Propaganda als Alternative zum „Überangebot an Zeitgeist“ geboten werden sollen. Neben Mundstuhl von Udo Pastörs, Michael Schäfer, Andreas Storr und Winfried Petzold sollen die Neonazibands Sleipnir“, “Carpe Diem” und “Saga” auftreten. “Saga”, eine neonazistische Liedermacherin aus Schweden, singt ausnahmslos Lieder des verstorbenen Gründers des in der BRD verbotenen internationalen Nazi-Skin-Netzwerkes “Blood & Honour”, Ian Stuart Donaldson. (Quelle: http://www.ulm.antifa.net/?p=14)
Mit ihrem Album “My Tribute To Skrewdriver” huldigt “Saga” dem erwähnten Ian Stuart Donaldson. “Ich respektiere Ian wirklich und all das was er für die Bewegung gemacht hat. Das schließt natürlich auch die Gründung von 28 (Kürzel für “BH” - “Blood and Honour”, Anm.) ein”, bekundete 2005 die Sängerin im deutschen “Nordwind-Magazin” ihre Sympathie für den Begründer des neonazistischen “Blood & Honour”-Netzwerkes. (Quelle: http://www.turnitdown.de/791.98.html)

Die NPD Thüringen veranstaltet bereits am 17. Mai in Sondershausen (in der Schachtstraße) zum siebten (!) Mal den sogenannten „Thüringentag“, diesmal unter dem Motto „Jugend braucht Zukunft“. Diese „Zukunft“ gestaltet sich – wie bei den anderen erwähnten Veranstaltungen – in Form von brauner Propaganda. Frank Schwerdt, Patrick Wieschke, Christian Kaiser, Thorsten Heise, Thomas Gerlach, Matthias Fiedler (Thüringer NPD-Kreisvorsitzender) und Patrick Weber (Vorsitzender NPD Nordhausen-Sondershausen, Betreiber des neonazistischen „Germaniaversandes“) sollen ihre Hetzreden halten. Zusätzlich sollen folgende Neonazibands auftreten:

“Torstein”, ein brauner Barde, der dem SS-Hauptsturmführer Michael Wittmann ein Lied widmete.

„Max“: hiermit ist vermutlich die deutsche Band „Blue Max” gemeint.

„Fight Tonight“: Diese deutsche Band trat zuletzt am 19. April bei einem von „Blood & Honour Vlaanderen“ in Belgien organisierten Konzert zu Ehren Adolf Hitlers auf.

„Revolution“ aus Sachsen-Anhalt traten bereits bei mehreren einschlägigen Konzerten z. B. gemeinsam mit „White Law“ und „Blue Max“ auf.

Extressiv

„Glorial Honours“: Hierbei handelt es sich vermutlich um ein Pseudonym.

Am 19. Juli veranstaltet auch die NPD Gera ihr alljährliches – von den Behörden genehmigtes und toleriertes - braunes Fest. Auftreten sollen in diesem Jahr u. a. die Neonazibands „Jungsturm“, „Eugenik“, “Hauptkampflinie” und “Breakdown”.

Antifaschistischer Widerstand gegen diese zahlreichen Neonaziveranstaltungen ist also angesagt!

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Rechte BM-Bands bei Konzert in Suhl

April 23, 2008 at 2:40 Uhr nachmittags (Uncategorized)

Anfang Mai sollte in Suhl ein Konzert u. a. mit einigen rechten Blackmetal-Bands wie z. B. “Permafrost” stattfinden. Dieses wurde jedoch von den BetreiberInnen des Lokales bzw. von den örtlichen Behörden (siehe Zeitungsartikel im Anhang) unterbunden und von den KonzertveranstalterInnen an einen anderen - nun geheim gehaltenen - Ort verlegt.

Auf der Homepage der 2003 gegründeten, aus Sachsen-Anhalt stammenden Band „Permafrost“, die offenbar aufgrund von Problemen mit KritikerInnen deutlich entschärft wurde, wurde man vor nicht allzu langer Zeit noch mit dem Spruch „Kraft durch Krieg“ begrüßt, mit dem man sich offensichtlich auf das nationalsozialistische Motto „Kraft durch Freude“ bezog. http://tinypic.com/view.php?pic=3zk9ky9. Die Emailadresse der Band (smr1488@XXX.com) enthielt das Kürzel „14/88“, eine in der neonazistischen Szene weit verbreitete Grußformel. http://de.wikipedia.org/wiki/Fourteen_Words. Im Februar 2007 wurde von dem einschlägigen Label „Barbarossa Records“ die Veröffentlichung eines Musiksamplers mit diversen rechtsextremen Musikgruppen (wie „Blutstraße“, „Civil Disorder“, „Hate Soldiers“ usw.) – darunter auch „Permafrost“ – unter dem Titel „Tatort Anhalt“ angekündigt. Der Tonträger ist bis dato offenbar noch nicht erschienen. Auch „Permafrost“ kündigten unter „Neuigkeiten“ auf ihrer Homepage an, dass man zwei Lieder zum Tonträger des Labels „Barbarossa Records“ beitragen werde. http://tinypic.com/view.php?pic=2a91xs5. Im Verfassungsschutzbericht 2003 des Bundeslandes Sachsen-Anhalt wird dieses Label als „rechtsextrem“ bezeichnet. http://www.sachsen-anhalt.de/LPSA/fileadmin/Elementbibliothek/Bibliothek_Politik_und_Verwaltung/Bibliothek_Ministerium_des_Innern/PDF_Dokumente/Verfassungsschutz/verfbe_03.pdf

Auf dem Tonträger „Live in Zeitz“ der Band „Permafrost“ werden Coverversionen von Liedern der neonazistischen Musikgruppen „Absurd“ (Liedtitel: „Colours of Autum“ und „Der große Tod“) und „Die Lunikoff-Verschwörung“ (Liedtitel: „Lenker der Schlachten“) geboten http://i12.tinypic.com/3zbfjur.jpg . Letztere Band bestand unter anderem aus dem Sänger der Band „Landser“, Michael Regener. Die Gruppe wurde letztinstanzlich im März 2005 vom Bundesgerichtshof als erste Musikband zur kriminellen Vereinigung erklärt. In dem gecoverten Lied heißt es: “(…) Germanenland du liegst am Boden Getreten und geschmäht Wenn auch deine Feinde lachen Es ist noch nicht zu spät Noch gibt es Arier Die zu den alten Göttern stehn Wir werden siegen Oder nach Walhalla gehen (…)”.
Im Verkaufsangebot auf der Bandhomepage fand sich auch ein Bandaufkleber mit der Aufschrift „Vernichtet den Untermenschen“. Auf der Linkseite werden diverse Homepages von neonazistischen Labels und Webzines wie „Aryan Music“, „Nebelfee Klangwerke“, „Donnerschlag Records“, „No Colours Records“ usw. verlinkt. http://tinypic.com/view.php?pic=2s7fm0x
In Hinsicht auf gemeinsam mit rechtsextremen und neonazistischen Bands durchgeführte Konzerte können „Permafrost“ schon auf einige Erfahrung verweisen: Am 03. Februar 2007 trat die Band in Borau zusammen mit den Bands „Blutrache“, „Suicide Solution“, „Totenburg“ und „Forgotten Darkness auf. Eine Woche später folgte ein Konzert mit „Nachtfalke“, „Blutrache“, „Krater“ und „Suicide Solution“. http://tinypic.com/view.php?pic=3zr3hp1

Im Interview mit der einschlägigen Szene-Postille „A-Blaze“ wird der Bandgründer und Sänger „Porcus“ nach seiner Meinung zum „National Socialist Black Metal“ (NSBM) gefragt und steht ganz offen zur nationalsozialistischen Ideologie:
Interviewer: „Was haltet Ihr dann von den derzeitigen Trends in der Szene, wie zum Beispiel Pagan Metal, NSBM usw.?“
„Porcus“: „(…) NSBM existiert für mich nicht, Black Metal ist nicht sozial! Allerdings gibt es ein Paar (sic) interessante Thesen aus der alten Zeit, welche mir doch sehr zusagen! Ich würde diese Auswüchse des Black Metal auch nicht als Trend bezeichnen, es ist viel mehr die persönliche Weltanschauung der Individuen in den Gruppen. Welche ich als weltoffener, freiheitlich denkender Mensch natürlich unterstützenswert finde. Diese ganze Hetzjagd von Links finde ich lächerlich! Ein Artikel im ROCK HARD oder METAL HAMMER würde mich jedenfalls nicht bekehren können! An dieser Stelle möchte ich mich auch gleich noch bei Indymedia für die kostenlose Werbung bedanken!“ („A-Blaze“, Ausgabe 2, 2007)
Als Aushilfskraft am Schlagzeug bei Konzerten konnten „Permafrost“ eine im neonazistischen Flügel der Black Metal Szene „prominente“ Person gewinnen: Denis Schoner alias „Herr Rabensang“. Schoner ist in derselben Funktion auch bei der neonazistischen Gruppe „Absurd“ aktiv, auch ist er der Gründer einer weiteren Neonazi-Band - „Totenburg“ -und Mitglied bei weiteren einschlägigen Gruppen wie etwa „Menneskerhat“.

Der jüngste Tonträger von „Permafrost“ ist eine Split-Veröffentlichung mit der Band „Blutrache“, die 2008 bei dem Neonazi-Label „Nebelfee Klangwerke“ („Nebelklang“) erscheinen soll. „Blutrache“, deren Schlagzeuger „Porcus“ von „Permafrost“ ist, stehen bei dem genannten braunen Label unter Vertrag. Bei einem Konzert im Februar 2007 in der Gegend von Wolfsburg konnte die 2004 gegründete Band mit Coverversionen von Liedern der Band „Absurd“ punkten. Im Juni 2007 spielte die Band im Gasthof Göb in Gremsdorf (Bayern) zusammen mit den NS-Bands „Absurd“, „Finis Gloria Dei“ und „Blessed in Sin“. Hingegen war ein Konzert im November 2006 in Thüringen weniger von Erfolg gekrönt: Die Veranstaltung, bei der die Bands „Blutrache“, „Forgotten Darkness“ sowie die NSBM-Bands „Inferno“ und „Othar“ auftreten sollten, wurde von der Polizei aufgelöst

Auch die Band „Annihilation 666“ dürfte sich intensiv mit dem Nationalsozialismus auseinandersetzen, zumindest heißt ein Lied der Gruppe „Kristallnacht“ – offensichtlich in Anspielung an die antisemitische Pogromnacht der Nationalsozialisten am 09. November 1938. Vergangene Konzerte werden auf der „Myspace“-Seite der Band als „Past Pogroms“ („Vergangene Pogrome“) bezeichnet. Ins Bild passt, dass der Sänger der Band – laut einem Beitrag in einem Metalforum – bei einem Konzert in Trier im März 2008 mit einer auf den Bauch gemalten SS-Rune auftrat.

Ursprünglich sollte statt der Band „Blutrache“ die 1999 gegründete Leipziger Band „Kankra“ auftreten, diese sagte dann jedoch ab. Auch diese Band macht durch einschlägige Aussagen auf sich aufmerksam: Im Gästebuch des britischen Neonaziprojektes „Order of Terror“ grüsst Bassist “Aratron” mit „88“, einem Zahlencode, der von Neonazis als Abkürzung für „Heil Hitler“ verwendet wird. Im Gästebuch des im Juli 2007 wieder belebten Labels „Darker than Black“ von „Absurd“-Ex-Sänger Hendrik Möbus ist die Band “Kankra” mit dem gleichen Gruß vertreten. Auf einem Foto posiert “Aratron” mit einem T-Shirt mit der Aufschrift „N.S.B.M.“ in Verbindung mit einem von einem Sonnenrad umgebenen „Wotansauge“, letzteres ist das Symbol der Neonaziorganisation „Allgermanische Heidnische Front“.

Keine Bühne für rechte Musik
Stadt verbietet Konzert mehrerer Bands

SuhlDrei Wochen nach der Tagung der rechtsextremen „Gesellschaft für freie Publizistik“ auf dem Ringberg hat die Stadt ein geplantes Konzert mit rechtsgerichteten Musikgruppen am 3. Mai in Suhl verboten.

In einem offenen Brief, der auch Freies Wort zuging, bittet der Verfasser OB Jens Triebel und die Verantwortlichen der Stadt das Konzert mit diversen Gruppen der rechtsextremen Szene, darunter die einschlägig bekannte Band „Permafrost“ im „Bunker“, über dem Club „V8“ in der Friedrich-König-Straße, zu verhindern. „Im Sinne eines demokratischen Rechtsstaates sollte man alles tun, um derartigem Gedankengut keine Bühne zu bieten“, heißt es in dem Schreiben, in dem zudem Informationen über die Gruppen gegeben werden.

Durch das Ordnungsamt der Stadtverwaltung wurde dem in Thailand lebenden Besitzer des Objektes ein Veranstaltungsverbot ausgesprochen, teilte OB Jens Triebel gestern Abend in einer kurzen Information dem Stadtrat zu diesem Sachverhalt mit. Die Betreiberin des Clubs wurde über dieses Veranstaltungsverbot informiert. „Zugleich wurde deutlich gemacht, dass die Stadt auch künftig keine Veranstaltungen mit rechtsradikalen Bands dulden wird“, sagte Triebel.

Darüber hinaus ist die Polizei eingeschaltet worden, die das verhängte Veranstaltungsverbot bei Zuwiderhandlungen auch strikt durchsetzen will. Auch das Bündnis für Demokratie und Toleranz, gegen Rechtsextremismus ist über die Lokale Koordinierungsstelle über die geplante Veranstaltung informiert. vat

http://www.freies-wort.de/nachrichten/regional/suhl/suhllokal/art2440,802801, 24.04.2008

Rechte Musik wurde vom Betreiber längst abgelehnt
„Es gab keinen Vertrag“, sagt Susanne Kremer

SuhlDie Stadt Suhl habe kein Verbot eines Konzerts mit rechtsextremen Musikgruppen am 3. Mai im „Bunker“ ausgesprochen, stellt die Betriebsleiterin des Clubs „V8“, Susanne Kremer, in Reaktion auf die Aussage von OB Jens Triebel am Mittwochabend vor dem Stadtrat klar. „Ein solches Verbot ist nicht erforderlich, weil das Konzert bereits vom Betreiber der Einrichtung unmittelbar nach einer Anfrage vor sechs Wochen abgelehnt wurde und es gar keinen Vertrag gab“, sagt sie. Nach Eingang der Anfrage durch den „Rockmusikverein“, der den „Bunker“ als nichtöffentliches Vereinslokal angemietet hat, habe der Rechtsanwalt des Hauses die Gruppen überprüft und dem Betreiber daraufhin empfohlen, diesem Konzert u.a. mit „Permafrost“ nicht zuzustimmen. So habe man auch entschieden, sagt Kremer. Dies sei bereits bei einer Begehung mit Ordnungsamtsleiter Hermann Ritz und Vertretern der Polizei festgestellt worden. Den Veranstalter habe man aufgefordert, die Werbung für das Konzert einzustellen.

„Sowohl ich als auch mein Personal distanzieren sich entschieden von jeglicher Nähe zu rechtsextremistischen Gruppierungen“, so Kremer, die den nach einem ausgestellten V8-Motor benannten Club seit Anfang Dezember 2007 betreibt. Ebenso weist sie Gerüchte zurück, wonach der Biker-Club „Stahlpakt MC“ in den Betrieb des Hauses involviert sei, das dem heute in Thailand lebenden, früheren Betreiber der Tabledancebar „Moonlight“ gehört. Zwar seien auch Biker unter den Gästen der gastronomischen Einrichtung, räumt Kremer ein. „Allerdings sind Kutten und Symbole im Haus tabu.“ vat

http://www.freies-wort.de/nachrichten/regional/suhl/suhllokal/art2440,803682, 26.04.2008

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Neonazi-Versand aus Oberösterreich polizeilich eingestellt?

April 23, 2008 at 1:52 Uhr nachmittags (Uncategorized)

Seit dem Jahr 2007 existierte in Oberösterreich ein neonazistisches Tonstudio mit eigenem Online-Tonträgerversand. Der Bad Ischler Lukas A. hatte sich auf die Produktion und den Vertrieb von Tonträgern von „Blackmetal“-Musikgruppen spezialisiert, wobei der Schwerpunkt auf extrem rechte Vertreter des Genres gelegt wurde. Der Begriff „Black Metal“, eine Spielart des Heavy Metal, wird für Musikgruppen verwendet, deren Image, Auftreten und Texte eine Verbindung satanischer, heidnischer oder misanthropischer Elemente aufweisen, im extrem rechten Flügel der Szene kommt es zur Vermischung mit Antisemitismus, Rassismus und neonazistischer Ideologie.

In der kurzen Zeit des Bestehens hatte A. mit seinem Label „Racheschwur Records“ rund 30 Tonträger von zum Teil einschlägigen Musikgruppen veröffentlicht, weitere waren geplant.

Auf der Homepage von „Racheschwur Records“ konnte mensch kürzlich noch Tonträger von Bands wie „Aryan Art“ oder „Hakenkreuz Nocturna“ erwerben. Ein Beispiel für einen bereits veröffentlichten Tonträger ist jener eines US-amerikanischen Neonazis, der unter dem Namen „Wervolf“ (sic!) ein Soloprojekt betreibt. Das erste Lied auf dem von „Racheschwur Records“ produzierten Tonträger heißt „Aryan Black Metal“. Ein Lied auf einem Tonträger der Band „Waffen“ heißt „Piss on the grave of the jews“. Die jüngste Veröffentlichung erfolgte zu Ehren der bekanntesten deutschen „National Socialist Black Metal“-Band, „Absurd“. Auf dem Tonträger finden sich Lieder von zahlreichen einschlägigen Musikgruppen, darunter auch zwei österreichische: Die Wiener Band „Obskene Sonare“ und die ebenfalls 2007 gegründete Band von A., „Pestschwadron“, die er mit zwei weiteren jungen Männern betreibt.

„Pestschwadron“ bezeichnen ihren Stil als „völkischen Black Metal zur Zerstörung des Christentums“. Auf einer Grußkarte in einem „Myspace“-Gästebuch, die mit Runen und einer „Schwarzen Sonne“ versehen ist, steht geschrieben: „Grüsse aus der Ostmark wünschen Pestschwadron“. Ein Bandkollege von A. betreibt unter dem Namen “MG 42″ ein musikalisches Soloprojekt, das mit Liedern wie “Volk ans Gewehr”, “Totenkopf Terror” und “Genickschuss Korps” aufwartet, der einzige Tonträger ist auf 88 („88“ = 2 Mal der 8. Buchstabe des Alphabets = Abkürzung für „Heil Hitler“, Anm.) Stück limitiert.

„Racheschwur Records“ ist nicht der einzige österreichische Musikversand, der braune Bands vertreibt, es existieren einige „unpolitische“ Versände, die ebenfalls mit der Verbreitung von rassistischem und neonazistischem Gedankengut Geld verdienen. Seit kurzem ist der Betreiber von “Racheschwur Records” zumindest per Emailkontakt nicht mehr erreichbar, die Versand-Homepage ist jedoch nach wie vor online. Laut einem Eintrag auf einer einschlägigen Internetseite hat die Polizei das Angebot des Versandes beschlagnahmt, worauf A. den Versand einstellen mußte.

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Neonazi-Band “Race War” wieder aktiv

April 23, 2008 at 1:44 Uhr nachmittags (Uncategorized)

Am 22. März 2008 fand zwischen Venedig und Vicenza in Nord-Italien ein von der italienischen Neonazi-Organisation „Veneto Fronte Skinheads“ veranstaltetes Konzert mit diversen einschlägigen Bands wie „Estirpe Imperial“, „Brutal Attack“, „Bully Boys“ usw. statt. Das Konzert wurde laut Angaben aus Szenekreisen von rund 2000 Personen besucht und gehört somit wohl zu den größten Neonazi-Konzertveranstaltungen Europas. Dies ist nur aufgrund der weitest gehenden polizeilichen und behördlichen Toleranz möglich, welche auf der Homepage der Veranstalter auch betont wird: “Es braucht Monate um so eine Veranstaltung zu organisieren, von den nötigen Erlaubnissen und Garantien von der Polizei und lokalen Behörden ganz zu schweigen (…) ” (Stellungnahme auf der Homepage der “Veneto Fronte Skinheads vom 23.03.2008).

Mit dabei bei dem Konzert war auch eine deutsche Band, die unter dem Pseudonym „Heiliger Krieg“ angekündigt wurde. Bei näherer Betrachtung des Konzertflyers und Recherche auf einschlägigen Internetseiten konnte mensch nur zu dem Schluss kommen, dass es sich bei „Heiliger Krieg“ um die Gruppe „Race War“ handelt. Ein Lied der Band heißt „Heiliger Krieg“, das Pseudonym auf dem Flyer ist mit den Worten „Stimme des Blutes“ hinterlegt, der Titel eines 2005 veröffentlichen, in Deutschland indizierten Tonträgers.

Ein Gerichtsverfahren gegen die im Jahr 2000 gegründete deutsche Band im Jahr 2006 führte zur Erklärung der Gruppe zu einer „kriminellen Vereinigung“, ähnlich wie bei „Landser“. Die Bandmitglieder wurden zu Bewährungsstrafen verurteilt und distanzierten sich von ihren Taten. (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Race_War) Da verwundert es natürlich, dass die Gruppe nun unter einem anderen Namen (und vermutlich nicht in der vollständigen ursprünglichen Besetzung) wieder auftritt, es steht zu Vermuten, dass es sich hier um einen Verstoß gegen die Bewährungsauflagen handelt.

Mitte April stellte der SPD-Abgeordnete Stephan Braun diesbezüglich eine “kleine Anfrage” mit folgenden Fragestellungen an die Landesregierung von Baden-Württemberg:
“1. Welche Erkenntnisse liegen der Landesregierung und dem Verfassungsschutz über aktuelle Aktivitäten der Neonaziband „Race War“ und deren Musikern vor, die im November 2006 vom Landgericht Stuttgart wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung zu Bewährungsstrafen verurteilt worden sind?
2. Trifft es zu, dass am 22. März 2008 zwischen Veneto und Vicenza in Norditalien ein von der italienischen Neonazi-Organisation „Veneto Fronte Skinheads“ organisiertes Konzert stattgefunden hat, bei dem eine deutsche Band unter dem Namen „Heiliger Krieg“ aufgetreten ist?
3. Trifft es zu, dass es sich bei der Band „Heiliger Krieg” um die Neonaziband „Race War“ handelt, bzw. dass Musiker von „Race War“ beim Auftritt von „Heiliger Krieg“ beteiligt waren?
4. Falls ja: war dieser Auftritt strafrechtlich relevant oder nicht und ggf. aus welchen Gründen?
5. Sind weitere Auftritte der Band „Heiliger Krieg“ bekannt und falls ja: wann und wo und bei welcher Veranstaltung und waren diese Auftritte strafrechtlich relevant oder nicht und ggf. aus welchen Gründen?”

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NSBM-concert with Absurd, Temnozor, Kroda and Sekhmet in Brno (Czech Republic)

April 13, 2008 at 10:17 Uhr vormittags (Rechtsextreme/ Neonazistische Konzerte)

On 25th of April a “National Socialist Black Metal” concert is scheduled in a club at the Czech City Brno. Several Neo Nazi concerts took place there in recent years. On 30th of October 2004 the bands “Lion’s Pride”, “Randall Gruppe”, “Kampfzone” and “Squad 96” played there. In 2007 the so called “Dunkelheit Festival” happened, several “National Socialist Black Metal”-bands like “Inferno”, “Silva Nigra” and “Infernal War” could play. The concert in Brno is organized by Marian Prochazka. The following bands shall play on 25th of April.

ABSURD

The German Band „Absurd“ was formed in 1992 in the Thuringian city Sondershausen and became popular mostly because three band members killed a young man. The vocalist of the band, Hendrik Möbus, after his discharge from jail incurred a penalty by showing the Hitler salute, furthermore recordings with Neo Nazi contents were made. Hendrik Möbus because of that came back to jail. His brother Ronald, who is - like Hendrik – still part of the Neo Nazi scene, became the new vocalist of the band. On a “Best of”-album with the title “Der Fünfzehnjährige Krieg” (“Fifteen Years of War”, refers to the time of existence of the band) one can find some songs with explicit lyrics:

“Was da atmet, muss nun sterben, dass die Welt gereinigt wird. Mordend Juden und Christenheit, lüstern, voller Grausamkeit. Massengräber füllen sich, holde Pest, wir grüßen dich!” (Translated: “What is breathing, now has to die, to clean the world. Killing jews and Christianity. Mass graves are filled, graceful pest we are greeting you“; from the song “Pesttanz”).

„Ihr könnt meinem Blutdurst nicht entrinnen! Ich stille meine Gier mit Menschenfleisch, mit Zyklon B, mit Gift und Blut.“ (Translated: „You can not escape my thirst for blood! I assuage my greed with human meat, with Zyklon B, with poison and blood.”; from the song “Werwolf”; “Zyklon B” was the gas that was used in National Socialism to kill millions).

On 09th of June 2007 “Absurd” played at the inn “Göb” in Gremsdorf (Bavaria) amongst others with the French “National Socialist Black Metal”(NSBM)-bands “Blessed in Sin” and “Finis Gloria Dei”. On 25th of August the band played on a NSBM-Festival in Sibiu, Romania, in common with the bands “Temnozor” and “Orthanc”. In the beginning of February 2008 the band played at two concerts in Finland, together with the Neo Nazi bands “Der Stürmer”, “Goatmoon” and “Satanic Warmaster”.

TEMNOZOR

The Russian band was formed in 1996. It was a racist and Anti-Semitic band from the beginning of its existence. In an interview in 1998 the band speaks about its world view: “(…) I believe that perishment of christianity is possible at the moment, however pagan revival will stay only a dream until modern civilization based on materialism and judaism is annihilated (…)”. Furthermore the band calls for (violent) action against those who are the scape goat for the problems of the society: “(…) think about the future of our Land, our Race and our nation. If most of you will act the same way, trying to break the chains of judeo-christian slavery and consequences of it’s noxious impact (i.e. disastrous ecological, demographic and geopolitic state of the whole White Race) speaking a lot but doing nothing, then soon there will be nothing and nobody to save. We have to act now. It’s not an appeal to start demagogic debate of the detriment of judeo-christian culture (…) It’s the appeal to real, precisely planned actions. I guess, those who need it, already understood what I’m talking about… and others simply are of no interest to me. Praise Russia! Hail the White Race! Support the forthcoming War!“ http://www.rusmetal.ru/vae_solis/Temnozor.htm

KRODA

In an Interview with the German Metal-Online-Magazine “Ruhrmetal.com”, „Eisenslav“, the front man of the Ukrainian band „Kroda“ (which was formed in 2003) , describes their music: „(…) It is the echoes of Ancient Battles for Our Native Land and for Our Blood. It is the gnash of swords, clash of battle axes and hissing of arrows, crushing and sweeping away all the hostile being from Our Land. It is the resounds of terrible battle outcry of Aryan Warriors Allfadr and the raging roar of Aryan Archetype Wolfish Nature.(…)“. Nevertheless he states that „Kroda“ is not a NSBM-band: „Speaking about Kroda style – this is not NSBM. People correctly define our vein as Folk Pagan Metal. Except of that, we don’t sing about politics but use completely another topics: traditionalism, culture, nature…
I shall not deny the fact that anyway we have cartain political views, but this is not about musical aspect of Kroda. I can add here only that both of us feel disgust when we take look upon nowadays political situation that seems like some show.“

http://www.ruhrmetal-mag.de/interviews/index.php?page=show&id=23&oft=1

In an other interview, „Eisenslav“ is asked if he believes in the Anti-semitic idea of „Z.O.G. alliance“, „jewish conspiracy and so on and he answers: „Seems that only those who watch TV too much are able not to see it! It’s obious even for a blind man!“. In the end of the interview, he greets with the following words: „Aryan Regards! WOTAN über Alles!“ http://www.mortemzine.net/article.php?id=256

One of the concerts is scheduled at the club „Svatoboj in Brno“, where several Neo Nazi concerts took place in recent years. On 30th of October 2004 the bands “Lion’s Pride”, “Randall Gruppe”, “Kampfzone” and “Squad 96” played there. In 2007 the so called “Dunkelheit Festival” happened, several “National Socialist Black Metal”-bands like “Inferno”, “Silva Nigra” and “Infernal War” could play.

SEKHMET

This NSBM-band from the Czech Republic was formed in 2002, information about the band in Czech language can be found here: http://www.antifa.cz/155-mzdomova-nsbm-made-in-bohemia-part-ii.html

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“Blood & Honour” Neo Nazi event in Belgium

April 3, 2008 at 9:32 Uhr nachmittags (Uncategorized)

On 19th of April a Neo Nazi event, named “Memorial for fallen heroes”, shall take place in Belgium. It is the night before the birthday of the National Socialist leader Adolf Hitler. The “Memorial” and a concert are organized by “Blood & Honour Vlaanderen”. The following persons shall speak at the “Memorial”:

  • Stefan Wijkamp, who is named “Dutch Hitler” because he dresses up like Hitler, is a leading member of the Dutch fascist Party “Nederlandse Volks Unie”.
  • Stephen Swinfen, also known as „Swiny“, is one of the leading members of the British „Blood and Honour“-Network.

After the „Memorial“ a concert (”Return to Glory”) with several Neo Nazi bands shall take place:

The Belgium Band „Lions Pride“ was founded in 2000. With other Neo Nazi bands it can be found on the record “The Skinheads come back Oi!”. On 26th of March 2005 the band played at a concert in the area of Hannover (Germany) also with other Neo Nazi bands. In 2004 the band played at a Memorial Concert for Ian Stuart in Belgium. http://www.turnitdown.de/bands.html?&cHash=bd0d34e2be&tx_list_pi1%5BshowUid%5D=722

The Name of the German band “Die Liebenfels Kapelle” is a pseudonym for the Neo Nazi Band “Skalinger”. On their album “Heim ins Reich” which was released in 1999 they sing: “”Wir scheissen (sic) auf die gesamte jüdische Rasse. Wie Hasen werden wir euch jagen und gesamten Zentralrat im Massengrab verscharen (sic). Schuba duba du Zyklon B. Yeah! (…) Ein Hoch auf Mengele, er hatte recht (sic). Schuba duba du ausgerottet”. (Translation: „Fuck the whole jewish race. Like rabbits we will hunt you and bury the whole Central Consistory in the mass grave. Schuba duba du Zyklon B. Yeah! (..) Cheers for Mengele, he was right. Schuba duba du exterminated”). The Name “Die Liebenfels Kapelle” obviously refers to the name of the anti-Semite and racist Jörg Lanz von Liebenfels. He claimed to be the mentor of Adolf Hitler. http://www.links-lang.de/antifa/keinestimme06/aktuell/0912t.php.

The lyrics of “Die Liebenfels Kapelle” are less radical than that of “Skalinger”, but also extreme right.


It is assumed that the name “Fight Tonight” of an also playing German band is a pseudonym for the band “My War”. The band from North-Rhine Westphalia was founded in 2006 and consists amongst others of members of the bands “Linientroi” and “Boots of Hate”. (http://www.ida-nrw.de/html/Fmusi.htm)

The Neo Nazi Band “Preserve White Aryans” (P.W.A.) from Estonia was founded in 1999. On the album “Out of Order” which was released in 2007 one can find the following lyric: “We got to do what we can, free your mind, we are victim of lies sacrifice your amenity, for the future of our children and white unity (…) million lies, hollywood empire, holocaust industry, death of white power! It´s finally time to se the truth, we are the prioners of lies, believe me it´s true.” (taken from the song “It´s million reasons“).

At the song „Your real face“ one can find an anti-Semitic conspiracy theory: “TV – news, half information, you try to control all the world, but believe me – once times have changed, people start to see your hooknosed face.” On the cover of the album “It’s time to awake” which was released in 2001 by “Blood & Honour Estonia”, a nazi skinhead with a gun and a swastika flag in the background can be seen.

Some of the members of the band “Last Chance” from the USA also play at the band “Code 13”. The song “Holahoax” of this Neo Nazi band is about the National Socialist Holocaust: Six million zombies, Six million living dead. The ghosts of the living that exist inside your head. The greatest hoax in history, the lies that you’ve told. In this generation. The truth shall unfold. Holohoax, six million never died. Holohoax, we will prove your lies. Holohoax, the truth you can not hide. Holohoax, your fate we will decide. The truth has been buried. In a mass grave of deceit. Buried deep in ignorance by the Zionist elite. Your crimes against the fatherland are evil and obscene. Fabricated history, of a past that´s never been. Holohoax, six million never died. Holohoax, we will prove your lies. Holohoax, the truth you can not hide. Holohoax, your fate we will decide.“

The German band „Sense of Pride“ which was found in 2005, on 1st of May 2007 played at a Neo Nazi demonstration in Dortmund. http://www.ida-nrw.de/html/Fmusi.htm

Furthermore the Bands “Agonia” (Czech Republic), “Section 88” and “Unit 28” shall play at the concert. In February 2007 the British band „Section 88“ played at a Neo Nazi event in Hungary (“Day of Honour”). http://www.npd-blog.info/index.php?s=%22tag+der+ehre%22. In August 2006 a concert was planned by the Neo Nazi group “Hammerskins” in Switzerland. http://www.antifa.ch/comm/comm060811.shtml

In September 2005 the band played with other Neo Nazi bands at a concert in Belgium, the police did not intervene although it was present. http://www.searchlightmagazine.com/index.php?link=template&story=150

In March 2008 the band played together with the British Band “Unit 28” at a Neo Nazi concert in Great Britain (“Violent Storm Memorial”). “Unit 28” also played at an “Ian Stuart Memorial” concert in September 2007.

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“Veneto Fronte Skinheads”-Neo Nazi concert near Vicenza

März 19, 2008 at 11:49 Uhr vormittags (Uncategorized)

On 22nd of March the “Veneto Fronte Skinheads”, a Neo Nazi organization, which was founded in 1986, holds a concert with international fascist bands (“U.S.G.I.-V.F.S FEST”). The concert will take place between Veneto and Vicenza, only fifteen kilometers away from the city Montecchio Maggiore and the town Lonigo and fifty kilometers away from Vicenza. Via Email-newsletter the addresses of hotels in Montecchio Maggiore and Lonigo are spread. The Bands “Bully Boys”, “Brutal Attack”, “Estirpe Imperial”, “Kill Baby Kill”, “Armco”, “Strappo” and “Heiliger Krieg” will play there. The concert is advertised on international Neo Nazi homepages.

Bully Boys: This Neo Nazi band from North Texas, USA was “founded in Florida in 1983, it was turned by band members into a racist band shortly thereafter. The Bully Boys are closely linked to the racist Hammerskins skinhead group. In 1990, drummer Sean Tarrant was one of several Confederate Hammerskins sentenced to nearly 10 years in prison after pleading guilty to civil rights convictions for involvement in the vandalization of a mosque and a Jewish community center in Dallas, and chasing and assaulting minorities in a park. Their current lead vocalist has also spent time in jail on assault charges. In their various incarnations, the Bully Boys have concentrated on playing at venues rather than recording albums.” (http://www.adl.org/education/neo_nazi_music.asp). One of their most popular songs is “Six Million More” which refers to the National Socialist Holocaust.

Brutal Attack: This British band was founded in 1980, it belongs to the core of the British Neo Nazi milieu. The band has produced about 30 racist and Neo Nazi releases and has participated in many split-releases and samplers, for example one can find a song on the “Blood and Honour”(a Neo Nazi network)-release “Blood & Honour Vol.1”. In the song “Aryan child” the vocalist sings: “(…)Aryan child, listen to what is said So rise your hand and learn to love your land For the white revolution needs your uncorrupted hand. (…) Child awake now for your lands been robbed & sold, by men of high finance, the truth you must be told. What your ancestors fought for, sacrifice untold, has all been stolen by bankers of the Jewish fold (…)”

The Spanish Neo Nazi Band “Estirpe Imperial” was founded in 1991. It contributed for example to the sampler “White Pride/World Wild Vol.3”.

The Band “Kill Baby Kill” from Belgium was founded in 2002. Their songs are strongly racist and anti-Semitic: “There’s nothing wrong with racial pride, so I don’t understand the fuss. Just take a look at the Niggers and Muds, they are even worse than us (…) Some say all men are equal, I can tell you that ain’t right. Pakis, Niggers, Muds and Spics: They sure as hell ain’t white. We all know that Niggers are lazy, while greed reflects the Jew (…)” (from the song “diversity” on the release “Give back the Oi! to the white working class”, 2007).

The Italian Band “Armco” first released an album in 2001. In 2007 it contributed to a “Tribute release” for the German Neo Nazi “Lunikoff”, also known as Michael Regener. Regener was the front man of the Band “Landser”, which has been deemed a criminal organization in Germany. (http://en.wikipedia.org/wiki/Landser_(band) )

The Italian Band “Strappo” was founded in 2005 and consists of members of the extreme right bands “Provos 18”, “Fronte 82” and “Mannaz”.

It is assumed that the name “Heiliger Krieg” of an also playing German Band is a pseudonym for the band “Race War”. The band was founded in 2000 in Schwäbisch Gmünd, Baden Württemberg. Because of the openly racist and Neo Nazi attitude of the band, it came to house searches, preliminary proceedings and an indictment by the Public Attorney’s Office Stuttgart because of the founding of a criminal organization. On 22nd of November 2006 all band members got suspended sentences. One song of the band is also named “Heiliger Krieg”. (http://de.wikipedia.org/wiki/Race_War)

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